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- WisdomTree Eurozone Efficient Core UCITS ETF – EUR Acc – WKN: A419HX – ISIN: IE000OV4XWA3 – Kurs: 25,550 € (L&S)
Mit dem WisdomTree Eurozone Efficient Core UCITS ETF (ISIN: IE000OV4XWA3) erweitert WisdomTree seine erfolgreiche Efficient Core ETF-Reihe um einen ETF auf den europäischen Aktienmarkt. Der ETF bietet Anlegern eine moderne, kapitaleffiziente Multi-Asset-Lösung und ist seit Oktober 2025 handelbar. Die jährliche Gesamtkostenquote (TER) liegt bei äußerst günstigen 0,20 %.
Optimiertes 60:40-Portfolio mit Pfiff
Der ETF ahmt ein klassisches 60:40-Portfolio nach, bei dem 60 % des Kapitals in Aktien und 40 % in Staatsanleihen investiert wird. Allerdings wird bei den Efficient-Core-Strategien von WisdomTree 90 % des Kapitals in physische Aktien angelegt. Die restlichen 10 % werden als Sicherheit für ein Engagement in Staatsanleihen verwendet, wobei diese Investitionen über Terminkontrakte (Futures) realisiert werden. Da Futures einen eingebauten Hebeleffekt haben, reichen 10 % des Kapitals aus, um ein rechnerisches Engagement von 60 % in Staatsanleihen zu erreichen. Insgesamt ergibt sich statt eines klassischen 60:40-Portfolios (60 % Aktien, 40 % Anleihen) ein gehebeltes 90:60-Portfolio (90 % Aktien, 60 % Anleihen), also eine 1,5-fach gehebelte Variante des klassischen Ansatzes.
Konkret investiert der ETF 90 % seines Vermögens in einen diversifizierten Korb von Mid- und Large-Cap-Unternehmen aus der Eurozone. Die restlichen 10 % dienen als Sicherheitsleistung, um ein rechnerisches Engagement von 60 % in Euroraum-Staatsanleihen-Futures aufzubauen. Die Futures-Komponente deckt ein Laufzeitspektrum von zwei bis 30 Jahren ab, wodurch eine breite Zinssensitivität erreicht wird. Die Gewichtung beider Komponenten wird vierteljährlich angepasst, um die Zielallokation beizubehalten.
Wissenschaftlich fundierter Multi-Asset-Ansatz
Die Konstruktion des Efficient Core ETFs basiert auf der modernen Portfoliotheorie. Laut dieser ist das optimale Portfolio für ein gegebenes Risikoniveau nicht notwendigerweise das klassische 60:40-Modell, sondern vielmehr eine gehebelte Variante des Portfolios mit der besten Sharpe-Ratio. Durch den Einsatz von Leverage kann Kapital freigesetzt werden, das für alternative oder diversifizierende Investments genutzt werden kann, ohne das Risiko-Rendite-Profil des Kernportfolios zu verschlechtern. Im konkreten Fall wird jeder Euro zu 150 % investiert: Zu 90 % in Aktien und zu 60 % in Staatsanleihen-Futures.
„Die neueste Ergänzung unserer Efficient Core UCITS ETF-Produktpalette unterstreicht unser Engagement für die Bereitstellung innovativer Tools zur Portfoliokonstruktion„, betont Pierre Debru, Research-Chef bei WisdomTree Europa. „Die Strategie ergänzt das bestehende Angebot und hilft Anlegern, ihr Kapital optimal einzusetzen. Durch die Kombination eines Engagements am Aktienmarkt mit Kapitaleffizienz in einem einzigen ETF kann dieser als Ersatz für einen Kernbestand an Aktien dienen und gleichzeitig Kapital für diversifizierende oder alternative Anlagen freisetzen. Es ist eine innovativere und flexiblere Methode, um langfristige Portfolios aufzubauen.“
Fazit: Der neue WisdomTree Eurozone Efficient Core UCITS ETF (ISIN: IE000OV4XWA3) richtet sich an Anleger, die clever und effizient in den Euroraum investieren wollen. Mit seinem einzigartigen Multi-Asset-Konzept ist der ETF eine attraktive Ergänzung für moderne Portfolios. Der besondere Clou des ETFs liegt im eingebauten Hebel, der es ermöglicht, jeden Euro 1,5fach zu investieren. Neben der Aktienkomponente als Hauptbestandteil sorgt das Engagement in Staatsanleihen-Futures für eine sinnvolle Diversifikation, die sich besonders dann auszahlen sollte, wenn es an den Aktienmärkten etwas rauer zugeht. Mit einer Kostenquote von nur 0,20 % ist der ETF trotz seines sehr innovativen Ansatzes erstaunlich günstig.
WisdomTree hat im Rahmen seiner Efficient-Core-Reihe auch ETFs auf den US-Aktienmarkt sowie den globalen Aktien im Angebot:
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13 Kommentare
Ich finde es interessant, dass der ETF 90% in physische Aktien investiert und nur 10% als Sicherheit für Futures nutzt, um ein 60%-Engagement in Anleihen zu simulieren. Ist das ein üblicher Ansatz in der ETF-Welt, oder etwas Neues?
Als jemand, der bereits Einzelaktien aus der Eurozone hält, könnte dieser ETF eine einfache Möglichkeit sein, ein Anleihen-Exposure hinzuzufügen, ohne separate Anleihen kaufen zu müssen. Das 60:40 Verhältnis klingt ausgewogen.
Ich bin gespannt, wie sich die vierteljährliche Anpassung der Gewichtungen in einem volatilen Marktumfeld auswirken wird. Könnte das zu unnötigen Transaktionskosten führen?
Das ist eine berechtigte Frage. Vierteljährliche Anpassungen können tatsächlich Kosten verursachen, aber sie sind notwendig, um das Zielportfolio von 90:60 beizubehalten und damit die Strategie zu wahren.
Die Diversifikation über Mid- und Large-Cap-Unternehmen ist ein Pluspunkt. Aber wie wird die Ländergewichtung innerhalb der Eurozone vorgenommen – orientiert sie sich an der Marktkapitalisierung, oder gibt es andere Kriterien?
Der Artikel betont die ‚wissenschaftlich fundierte‘ Konstruktion basierend auf der Sharpe-Ratio. Könnte das dazu führen, dass der ETF in bestimmten Marktsituationen schlechter abschneidet als erwartet, wenn sich die Bedingungen ändern?
Der Ansatz, der behauptet, mit Leverage ein besseres Risiko-Rendite-Profil zu erzielen, erinnert ein wenig an ähnliche Strategien, die in der Vergangenheit zu unerwarteten Verlusten geführt haben. Ich würde gerne mehr Details zur Risikomanagementstrategie sehen.
Die Aussage von Pierre Debru klingt überzeugend, aber ich würde gerne unabhängige Analysen des ETFs sehen, um zu bestätigen, dass er tatsächlich die versprochene ‚optimale Kapitalausnutzung‘ bietet.
Absolut richtig. Man sollte sich nicht nur auf die Aussagen des Anbieters verlassen, sondern immer eine umfassende Due Diligence durchführen.
WisdomTree verspricht hier eine ‚1,5-fach gehebelte Variante des klassischen Ansatzes‘ – bedeutet das, dass die Volatilität des ETFs im Vergleich zu einem traditionellen 60:40-Portfolios ebenfalls um 50% höher ist?
Die TER von 0,20 % ist wirklich attraktiv für einen Multi-Asset-ETF, aber macht die Nutzung von Futures das Portfolio nicht anfälliger für Rollverluste, besonders bei längeren Laufzeiten der Staatsanleihen?
Seit Oktober 2025 handelbar? Das klingt nach einem Tippfehler, sollte es vermutlich 2024 heißen. Ein genaues Datum wäre wichtig, bevor man investiert.
Ein ETF, der als ‚Ersatz für einen Kernbestand an Aktien‘ dienen kann, ist eine interessante Idee, besonders für Anleger, die nach einer vereinfachten Asset Allocation suchen. Bietet er auch eine sinnvolle Diversifizierung innerhalb der Eurozone?