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- WisdomTree Europe Defence UCITS ETF – EUR Acc – WKN: A40Y9K – ISIN: IE0002Y8CX98 – Kurs: 31,265 € (L&S)
- WisdomTree Uranium and Nuclear Energy UCITS ETF – USD Acc – WKN: A40Y9J – ISIN: IE0003BJ2JS4 – Kurs: 28,355 € (L&S)
Der ETF-Anbieter WisdomTree hat im März zwei neue Themen-ETFs aufgelegt, die zuletzt von übergeordneten Trends am Aktienmarkt profitiert haben und binnen kurzer Zeit deutlich zulegen konnten.
ETF auf europäische Verteidigungswerte
Der WisdomTree Europe Defence UCITS ETF (ISIN: IE0002Y8CX98) ermöglicht Investitionen in europäische Rüstungsunternehmen, die von steigenden Verteidigungsausgaben profitieren. Im Zuge der europaweiten Aufrüstung, die maßgeblich von Deutschland vorangetrieben wird, dürfte die Nachfrage nach militärischer Ausrüstung in den kommenden Jahren deutlich steigen.
Der ETF investiert in die 20 führenden Rüstungstitel Europas, darunter Rheinmetall (Gewichtung zuletzt 15,1 %), Leonardo (12,7 %), BAE Systems (12,2 %), Thales (11,7 %) und Saab (7,8 %). Abgedeckt werden u.a. die Bereiche Luftverteidigung, Cybersecurity, Marinesysteme, Waffen und Militärlogistik. Die Kostenquote liegt bei 0,40 %, die Replikation erfolgt physisch. Dividenden werden thesauriert.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist der Fokus auf Europa: Rund die Hälfte der Umsätze der enthaltenen Unternehmen wird innerhalb Europas erzielt – deutlich mehr als bei vergleichbaren Produkten. Damit ist der ETF als einziges in Europa handelbares Produkt optimal aufgestellt, um speziell von den steigenden Rüstungsausgaben in Europa zu profitieren.
ETF auf Uran und Atomkraft
Mit dem WisdomTree Uranium and Nuclear Energy UCITS ETF (ISIN: IE0003BJ2JS4) bietet WisdomTree ebenfalls seit März ein Produkt an, das die gesamte Wertschöpfungskette der Atomenergie abdeckt – von der Uranförderung über den Reaktorbau bis hin zu innovativen Technologien wie kleinen modularen Reaktoren.
Zu den größten Positionen zählen Cameco (7,9 %), Nexgen Energy (7,4 %), Uranium Energy (6,5 %), Energy Fuels (6,4 %) sowie Denison Mines (6,4 %). Regional ist der ETF vor allem in Kanada (38,3 %) und den USA (31,0 %) engagiert, gefolgt von Australien und Südkorea. Auch bei diesem ETF erfolgt die Index-Abbildung physisch und vollreplizierend, die Gesamtkostenquote liegt bei 0,45 %.
Aktien aus dem Uran- und Atomkraftbereich haben zuletzt von Erlassen von US-Präsident Donald Trump profitiert, die zu einer Deregulierung und besseren Finanzierung von Projekten im dem Sektor führen sollen. Außerdem führt der zunehmende KI-Einsatz zu einem stark steigenden Energiebedarf, der in vielen Ländern durch einen Ausbau der Atomenergie gedeckt werden dürfte.

Fazit: Mit dem WisdomTree Europe Defence UCITS ETF (ISIN: IE0002Y8CX98) und dem WisdomTree Uranium and Nuclear Energy UCITS ETF (ISIN: IE0003BJ2JS4) können Anleger auf zwei starke Trendthemen setzen, die zuletzt durch politische Entwicklungen befeuert wurden. In Europa dürfte der Verteidigungssektor noch für viele Jahre von steigenden staatlichen Ausgaben profitieren, während Aktien aus dem Nuklearbereich durch die Politik von US-Präsident Donald Trump und den durch den KI-Ausbau stark ansteigenden Energiebedarf nach oben getrieben werden. Die ETFs bleiben auch nach den jüngsten Kursgewinnen attraktiv für langfristige Anleger.
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20 Kommentare
Die thesaurierenden Dividenden beider ETFs sind attraktiv, da sie den Zinseszinseffekt verstärken. Allerdings würde ich gerne wissen, wie die Dividendenpolitik in Zukunft angepasst werden könnte.
Die Tatsache, dass der Uranium and Nuclear Energy ETF die gesamte Wertschöpfungskette der Atomenergie abdeckt, macht ihn für mich interessanter als reine Uranförderer. Das diversifiziert das Risiko.
Die physische Replikation beider ETFs ist positiv, da sie das Kontrahentenrisiko minimiert. Ist die Beschaffung der zugrunde liegenden Werte problemlos gewährleistet?
Die Deregulierung durch Donald Trump, die im Artikel genannt wird, scheint dem Uran- und Atomkraftsektor geholfen zu haben. Wie nachhaltig ist dieser Effekt, wenn sich die politische Landschaft ändert?
Ich finde es gut, dass der Europe Defence ETF einen klaren Fokus auf europäische Rüstungsunternehmen hat, da rund die Hälfte der Umsätze der enthaltenen Firmen innerhalb Europas generiert wird. Das könnte ihn widerstandsfähiger gegen globale Schwankungen machen.
Die Fokussierung auf europäische Verteidigungswerte im Europe Defence ETF ist eine interessante Strategie, besonders angesichts der deutschen Vorreiterrolle bei der Aufrüstung. Wie wird die Performance des ETFs durch die unterschiedlichen Verteidigungsbudgets der EU-Staaten beeinflusst?
Das ist eine wichtige Frage. Die Abhängigkeit von einzelnen Staaten könnte das Risiko erhöhen.
Mich wundert, dass der Uranium and Nuclear Energy ETF so stark in Kanada (38,3%) und den USA (31,0%) engagiert ist, obwohl der Fokus auf Atomenergie liegt. Gibt es regulatorische Vorteile in diesen Ländern?
Die Performance der beiden ETFs in der kurzen Zeit seit ihrer Auflage ist beeindruckend. Aber ist das ein nachhaltiger Trend oder eine kurzfristige Blase?
Die Positionen Cameco, Nexgen Energy und Uranium Energy im Uranium ETF sind mir bekannt. Wie bewerten Analysten diese Unternehmen im aktuellen Marktumfeld?
Die 0,45% Kostenquote beim Uranium ETF ist etwas höher als beim Defence ETF. Rechtfertigt der potenzielle Mehrwert diese höheren Kosten?
Das ist ein guter Punkt. Man sollte die Kostenquote immer im Verhältnis zur erwarteten Rendite betrachten.
Die Erwähnung von kleinen modularen Reaktoren im Uranium and Nuclear Energy ETF ist vielversprechend. Sind diese Technologien bereits ausgereift und kommerziell einsetzbar?
Die Gewichtung von Rheinmetall mit 15,1% im Europe Defence ETF ist bemerkenswert hoch; deutet das auf eine besonders starke Positionierung des Unternehmens hin oder birgt es ein Klumpenrisiko?
Die Kostenquote von 0,40% beim Europe Defence ETF scheint im Rahmen zu sein, aber wie entwickelt sich die Performance im Vergleich zu breit gefächerten Europa-ETFs?
Ich finde es gut, dass WisdomTree auf Trendthemen setzt, aber wie sieht es mit der langfristigen Perspektive dieser Investitionen aus? Sind sie auch in 10 Jahren noch relevant?
Ich überlege, in den Europe Defence ETF zu investieren, da ich glaube, dass geopolitische Spannungen weiter zunehmen werden. Aber wie sieht es mit ethischen Aspekten aus?
Ich bin etwas skeptisch, ob die Aufrüstung in Europa tatsächlich so stark an Fahrt aufnimmt, wie im Artikel beschrieben. Welche konkreten politischen Entscheidungen stützen diese Annahme?
Die Konzentration auf die 20 führenden Rüstungstitel Europas im Defence ETF könnte zu einer geringeren Diversifikation führen. Ist das ein akzeptables Risiko?
Der Anstieg des Energiebedarfs durch KI, der im Artikel erwähnt wird, ist ein starkes Argument für Investitionen in den Uranium and Nuclear Energy ETF. Könnte das ein langfristiger Wachstumstreiber sein?