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Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran gehen weiter, woraufhin Teheran mit Raketen und Drohnen antwortet. Im Liveticker erfahren Sie mehr über die Auswirkungen auf die Börse und die Weltwirtschaft sowie über Reaktionen und Experteneinschätzungen.
QatarEnergy stellt LNG-Produktion ein
13.12 Uhr: QatarEnergy, einer der weltweit führenden Erdgasproduzenten, gibt bekannt, dass er seine LNG-Produktion aufgrund des Krieges im Nahen Osten einstellen wird. Der Ausfall eines der weltweit größten LNG-Lieferanten könnte die größten Störungen auf dem Gasmarkt seit dem Beginn des Ukraine-Krieges 2022 verursachen. Der Vorfall verschärft die globale Energieversorgungslage erheblich, insbesondere für asiatische und europäische Abnehmer, die auf LNG-Lieferungen aus Katar angewiesen sind
Deka-Chefvolkswirt: Märkte bleiben bislang gelassen
12.50 Uhr: Deka-Chefvolkswirt Ulrich Kater sieht trotz der Eskalation im Iran bislang keine dramatischen Folgen für die Finanzmärkte. „Der DAX hat mit moderaten Abschlägen reagiert, weil die Marktteilnehmer zur Stunde nicht mit wesentlichen Konsequenzen des Irankrieges für die Weltwirtschaft rechnen.“
Die größten Risiken lägen laut Kater in einer möglichen Zerstörung von Ölanlagen in der Region oder einer längerfristigen Sperrung der Straße von Hormus. Beides sei bislang nicht eingetreten. Entsprechend blieben die Reaktionen an Rohstoff- und Kapitalmärkten überschaubar.
Am Ölmarkt wurde die Lage bereits im Vorfeld antizipiert: Der Preis hatte sich von rund 60 auf über 70 Dollar pro Barrel verteuert. Sollte es jedoch zu einer wochenlangen Blockade der Transportwege kommen, seien auch Preise von über 100 Dollar denkbar. Danach sehe es derzeit aber nicht aus.
Dax macht Verluste wett – Rüstungsrally flacht ab
12.40 Uhr: Nach einem schwachen Start in den Handelstag kann der Dax einen Teil seiner Verluste aufholen. Gegen 11.40 Uhr liegt der Index nur noch 1,25 Prozent im Minus, nachdem er am Morgen zeitweise mehr als zwei Prozent eingebüßt hatte. Angeführt wird die Gewinnerliste von der Deutschen Börse mit plus 1,4 Prozent, Rheinmetall steigt um 1,35 Prozent – allerdings deutlich unter dem Tageshoch.
Im MDax verlieren Rüstungswerte ebenfalls an Schwung. Hensoldt (plus 4,2 Prozent), Renk (plus 3,5 Prozent) und TKMS (plus 2,5 Prozent) geben einen Teil ihrer frühen Kursgewinne wieder ab. Die anfängliche Dynamik am Morgen ist damit spürbar abgeebbt.
Belastet bleiben vor allem Reise- und Autotitel. Tui notiert mit minus 7,5 Prozent am Ende des MDax. Lufthansa kann sich zwar auf 8,50 Euro erholen, liegt aber weiter rund sechs Prozent im Minus. Im Dax verlieren VW, BMW, Commerzbank und Zalando jeweils mehr als drei Prozent.
China erhöht Ölimporte aus Russland
12.23 Uhr: China weitet nach der Eskalation im Nahen Osten seine Ölimporte aus Russland aus. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, setzt Peking verstärkt auf Seetransporte, um die Abhängigkeit von Lieferungen aus Iran und den Golfstaaten zu verringern und Risiken durch die stärkere US-Präsenz in der Region zu umgehen. Russland ist bereits wichtigster Lieferant, die Exporte stiegen im Februar auf bis zu 2,1 Millionen Barrel pro Tag.
Auslöser ist auch die faktische Blockade der Straße von Hormus, über die ein Großteil der chinesischen Öl- und LNG-Importe läuft. Laut Experten will China durch breitere Bezugsquellen seine Energieversorgung krisenfester machen. Kurzfristig helfen hohe Lagerbestände, doch steigende Ölpreise und gestörte Schifffahrtswege könnten das Wachstumsziel belasten.
Moskau nutzt laut Bericht zunehmend eine sogenannte Schattenflotte mit großen Tankern, um Sanktionen zu umgehen und Transporte zu verschleiern. Frankreich schätzt deren Umfang auf bis zu 1200 Schiffe, viele davon sanktioniert. Die engere Energiepartnerschaft sichert Russland Einnahmen und verschafft China günstige Rohstoffe – sorgt international aber für politische Spannungen.
Nahost-Krieg belastet globale Kreditmärkte
11.42 Uhr: Die Eskalation im Nahen Osten setzt die internationalen Kreditmärkte spürbar unter Druck. Laut „Bloomberg“ weiteten sich die Risikoaufschläge für asiatische Investment-Grade-Dollaranleihen (ohne Japan) auf den höchsten Stand seit sieben Monaten aus. Auch Kreditausfallversicherungen (CDS) verteuerten sich deutlich – in Asien wie in Europa.
Die Lage verschärft die Unsicherheit bei der Unternehmensfinanzierung. Einige Emittenten erwägen, geplante Anleiheemissionen zu verschieben, während andere versuchen, das schwierige Marktumfeld zu navigieren.
Peter Tchir, Chefstratege von Academy Securities, warnt: „Wir müssen insgesamt deutlich vorsichtiger werden.“ Vor allem Anleihen mit niedrigerer Bonität geraten stärker unter Druck – ein typisches Zeichen für eine zunehmende Flucht in Qualität.
Iran-Krieg treibt Dollar an – Euro fällt unter Druck
11.13 Uhr: Die Eskalation im Iran-Krieg treibt zum Wochenstart die Nachfrage nach dem US-Dollar. Der Euro gerät unter Druck und fällt am Montagvormittag auf 1,1703 Dollar – mehr als ein Cent weniger als vor dem Wochenende.
Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen verweist auf den klassischen Kriseneffekt: „Zunächst einmal profitiert der US-Dollar in Kriegssituationen in der Regel, da er die Weltleitwährung ist.“ Viele internationale Kredite und Anleihen seien in Dollar denominiert, weshalb in unsicheren Zeiten die Nachfrage steige.
Zugleich gilt die US-Wirtschaft als robuster gegenüber einem Ölpreisschock als die Eurozone, die Netto-Ölimporteur ist. Als „ultimativen sicheren Hafen“ sieht Nguyen aktuell jedoch den Schweizer Franken. Bei einer weiteren Eskalation sei mit zusätzlicher Franken-Stärke zu rechnen.
Iran-Krieg belastet Börsen – Gold und Gas steigen
10.57 Uhr: Die Eskalation im Iran-Konflikt setzt die Finanzmärkte im Tagesverlauf unter Druck. Der DAX verlor zum Wochenstart zeitweise rund 2,3 Prozent, bevor sich die Verluste etwas verringerten. Besonders stark betroffen waren Chemie- und Tourismuswerte.
Gleichzeitig zogen Energiepreise deutlich an. Der europäische Gaspreis sprang zum Handelsbeginn um rund 25 Prozent nach oben. Auch die Ölpreise stiegen zunächst kräftig, gaben aber einen Teil der Gewinne wieder ab. Brent notiert zuletzt bei rund 78 Dollar je Barrel, US-Öl bei gut 71 Dollar – jeweils etwa sieben Prozent über dem Niveau vor dem Wochenende.
Anleger suchen Schutz in Gold. Der Preis je Feinunze nähert sich mit knapp 5400 Dollar wieder dem Rekordhoch von Ende Januar.
Wie stark die wirtschaftlichen Folgen ausfallen, hängt laut Experten vor allem von der Dauer des Konflikts ab. Bei einem kurzen Verlauf dürften die Effekte begrenzt bleiben.
IAEA warnt vor Risiko eines Atomunfalls
10.50 Uhr: Nach den Angriffen im Nahen Osten mahnt Rafael Grossi, Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), zur Vorsicht. „Wir können einen möglichen Strahlungsaustritt mit schwerwiegenden Folgen nicht ausschließen“, sagt er bei einer Sondersitzung in Wien. Der Kontakt zu den iranischen Aufsichtsbehörden sei abgerissen und müsse „so schnell wie möglich“ wiederhergestellt werden.
Bislang gebe es keine Hinweise auf erhöhte Strahlenwerte. Ein iranischer Diplomat berichtete jedoch von einem Angriff auf die Atomanlage in Natans. Grossi forderte „äußerste Zurückhaltung bei allen militärischen Operationen“.
US-Futures fallen, Öl nahe 80 Dollar
9.46 Uhr: Zum Wochenbeginn tendieren die US-Aktienfutures deutlich schwächer: Futures auf den S&P 500 lagen zeitweise rund 1,6 Prozent im Minus, während Nasdaq 100-Kontrakte um etwa 2 Prozent zurückgingen – ein Zeichen für flächendeckenden Risiko-Abverkauf, berichtet „Bloomberg“.
Gleichzeitig notiert Brent-Rohöl nahe 80 Dollar pro Barrel, da der Konflikt im Nahen Osten den Durchgang durch die Straße von Hormus – einen zentralen Energiehandelsweg – stark beeinträchtigt.
Deutsche Bank: Höhere Ölpreise könnten „Deeskalationsdynamik auslösen“
9.33 Uhr: Nach Einschätzung von Analysten der Deutschen Bank werden Ausmaß und Tempo der Eskalation der Lage im Nahen Osten in den kommenden Tagen von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Unter anderem könnten die höheren Ölpreise „eine Deeskalationsdynamik auslösen“.
Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, geht davon aus, dass der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee im Fall einer längeren Schließung der Straße von Hormus weiter in Richtung der Marke von 100 Dollar steigen könnte. „Bliebe der Ölpreis mehrere Monate so hoch, würde das die Inflation im Euroraum rechnerisch um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntel Prozentpunkte senken“, sagt Krämer. (dpa)
DAX startet angeschlagen in die Woche
9.15 Uhr: Der DAX eröffnet bei 24.707 Punkten und verliert damit 576 Zähler beziehungsweise 2,28 Prozent. Die Eskalation im Nahen Osten sorgt zum Xetra-Start für spürbaren Verkaufsdruck. Anleger ziehen Kapital aus Risikoanlagen ab.
Die Tops und Flops im Dax am Montagmorgen:
- Rheinmetall +5,11 %
- RWE +0,40 %
- E.ON -0,38 %
- Deutsche Börse -0,69 %
- Deutsche Telekom -0,88 %
- Fresenius Medical Care -1,17 %
- Vonovia -1,60 %
- Münchener Rück -1,84 %
- Scout24 -1,94 %
- Qiagen -1,94 %
- Beiersdorf -2,09 %
- Fresenius -2,18 %
- SAP -2,19 %
- Deutsche Post -2,26 %
- Allianz -2,51 %
- Henkel Vz -2,69 %
- Brenntag -2,72 %
- Hannover Rück -2,72 %
- Merck -2,73 %
- GEA Group -2,73 %
- Airbus -2,76 %
- Siemens Healthineers -2,80 %
- Symrise -2,81 %
- Heidelberg Materials -2,85 %
- MTU Aero Engines -2,90 %
- Siemens Energy -2,97 %
- Mercedes-Benz Group -3,05 %
- Commerzbank -3,15 %
- Bayer -3,19 %
- BASF -3,24 %
- Adidas -3,29 %
- Porsche Automobil Holding -3,47 %
- Volkswagen Vz -3,54 %
- BMW -3,71 %
- Infineon -3,76 %
- Continental -3,88 %
- Daimler Truck -3,90 %
- Siemens -4,14 %
- Deutsche Bank -4,26 %
- Zalando -4,39 %
„Der Dax verliert wie erwartet zum Börsenstart. Es sieht aber nicht nach Panik aus. Die Märkte scheinen in ihrem Basisszenario von einem zeitlich begrenzten Konflikt auszugehen“, sagt FOCUS-online-Börsenexperte Clemens Schömann-Finck.
Auch der MDax gibt zum Wochenstart 2,7 Prozent nach und rutscht auf 30.706 Punkte. Der EuroStoxx 50 verliert 2,3 Prozent – die Schwäche erfasst damit weite Teile des europäischen Aktienmarkts.
Aktienkurse an den Börsen in Asien sinken
8.49 Uhr: Die Aktienkurse an den Börsen in Asien sind am Montagmorgen gesunken. In Tokio, Hongkong, Singapur, Mumbai, Bangkok, Taipeh und Wellington öffnete der Handel überall im Minus. Vor allem die Kurse von Fluggesellschaften fielen stark – sie müssen vorerst Flüge in die Region streichen. Die Kurse von Energiefirmen dagegen stiegen – der Konflikt in Nahost hat den Ölpreis bereits deutlich nach oben getrieben.
08.26 Uhr: FOCUS-online-Börsenexperte Clemens Schömann-Finck sieht nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran vor allem zwei Gefahren für Anleger.
Er warnt: „Ich sehe zwei große Gefahren aus dem Angriff der USA und Israels auf den Iran für die Märkte: Die eine Gefahr ist, dass der Krieg zum Katalysator für einen groß angelegten Ausverkauf wird, da die Märkte hoch bewertet sind. Die andere Gefahr ist der Anstieg des Ölpreises.“
Kamran Jebreili/AP/dpa
Ein kurzfristiger Preissprung bei Rohöl sei verkraftbar. Problematisch werde es, wenn das Niveau länger hoch bleibe. „Sollte der Preis aber über längere Zeit oben bleiben, hat das Auswirkungen auf die Inflation und das Wirtschaftswachstum. Der Konflikt käme dann in der Realwirtschaft an mit Folgen für die Unternehmen.“
Für die kommenden Tage erwartet Schömann-Finck hohe Schwankungen. Anleger müssten die Folgen der Eskalation neu bewerten. Zugleich verweist er auf historische Muster: „Die Lage wird sich aber wieder beruhigen, sobald etwas mehr Klarheit herrscht. Historisch gesehen sind geopolitische Dips oft gute Kaufgelegenheiten.“
8.23 Uhr: Experte: DAX dürfte deutlich schwächer starten
Der deutsche Leitindex steht zum Wochenauftakt vor kräftigen Verlusten. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, erwartet den DAX zum Handelsstart unter 24.700 Punkten – mehr als zwei Prozent unter dem Freitagsschluss.
Die Marktreaktionen auf die Eskalation im Nahen Osten seien insgesamt „relativ moderat“, so Lipkow. In Asien hätten vor allem rohstoffabhängige Volkswirtschaften wie Japan und China auf die gestiegenen Ölpreise reagiert. Besonders unter Druck standen Fluggesellschaften, während Öl- und Rüstungswerte zulegen konnten.
Für Deutschland sieht Lipkow die Lage kritisch. Eine mögliche Einschränkung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus treffe die energieabhängige deutsche Wirtschaft besonders hart. Nach dem Wegfall russischer Lieferungen seien Unternehmen stärker den Schwankungen am Weltmarkt ausgesetzt.
Aus technischer Sicht erwartet Lipkow für den DAX eine Handelsspanne zwischen 24.400 und 24.900 Punkten.
Privatbank Berenberg rechnet kurzfristig mit Ölpreissprung
8.15 Uhr: Für die Märkte entscheidet sich viel an der Straße von Hormus. Holger Schmieding, Chefvolkswirt der Privatbank Berenberg, warnt vor klaren ökonomischen Folgen einer längeren Blockade.
„Die entscheidende Frage für die Weltwirtschaft liegt auf der Hand: Wird die Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte mehr als nur ein paar Wochen faktisch geschlossen? Wenn ja, würde das das globale Wachstum spürbar belasten und die weltweite Inflation merklich erhöhen.“
Ein dauerhafter Anstieg des Ölpreises um 15 Dollar je Barrel könnte laut Schmieding das Preisniveau in der Eurozone um fast 0,5 Prozent erhöhen – und damit die Kaufkraft der Verbraucher schmälern.
Kurzfristig rechnet Berenberg zwar mit einem Ölpreissprung. In der Basisprognose erwarten die Ökonomen jedoch, dass sich Brent nach der akuten Phase wieder im Bereich von 65 bis 70 Dollar je Barrel einpendelt.

Nasa/dpa
Börsenstart in Frankfurt
8.00 Uhr: Jetzt ist Börsenstart in Frankfurt und die Anleger blicken gespannt darauf. Vorbörslich lag der Dax rund 400 Punkte im Minus, ein kleiner Schock, aber kein Beben.
Ölpreise springen zweistellig nach oben
7.50 Uhr: Nach der Eskalation im Nahen Osten haben die Rohölmärkte zunächst heftig reagiert. In den ersten Handelsminuten legten sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Sorte WTI jeweils um mehr als zehn Prozent zu. Brent kletterte in der Spitze auf 82,37 Dollar je Barrel – so hoch wie seit Juli 2024 nicht mehr. WTI erreichte mit 75,33 Dollar den höchsten Stand seit Juni 2025.
Im weiteren Verlauf gaben die Notierungen einen Teil der Gewinne wieder ab. Brent zur Lieferung im April notierte zuletzt bei 78,05 Dollar, rund 7,5 Prozent beziehungsweise gut 5 Dollar über dem vorherigen Schluss. WTI verteuerte sich um mehr als 4 Dollar auf 71,52 Dollar je Barrel. (dpa)
Experte: Rohölpreis könnte bis 100 Dollar pro Barrel steigen
7.45 Uhr: Nach Einschätzung von Analysten der Deutschen Bank werden das Ausmaß und das Tempo der Eskalation der Lage im Nahen Osten in den kommenden Tagen von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt. Unter anderem könnten die höheren Ölpreise „eine Deeskalationsdynamik auslösen“.
Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, geht davon aus, dass der Preis für Brent-Öl aus der Nordsee im Fall einer längeren Schließung der Straße von Hormus weiter in Richtung der Marke von 100 Dollar steigen könnte. „Bliebe der Ölpreis mehrere Monate so hoch, würde das die Inflation im Euroraum rechnerisch um mehr als einen Prozentpunkt erhöhen und das Wirtschaftswachstum um einige Zehntel Prozentpunkte senken“, sagte Krämer. (dpa)
Gold gefragt – US-Futures im Minus
7.34 Uhr: Anleger flüchten in sichere Häfen. Gold verteuert sich um 2,1 Prozent auf 5359 Dollar je Feinunze, Silber um ein Prozent. Gleichzeitig geben die US-Aktien-Futures nach: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq liegen jeweils rund 0,7 Prozent im Minus.
Analysten rechnen mit hoher Volalitilät
7.30 Uhr: Analysten rechnen zum Handelsauftakt mit hoher Volatilität und Risikoaversion an den Märkten. Globale Aktien dürften unter Druck eröffnen, da Investoren auf Unsicherheit reagieren und Risikoassets meiden. Die Gefahr einer Sperre der Straße von Hormus – durch die rund 20 Prozent des Weltöls transportiert werden – lässt Energiepreise steigen und könnte Inflation und Wachstum belasten.
Öl und Energie im Fokus: Stark steigende Ölkurse belasten konjunkturempfindliche Branchen und Druck auf Flug- und Logistikwerte könnte vor Börsenöffnung zunehmen, während Energie- und Verteidigungswerte als „sichere Häfen“ attraktiver werden.
Sichere Häfen gefragt: Gold und Staatsanleihen stehen hoch im Kurs, während Aktienindizes belastet sind und asiatische Börsen schwächer starten.
In Summe erwarten Anleger beim Marktstart Unsicherheit, Sektorverschiebungen und erhöhte Nachfragedynamik bei sicheren Anlageklassen.
„Geopolitische Schocks meist nur von kurzer Dauer“
Straße von Hormus rückt in den Fokus
7.29 Uhr: Am Wochenende attackierten Israel und die USA Ziele im Iran. Dabei wurde auch das Staatsoberhaupt und geistliche Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Teheran antwortete mit militärischen Gegenschlägen und begrenzte zudem den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus – eine Schlüsselroute des globalen Energiehandels.
Durch die Meerenge am Persischen Golf wird täglich rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert. Schon kleinere Störungen können die Preise nach oben treiben und die Finanzmärkte unter Druck setzen.
Parallel dazu beschloss die Opec+ bei einem regulären Treffen eine Ausweitung der Fördermenge. Der Verbund, dem neben den Opec-Staaten auch Produzenten wie Russland angehören, will die tägliche Produktion um 206.000 Barrel erhöhen. In der offiziellen Mitteilung wurde die Entscheidung mit robusten Konjunkturaussichten und vergleichsweise niedrigen Lagerbeständen begründet – auf die jüngsten Kampfhandlungen ging die Gruppe nicht ein. (dpa)
„Dies ist nicht Venezuela“
07.27 Uhr: Frank Kelly vom Analysehaus Fulcrum Macro mahnt im „Handelsblatt“ zur Vorsicht. „Dies ist nicht Venezuela.“ Die Lage im Iran sei deutlich komplexer. Zwar seien Führungspersonen getötet worden. „Doch es gibt eine Reihe darunter, die fähig und sehr darauf aus ist, die Macht zu übernehmen.“ Märkte müssten sich „möglicherweise auf Instabilität in der Region einstellen“.
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6 Kommentare
Interesting update on Dax macht Verluste wett – QatarEnergy stellt LNG-Produktion ein. Looking forward to seeing how this develops.
Good point. Watching closely.
I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.
Solid analysis. Will be watching this space.
Great insights on News. Thanks for sharing!
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