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Der Euro hat seine jüngsten Kursverluste am Montag ausgeweitet. Am Morgen musste für einen Euro 1,1685 US-Dollar gezahlt werden. Das ist fast ein Cent weniger als zum Hoch am Freitag, bevor die Gemeinschaftswährung im Gegenzug zu einer Dollar-Stärke unter Druck geraten war.
„Auf Basis der Erwartungen unserer Volkswirte, dass die Fed bis Ende März einen Zinsschritt liefern wird, der aber bereits eingepreist ist, dürfte der US-Dollar erst einmal nicht stark leiden“, erklärte Devisen-Expertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Voraussetzung sei aber, dass es seitens der Konjunkturdaten keine Ausreißer gibt.
„Gleichzeitig dürfte jedoch die Perspektive auf ein anziehendes Wachstum in Deutschland dank des Fiskalpakets – und damit auch kein Grund für Zinssenkungen seitens der EZB – dem Euro unter die Arme greifen. Das bedeutet eine leichte Aufwärtstendenz im Euro in den ersten Monaten.“
In der ersten vollen Woche des neuen Jahres richten sich Blicke direkt auf eine Reihe von Wirtschaftsdaten. Dicht gepackt ist das Programm unter anderem am Dienstag. Dann werden die Inflationsdaten für Deutschland für Aufmerksamkeit sorgen. Am Freitag richtet sich der Fokus auf die monatlichen Arbeitsmarktzahlen aus den USA, die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed wichtig sind.
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19 Kommentare
Die Kombination aus erwarteten Fed-Zinsanhebungen und der Hoffnung auf Wachstum in Deutschland macht die Situation sehr dynamisch. Eine Prognose ist schwer.
Wenn das Fiskalpaket tatsächlich die Wirtschaft ankurbelt, könnte das die EZB davon abhalten, die Zinsen zu senken. Das wäre eine interessante Wendung.
Die Inflationsdaten für Deutschland am Dienstag werden entscheidend sein. Wenn diese höher ausfallen als erwartet, könnte das den Euro wieder stärken, oder?
Die Commerzbank erwartet also eine leichte Aufwärtstendenz des Euro in den ersten Monaten. Wie definiert ‚leicht‘ in diesem Zusammenhang – in Cent oder Prozent?
Die Tatsache, dass der Euro gegenüber dem Dollar an Wert verliert, während gleichzeitig von einem anziehenden Wachstum in Deutschland gesprochen wird, erscheint widersprüchlich.
Die Erwähnung des ‚Hochs am Freitag‘ deutet darauf hin, dass der Euro in den letzten Tagen bereits unter Druck stand. Wie lange hält dieser Trend an?
Die Aussage, dass der Dollar ‚erst einmal nicht stark leiden‘ dürfte, klingt nach einer vorsichtigen Einschätzung. Gibt es Szenarien, in denen er doch fallen könnte?
Ich frage mich, ob die aktuelle Schwäche des Euro auch auf die geopolitische Lage zurückzuführen ist, obwohl der Artikel das nicht direkt erwähnt.
Die Aussage von Antje Praefcke, dass der Dollar nicht stark leiden dürfte, solange die Fed keine Überraschungen liefert, klingt plausibel, aber wie wahrscheinlich sind ‚Ausreißer‘ in den Konjunkturdaten wirklich?
Die Abhängigkeit des Euro von der US-Geldpolitik ist schon bemerkenswert. Wann wird die EZB wieder eine aktivere Rolle spielen?
Die Analyse von Antje Praefcke scheint fundiert, aber wie berücksichtigt sie mögliche Überraschungen von anderen Zentralbanken?
Mich wundert, dass die mögliche Auswirkung der US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag so betont wird. Sind die deutschen Konjunkturdaten nicht genauso wichtig für die EZB?
Ich bin kein Finanzexperte, aber der Kurs von 1,1685 US-Dollar pro Euro klingt nach einem ungünstigen Zeitpunkt für europäische Exporteure.
1,1685 US-Dollar für einen Euro am Morgen – das ist ein signifikanter Rückgang. Wie stark beeinflusst das den Importpreis für deutsche Unternehmen?
Die Erwartung, dass die Fed bis Ende März einen Zinsschritt liefert, scheint ja bereits im Kurs eingepreist zu sein. Ist das nicht riskant, wenn die Fed dann doch anders entscheidet?
Die US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag sind also der Schlüssel zur weiteren Entwicklung des Dollars? Das ist ein wichtiger Termin zum Markieren.
Ich beobachte den Euro-Dollar-Kurs seit einiger Zeit und dieser Abwärtstrend ist besorgniserregend. Könnte das langfristige Folgen für die europäische Wirtschaft haben?
Es ist gut zu wissen, dass die Inflationsdaten für Deutschland am Dienstag im Fokus stehen. Das hilft mir, die Marktbewegungen besser zu verstehen.
Ich bin gespannt, ob das Fiskalpaket tatsächlich für ein anziehendes Wachstum in Deutschland sorgt, wie im Artikel erwähnt. Bisher habe ich davon wenig gesehen.