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MÜNCHEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat es in mehreren Städten in Deutschland Proteste gegen die Attacke der USA gegeben.
In München versammelten sich schätzungsweise 400 Menschen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die Demonstranten zogen durch die Straßen, es blieb den Aussagen zufolge friedlich. In Nürnberg versammelten sich einer ersten Einschätzung zufolge rund 120 Teilnehmer zu einer Kundgebung, in Düsseldorf protestierten rund 240 Menschen gegen den Angriff der USA auf Venezuela. Die Teilnehmer zogen durch die Innenstadt, bevor sie vor dem US-Generalkonsulat nahe dem Hauptbahnhof die Abschlusskundgebung abhielten.
Auch in anderen deutschen Städten waren für Sonntag Proteste angekündigt, unter anderem in Hamburg. Dort waren bereits am Samstagabend rund 300 Menschen auf die Straße gegangen.
Angriff der USA auf Venezuela am Wochenende
Die USA hatten in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Maduro gefasst und außer Landes gebracht. Ihm soll nun in New York unter anderem wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden./dwi/DP/he
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27 Kommentare
Die Ankündigung weiterer Proteste in Städten wie Hamburg zeigt, dass die Thematik weiterhin präsent bleiben wird.
Die Tatsache, dass die Demonstrationen überall friedlich verlaufen sind, spricht für die Teilnehmer und ihre Anliegen, aber ändert das etwas an der Rechtmäßigkeit des US-Angriffs?
Gibt es Informationen darüber, ob die Proteste von Gegenprotesten begleitet wurden oder ob es zu Spannungen kam?
Es ist beunruhigend, dass Maduro wegen „Drogenterrorismus“ angeklagt werden soll; ist das nicht eine starke Vereinfachung einer komplexen politischen Situation?
Das ist eine berechtigte Frage. Die Anklage wirft die Frage auf, ob es sich um ein politisch motiviertes Verfahren handelt.
Es wäre interessant zu wissen, welche Organisationen die Demonstrationen in den verschiedenen Städten initiiert haben.
400 Menschen in München, 240 in Düsseldorf… diese Zahlen sind zwar nicht riesig, aber sie signalisieren deutlichen Widerstand.
Die Aussage, dass die USA Maduro ‚gefasst und außer Landes gebracht‘ haben, klingt sehr dramatisch. Wie genau ist das passiert?
Der Kern der Sache ist doch, dass ein Angriff ohne UN-Mandat stattgefunden hat. Wie wird das Völkerrecht hier interpretiert?
Die verschiedenen Teilnehmerzahlen in den Städten zeigen die unterschiedliche Mobilisierungskraft und das Interesse an dem Thema.
Dass die Demonstrationen in Düsseldorf vor dem US-Generalkonsulat endeten, scheint eine klare Botschaft an die US-Regierung zu sein, oder?
Absolut, die Wahl des Ortes symbolisiert eine direkte Konfrontation mit der US-Politik und ihren Vertretern.
Ich frage mich, ob die deutschen Medien die Proteste ausreichend abdecken, angesichts der potenziellen Auswirkungen auf die globale Politik.
Ich finde es gut, dass sich so viele Menschen friedlich für ihre Überzeugungen einsetzen, auch wenn ich die Hintergründe des Konflikts nicht vollständig verstehe.
Ist bekannt, welche konkreten Ziele in Venezuela angegriffen wurden? Das könnte die Bewertung der Aktion beeinflussen.
Ich bin besorgt über die Präzedenzwirkung, die dieser US-Angriff schaffen könnte. Was bedeutet das für die Souveränität anderer Länder?
Die Beschreibung des Vorfalls als Angriff im Artikel scheint eine klare Positionierung zu sein. Wie sehen andere Medien die Situation?
Ich finde es wichtig, dass auch in Deutschland auf internationale Konflikte aufmerksam gemacht wird und die Bevölkerung die Möglichkeit hat, ihre Meinung zu äußern.
Es ist auffällig, dass die Proteste zeitnah auf den Angriff der USA folgten. Das zeigt die hohe Sensibilität für solche Ereignisse.
Die spontane Demonstration von 300 Personen in Hamburg bereits am Samstagabend zeigt, wie schnell die Nachricht sich verbreitet hat und wie stark die Empörung ist.
Die Schätzung von 400 Demonstranten in München ist bemerkenswert – zeigt das ein breites Aufsehen in der Bevölkerung über die US-Aktion in Venezuela?
Es ist schwer zu sagen, ob es ein ‚breites Aufsehen‘ ist, aber es deutet auf eine signifikante Besorgnis über die US-Intervention hin.
Die Nähe des US-Generalkonsulats in Düsseldorf zum Hauptbahnhof ist sicher kein Zufall für den Ort der Abschlusskundgebung.
Die Formulierung ‚autoritärer Staatschef Maduro‘ ist stark wertend. Ist das eine neutrale Darstellung der Situation in Venezuela?
Die Information, dass in Nürnberg ‚rund 120 Teilnehmer‘ protestiert haben, zeigt, dass das Thema auch in kleineren Städten relevant ist.
Die Tatsache, dass Proteste ‚angekündigt‘ waren, deutet auf eine gewisse Organisation und Vorbereitung hin. Wie lange wurden diese geplant?
Es ist wichtig zu betonen, dass es sich um Proteste gegen einen Angriff handelt, nicht gegen die USA als Land. Das ist ein feiner, aber wichtiger Unterschied.