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Startseite»News»ETF-News»Existenznot trotz Eigenheim? Der Self-Check für Eigentümer mit Verschuldung
ETF-News

Existenznot trotz Eigenheim? Der Self-Check für Eigentümer mit Verschuldung

Wallstreet OnlineVon Wallstreet Onlinevor 1 Tag6 Kommentare10.3k Aufrufe
Existenznot trotz Eigenheim? Der Self-Check für Eigentümer mit Verschuldung
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„Aus Hindernissen machen wir Lösungen!“, verspricht Interviewpartner Norbert Claußen, Vertriebsleiter bei KREDIT.DE für
den Bereich Individualkredit. Bei vielen Immobilieneigentümern in Deutschland enden
gerade die Kredite aus der Minizinszeit. Die Verlängerung zu höheren Konditionen stellt viele vor große Probleme – die jedoch bei richtiger Planung lösbar sind.

Worin unterscheidet sich der Individualkredit von KREDIT.DE von klassischen Bankkrediten? Für wen ist er besonders
geeignet?

Klassische Banken und Sparkassen arbeiten strikt nach sogenannten Scoring‑Modellen: Sobald negative SCHUFA‑Einträge,
Inkassoverfahren oder eine hohe Verschuldung vorliegen, ist die Tür für weitere Finanzierungsvorhaben in der Regel zu. Der Score entscheidet, die individuellen Umstände spielen keine Rolle.
Entsprechend begrenzt ist der Bewegungsspielraum der Banken. Der Individualkredit steckt dagegen einen viel größeren Rahmen: Er betrachtet die Gesamtsituation einer Einzelperson, eines Paares oder
einer Familie, insbesondere die Immobilie, die Einkommensstruktur und die Möglichkeit einer tragfähigen Umschuldung. Geeignet ist er für Eigentümer, die trotz belasteter Historie grundsätzlich
zahlungsfähig sind, aber durch die Entwicklungen der vergangenen Jahre – Niedrigzinsphase, Pandemie, Inflation, Zinsanstieg – in eine Schieflage geraten sind.

Welche typischen Warnsignale sehen Sie, die darauf hindeuten, dass Eigentümer ihre finanzielle Situation unterschätzen
oder zu spät reagieren?

Typisch sind wachsende Kleinschulden, überzogene Dispokredite, vermehrte Mahnungen oder erste Inkassoschreiben. Viele
verdrängen diese Hinweise, weil der Alltag ohnehin belastend genug ist. Spätestens wenn Raten nur noch durch Umschichtungen bezahlt werden oder die Post ungeöffnet liegen bleibt, ist die Situation
meist ernster, als Betroffene wahrhaben wollen.

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass ein Eigenheim grundsätzlich Sicherheit bietet. Ab welchem Punkt kann die
Immobilie dennoch zur existenziellen Belastung werden?

Sobald die monatlichen Verpflichtungen nicht mehr aus dem laufenden Einkommen gedeckt werden können, kippt das Bild.
Besonders kritisch wird es, wenn Steuerschulden und Inkassoforderungen hinzukommen oder sogar eine Zwangssicherungshypothek droht. Dann verwandelt sich die Immobilie vom Schutzraum zum Risiko. Im
schlimmsten Fall ist sie die Eintrittskarte zur Zwangsversteigerung. Deshalb ist frühzeitiges Handeln entscheidend.

Im Zusammenhang mit auslaufenden Zinsbindungen hören wir zunehmend von Finanzierungslücken. Warum wird die
Anschlussfinanzierung gerade für vorbelastete Eigentümer aktuell zur realen Gefahr?

Die Zinsbindung vieler Kredite aus den Jahren 2014 bis 2020 läuft jetzt oder bald aus. Diese Darlehen wurden in einer Phase
extrem niedriger Zinsen vergeben – oft an Haushalte, die damals schon an der Grenze finanziert wurden. Heute treffen diese auf deutlich höhere Zinsen, geringere Kaufkraft und eine verschärfte
Kreditprüfung. Wer zusätzlich negative SCHUFA‑Einträge hat, fällt bei Banken und Sparkassen durchs Raster. Die Finanzierungslücke entsteht also nicht, weil Menschen plötzlich schlechter
wirtschaften, sondern weil sich die Rahmenbedingungen radikal verändert haben.

Viele Betroffene hoffen, dass sich finanzielle Probleme von selbst lösen. Welche Folgen beobachten Sie, wenn Eigentümer
zu lange warten, bevor sie professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen?

Vor falschen Hoffnungen kann ich nur eindringlich warnen: Solche Probleme lösen sich nach meiner jahrelangen Erfahrung
niemals von selbst in Wohlgefallen auf. Etwas anderes zu behaupten wäre gefährliche Augenwischerei. Je länger gewartet wird, desto mehr Handlungsspielraum geht verloren. Aus kleinen Rückständen
werden über kurz oder lang nervenaufreibende Mahnverfahren, aus Mahnverfahren echte Pfändungen, aus Pfändungen harte Zwangsmaßnahmen. Die Lebensqualität sinkt rapide. Gleichzeitig verschlechtert
sich die SCHUFA-Note, was die Lösungswege weiter einschränkt. Viele Betroffene kommen aus Unwissenheit oder Scham erst, wenn die Versteigerung bereits terminiert ist – dann wird es ein Wettlauf
gegen die Zeit.

Können Sie ein anonymisiertes Praxisbeispiel schildern, bei dem durch frühzeitiges Handeln – etwa durch Umschuldung –
eine existenzbedrohende Situation noch abgewendet werden konnte?

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Eine vierköpfige Familie steht kurz vor der Zwangsversteigerung ihres Eigenheims – ein Szenario, das viele Banken sofort
abschreckt. Die Ausgangslage ist angespannt: Trotz eines soliden Haushaltseinkommens von monatlich 5.100 Euro netto lasten zahlreiche Verbindlichkeiten auf dem Haushalt, darunter ein hoher
Privatkredit, Kreditkartenschulden, ein überzogener Dispo sowie Steuerschulden und Inkassoforderungen. Zusätzlich ist die Immobilie nicht lastenfrei, was die Situation weiter verschärft. Aufgrund
der negativen SCHUFA und einer eingetragenen Zwangssicherungshypothek lehnen klassische Banken eine Finanzierung ab. Der Individualkredit bietet jedoch einen Ausweg. Durch die Bündelung aller
Schulden entsteht eine Gesamtfinanzierung von 102.000 Euro. Die Laufzeit wird neu strukturiert, wodurch die monatliche Belastung um 51 Prozent sinkt – von 1.755 Euro auf nur noch 859,95 Euro. Die
Familie gewinnt finanziellen Handlungsspielraum zurück, die Bonität verbessert sich spürbar: Die drohende Versteigerung kann abgewendet werden. Ein Beispiel dafür, wie gezielte Umschuldung
existenzielle Krisen entschärfen kann.

Was raten Sie Eigentümern ganz konkret: Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Self-Check oder ein Beratungsgespräch
– und welche Unterlagen sollten idealerweise vorbereitet sein?

Der richtige Zeitpunkt ist immer vor dem ersten Mahnschreiben. Wer merkt, dass Raten nur noch knapp passen oder Rücklagen
aufgebraucht sind, sollte seine Situation prüfen lassen. Für ein strukturiertes Gespräch genügen meist: aktuelle Kreditverträge, Kontoauszüge, SCHUFA‑Auskunft, Einkommensnachweise und Informationen
zur Immobilie. Je früher diese Unterlagen sortiert sind, desto schneller lässt sich eine tragfähige Lösung entwickeln – bevor aus einer Belastung eine existenzielle Bedrohung wird.

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6 Kommentare ansehen

6 Kommentare

  1. Karl Schneider am Februar 9, 2026 1:47 p.m.

    Interesting update on Existenznot trotz Eigenheim? Der Self-Check für Eigentümer mit Verschuldung. Looking forward to seeing how this develops.

    Antworten
  2. Lukas Schneider am Februar 9, 2026 1:48 p.m.

    Solid analysis. Will be watching this space.

    Antworten
  3. Jonas Müller am Februar 9, 2026 1:51 p.m.

    This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.

    Antworten
  4. Emma Y. Schmidt am Februar 9, 2026 1:53 p.m.

    Great insights on ETF-News. Thanks for sharing!

    Antworten
    • Emma Hoffmann am Februar 9, 2026 1:55 p.m.

      Good point. Watching closely.

      Antworten
  5. Karl Schneider am Februar 9, 2026 2:02 p.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

    Antworten
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