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Der Kurs des Euro ist am Mittwoch im frühen Handel etwas gesunken. Ein Euro kostete am Morgen 1,1721 Dollar, etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Dienstag noch auf 1,1776 Dollar festgesetzt.
Im Fokus steht das ifo-Geschäftsklima in Deutschland. Das wichtigste Konjunkturbarometer dürfte keine grundlegende Besserung der Stimmung in der Wirtschaft signalisieren. Schon seit Jahren steckt Deutschland in der Flaute.
Im Hinblick auf die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank dürften die ifo-Zahlen keine Änderung der Markteinschätzung zur Folge haben. Am Markt wird von der EZB an diesem Donnerstag keine Zinsänderung erwartet. Die Währungshüter halten das Zinsniveau für angemessen. Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland ist schwach, die Inflation aber noch leicht erhöht. Vor diesem Hintergrund sieht man keinen Bedarf für einen zusätzlichen geldpolitischen Impuls.
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15 Kommentare
Die Erwähnung des Kurses von 1,1721 Dollar am Morgen wirft die Frage auf, ob diese leichte Abwertung eine kurzfristige Reaktion auf globale Ereignisse ist oder ob sich hier ein Trend abzeichnet, der stärker untersucht werden sollte.
Dass die EZB keine Zinsänderung erwartet, obwohl die Inflation noch leicht erhöht ist, scheint auf ein hohes Vertrauen in die derzeitige Geldpolitik hindeuten, oder vielleicht auch auf Angst vor einer Verschärfung der Konjunkturschwäche.
Das mit dem Vertrauen könnte stimmen, aber die Angst vor einer Rezession ist sicherlich ein wichtiger Faktor, den sie im Blick haben.
Die Diskrepanz zwischen dem Kurs am Morgen (1,1721 Dollar) und dem Referenzkurs vom Vortag (1,1776 Dollar) ist zwar nicht riesig, aber sie zeigt, dass die Märkte sehr sensibel auf neue Informationen reagieren.
Gibt es andere Wirtschaftsdaten, die neben dem ifo-Geschäftsklima die EZB bei ihrer Entscheidung beeinflussen könnten? Beispielsweise die Entwicklung der Arbeitslosenquote?
Ich finde es gut, dass die EZB das Zinsniveau für angemessen hält, denn zu schnelle Änderungen hätten möglicherweise unerwünschte Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Es ist bemerkenswert, dass der Referenzkurs am Dienstag noch bei 1,1776 Dollar lag und jetzt bereits bei 1,1721 Dollar notiert; das deutet auf eine gewisse Volatilität hin, die man beobachten muss.
Die Feststellung, dass Deutschland ’seit Jahren in der Flaute steckt‘, ist drastisch. Welche konkreten Sektoren sind am stärksten betroffen und tragen zu dieser anhaltenden Schwäche bei?
Kann man ausschließen, dass eine unerwartet schlechte ifo-Zahl die EZB doch noch zu einer Überprüfung ihrer Zinspolitik zwingt, auch wenn sie dies aktuell nicht plant?
Die Kombination aus schwacher Konjunktur und leicht erhöhter Inflation ist ein echtes Dilemma für die EZB. Ihre Strategie, das Zinsniveau konstant zu halten, scheint in dieser Zwickmühle logisch.
Mich wundert es nicht, dass das ifo-Geschäftsklima im Fokus steht, angesichts der jahrelangen Flaute in Deutschland – es wäre interessant zu wissen, ob die Erwartungen bereits sehr tief liegen und Überraschungen ausgeschlossen sind.
Die Aussage, dass die ifo-Zahlen keine Änderung der Markteinschätzung zur Folge haben dürften, klingt sehr vorsichtig, fast schon fatalistisch. Ist da wirklich keine Möglichkeit für positive Überraschungen?
Die Formulierung ist tatsächlich sehr zurückhaltend, aber die historischen Daten zur deutschen Wirtschaft sprechen leider nicht für große Sprünge nach vorne.
Die Entwicklung des Euro gegenüber dem Dollar scheint im Moment sehr von der Stimmung in Deutschland abhängig zu sein; eine Verbesserung der ifo-Zahlen könnte also einen positiven Impuls geben.
Das ist ein guter Punkt, die Reaktion des Marktes wird zeigen, wie stark die Abhängigkeit wirklich ist.