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Der Eurokurs ist am Mittwoch vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed leicht gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung zu 1,1635 US-Dollar gehandelt, etwas höher als am Vorabend.
Am Abend steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf der Agenda. Es wird allgemein mit einer erneuten Senkung um 0,25 Prozentpunkte gerechnet. Die Leitzinsspanne würde dann zwischen 3,50 bis 3,75 Prozent liegen.
Die Entscheidung fällt unter erschwerten Bedingungen. Wegen einer teilweise Schließung von Bundesbehörden konnten zahlreiche US-Konjunkturdaten nicht veröffentlicht werden. Es herrscht daher Unklarheit über den Zustand der größten Volkswirtschaft der Welt, insbesondere bezüglich der Verbraucherpreise und der Lage am Arbeitsmarkt.
„Zu allem Überfluss muss sich die US-Notenbank den politischen Einflussversuchen und dem Druck des Weißen Hauses zu massiven Zinssenkungen erwehren“, heißt es in einer Analyse der Landesbank Hessen-Thüringen.
Zudem herrscht im geldpolitischen Rat der Fed keine Einigkeit. „Selten war die US-Notenbank so gespalten“, heißt es in einem Ausblick der Commerzbank. Das Protokoll der vergangenen Zinssitzung und jüngste Kommentare von Fed-Mitgliedern haben diese Uneinigkeit deutlich gemacht.
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14 Kommentare
Ich beobachte den Eurokurs seit einiger Zeit und finde den Anstieg auf 1,1635 US-Dollar ermutigend. Hoffentlich setzt sich dieser Trend fort und stabilisiert sich.
Die Tatsache, dass die Fed unter Druck steht, Zinssenkungen vorzunehmen, obwohl interne Meinungsverschiedenheiten bestehen, ist beunruhigend. Das wirft Fragen nach der Unabhängigkeit der Zentralbank auf.
Die Erwartung einer weiteren Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte auf 3,50 bis 3,75 Prozent ist mutig, angesichts der fehlenden aktuellen Konjunkturdaten durch die teilweise Schließung der US-Behörden. Wie kann die Fed eine fundierte Entscheidung treffen, wenn wichtige Zahlen wie die Verbraucherpreise fehlen?
Der Zeitpunkt der Zinsentscheidung ist wirklich ungünstig, da die Schließung der Behörden die Beurteilung der Wirtschaftslage erschwert. Das erhöht das Risiko einer Fehlentscheidung erheblich.
Wenn die Fed tatsächlich Zinssenkungen vornimmt, obwohl die Datenlage unklar ist, könnte das den Dollar weiter schwächen und den Euro stärken. Wäre das ein positiver Effekt für europäische Exporteure?
Die Analyse der Commerzbank zur Spaltung im Rat der Fed ist sehr treffend. Es scheint, als ob die Mitglieder unterschiedliche Einschätzungen der aktuellen Wirtschaftslage haben.
Die Situation erinnert mich an die Finanzkrise 2008, als die Notenbanken ebenfalls unter enormem Druck standen, zu handeln. Könnten wir ähnliche Auswirkungen sehen, wenn die US-Wirtschaft weiter schwächelt?
Das ist ein interessanter Vergleich. Die politische Einflussnahme auf die Fed ist in der Tat besorgniserregend, da sie an die Zeiten der Subprime-Krise erinnert.
Ich frage mich, ob die fehlenden US-Konjunkturdaten die Fed dazu veranlassen könnten, vorsichtiger zu agieren und die Zinssenkung zu verschieben. Eine ‚Abwarten‘-Haltung wäre angesichts der Unsicherheit verständlich.
Die fehlenden Daten zur Lage am Arbeitsmarkt sind besonders kritisch, da dies ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der US-Wirtschaft ist. Wie wird die Fed diese Lücke füllen?
Vermutlich wird man sich auf ältere Daten und Schätzungen verlassen müssen, was die Entscheidungsfindung natürlich erschwert und das Risiko erhöht.
Die Commerzbank spricht von einer seltenen Spaltung im geldpolitischen Rat der Fed. Könnte diese Uneinigkeit zu einer unerwarteten Entscheidung führen, die den Markt überrascht?
Die Analyse der Landesbank Hessen-Thüringen, dass die Fed sich politischem Druck des Weißen Hauses widersetzen muss, klingt nach einer komplizierten Situation. Ist das nicht ein klassisches Beispiel für eine Interessenkollision, die die Glaubwürdigkeit der Fed untergraben könnte?
Ein leichter Anstieg des Eurokurses auf 1,1635 US-Dollar vor der Zinsentscheidung deutet auf eine gewisse Nervosität im Markt hin. Glaubt jemand, dass dieser Anstieg nachhaltig ist, oder ist das nur eine kurzfristige Reaktion?