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Der Eurokurs ist am Donnerstag weiter gesunken und wurde am Morgen zu 1,1630 US-Dollar gehandelt, etwas tiefer als am Vorabend. Damit steht der Euro nur knapp über dem tiefsten Stand seit Mitte Dezember, der Ende der vergangenen Woche bei 1,1618 Dollar erreicht wurde.
In den USA haben sich die Zinserwartungen trotz jüngster Angriffe der US-Regierung auf die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed nicht wesentlich verändert. Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen, Helaba, erwarten bis Jahresende zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte. Die Marktteilnehmer setzen darauf, dass die US-Notenbank ihre Zinsentscheidungen weiterhin auf der Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Bedingungen treffen wird.
Die Unabhängigkeit der US-Notenbank ist wichtig für die Kursentwicklung des Dollar. Präsident Donald Trump hatte erneut deutliche Zinssenkungen gefordert und Notenbankchef Jerome Powell heftig kritisiert. Trotzdem konnte der Dollar in den ersten beiden Handelswochen des Jahres zulegen, während der Euro unter Druck geriet.
Im weiteren Handelsverlauf dürften US-Konjunkturdaten stärker in den Fokus rücken, darunter die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Diese Daten sind wichtig, da die Lage auf dem Arbeitsmarkt eine bedeutende Rolle für die Geldpolitik spielt.
Auch das britische Pfund zeigte sich etwas schwächer im Handel mit dem US-Dollar. Die Kursverluste wurden jedoch durch unerwartet starke Konjunkturdaten etwas eingegrenzt. Im November wuchs die britische Wirtschaft um 0,3 Prozent im Monatsvergleich, gestützt von einer starken Industrieproduktion, während Analysten nur ein geringfügiges Wachstum erwartet hatten.
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17 Kommentare
Ich bin gespannt, wie sich die US-Konjunkturdaten im weiteren Verlauf auswirken werden. Ein stärkerer Arbeitsmarkt könnte den Dollar weiter stärken, während ein Abschwung den Euro begünstigen könnte.
Die Erwartung der Helaba, dass die US-Notenbank bis Jahresende zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte vornehmen wird, scheint optimistisch. Könnte die anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes dem entgegenstehen?
Das Wachstum der britischen Wirtschaft um 0,3 Prozent im November, trotz geringerer Erwartungen, ist eine positive Überraschung. Das zeigt, dass die Industrieproduktion eine wichtige Stütze ist.
Die Erwartung von zwei Zinssenkungen um 0,25 Prozentpunkte klingt nach einer moderaten Reaktion der Fed. Reicht das aus, um die Wirtschaft anzukurbeln, oder braucht es mehr?
Ich frage mich, ob die Kritik von Präsident Trump an Jerome Powell tatsächlich keinen größeren Einfluss auf den Dollar hatte, wie der Artikel suggeriert. Die Märkte scheinen sich an solche Äußerungen zu gewöhnen, aber langfristig könnte das die Glaubwürdigkeit untergraben.
Der Kursverlust des Euro auf 1,1630 US-Dollar ist bemerkenswert, besonders wenn man bedenkt, dass er bereits Ende letzter Woche bei 1,1618 Dollar war – das ist ein sehr schmaler Abstand zum Tiefststand seit Mitte Dezember.
Die Entwicklung des Euro gegenüber dem Dollar ist für meine Importgeschäfte entscheidend. Ein weiterer Kursverlust würde meine Kosten erheblich erhöhen.
Es ist doch auffällig, dass der Dollar in den ersten beiden Handelswochen des Jahres zugelegt hat, während der Euro unter Druck steht. Gibt es hierzu bereits konkrete Erklärungen, die über Trumps Äußerungen hinausgehen?
Die unerwartet starken Konjunkturdaten aus Großbritannien sind ein Lichtblick. Vielleicht kann sich das Pfund doch noch stabilisieren.
Es ist beruhigend zu hören, dass die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass die Fed ihre Entscheidungen weiterhin datenbasiert trifft. Die Unabhängigkeit der Notenbank ist entscheidend für Stabilität.
Die Nähe des aktuellen Eurokurses zum Tiefststand seit Mitte Dezember ist ein Warnsignal. Könnte ein weiterer Rückgang die Importe für europäische Unternehmen verteuern?
Die Fokussierung auf die US-Konjunkturdaten ist verständlich, aber wie sieht es mit den wirtschaftlichen Entwicklungen in der Eurozone aus? Spielen diese überhaupt keine Rolle?
Die Tatsache, dass die Märkte trotz der politischen Unsicherheiten weiterhin auf eine datenbasierte Geldpolitik der Fed setzen, ist ein Zeichen von Vertrauen.
Das stimmt, aber dieses Vertrauen könnte schnell schwinden, wenn die Fed tatsächlich politischem Druck nachgibt.
Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe werden also besonders wichtig sein. Wenn diese steigen, könnte das den Druck auf die Fed erhöhen, tatsächlich zu handeln.
Die Tatsache, dass das Pfund seine Verluste gegenüber dem Dollar teilweise durch die starken Konjunkturdaten begrenzen konnte, deutet auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit hin.
Ich finde es interessant, dass die Unabhängigkeit der US-Notenbank als so wichtig für den Dollar-Kurs hervorgehoben wird. Das zeigt, wie eng Geldpolitik und Währungswert miteinander verbunden sind.