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Gold ist Geld und der Wert ist langfristig stabil – deshalb werden die Währungen im Vergleich weiter fallen – und der Goldpreis ist noch lange nicht am Ende angekommen.
Im Laufe des letzten Jahres ist der Preis von Gold stark gestiegen und der von Silber sogar noch mehr. Ist das ein Grund, Gold und Silber zu kaufen, oder eher zu verkaufen? Eine Antwort darauf fällt den meisten Anlegern schwer, weil sie keinen Orientierungspunkt haben, an dem sie den Wert des Edelmetalls festmachen könnten.
Um den Wert der Edelmetalle zu bestimmen, lohnt es sich, etwas weiter in der Zeit zurückzugehen. Gold und Silber waren Zahlungsmittel und deren Wert war durch die Waren definiert, die damit gekauft werden konnten.
Auch die Einführung von Währungen, die durch Gold gedeckt waren, hat daran grundsätzlich nichts verändert.
Dr. Daniel Walther ist Finanzexperte mit 30 Jahren Erfahrung in Vermögensanlage, -verwaltung und Vertriebssteuerung. Er ist Teil unseres EXPERTS Circle. Die Inhalte stellen seine persönliche Auffassung auf Basis seiner individuellen Expertise dar.
Ende des Goldstandards? Der Dollar wird heute anders bewertet
Denn Papiergeld war immer noch jederzeit in Gold eintauschbar und insofern konnte jeder Preis direkt in Gold umgerechnet werden – bis zur Aufhebung des Goldstandards durch Nixon. Die USA hatten eben nicht mehr genügend Gold, um alle Forderungen nach Gold zu bedienen beziehungsweise wollten es nicht mehr zum festgelegten Preis.
Offensichtlich lag der Wert des Goldes so weit über dem festgelegten Preis, dass sie es vorzogen, die Kopplung aufzuheben und als Ergebnis faktisch Bankrott gingen.
Entgegen der damaligen Aussage, dass sich am Wert des Dollars nichts ändern würde, muss sich sehr wohl einiges geändert haben, wenn der Wert einer Unze Gold heute nicht mehr bei 35 Dollar steht, sondern bei über 5000 Dollar.
Es ist aber nicht der Wert des Goldes, der sich geändert hat, weil man ungefähr noch die gleichen Waren bekommt. Allerdings bekommt man viel mehr Dollar.
Goldpreis als Maßstab – welchen Wert müsste Gold haben?
Vielleicht kaufen die Notenbanken sogar, um das Verhältnis von Gold zur Geldmenge zu verändern. Das gibt zumindest eine Orientierung, welche Menge Gold noch gekauft werden müsste, damit zumindest wieder 20 bis 40 Prozent der Geldmenge durch Gold gedeckt wären. Oder, welchen Preis Gold heute haben müsste, damit sein Wert in diesem Bereich liegt.
Am Beispiel der USA ist der Wert leicht abzuschätzen. Bei Schulden in Höhe von 38 Billionen Dollar und einem Goldbestand von 8100 Tonnen ergibt sich ein Goldpreis zwischen 30.000 und 60.000 Dollar je Unze.
Je nachdem, ob die gesamten Schulden des Staates (noch ein paar Billionen mehr) oder nur die handelbaren Anleihen (ein paar Billionen weniger) als Grundlage genutzt werden, ergeben sich leicht andere Werte.
Historisches Verhältnis: Silber zu Gold massiv unterbewertet
Bis zum heutigen Tag wurden weltweit etwas mehr als 200.000 Tonnen Gold gefördert, wovon der Großteil erhalten ist. Demgegenüber stehen 1,7 Millionen Tonnen Silber, von denen die Hälfte verbraucht wurde.
Das entspricht einem Verhältnis von einer Unze Gold zu etwas mehr als vier Unzen Silber, was das erhaltene Edelmetall angeht. Wobei der Preis einer Unze Gold aktuell ungefähr 60-mal höher ist. Damit kann alles Silber der Welt für weniger als ein Fünfzehntel des Geldes erworben werden als alles Gold.
Auch das aktuelle Verhältnis von 60:1 beim Preis spricht noch für einen Nachholeffekt, zumal es über einen Zeitraum von Jahrhunderten betrachtet eher bei 15:1 lag. Bei einem Preis von 30.000 Dollar je Unze Gold entspräche das einem Preis von 2000 Dollar pro Unze Silber.
Gold und Silber bleiben erste Wahl
Nichts von dem Erwähnten trägt dazu bei, den Wert der Edelmetalle besser bestimmen zu können. Aber es zeigt, dass noch genügend Spielraum für einen weiteren berechtigten Anstieg vorhanden ist.
Gold und Silber sollten die erste Wahl sein, weil der Preis vermutlich noch weiter steigen wird und als Schutz vor weiterer Entwertung des FIAT-Währungen. Der erforderliche Bedarf des Vermögensschutzes hängt von Alter, finanzieller Situation und Sicherheitsbedürfnis des Anlegers ab.
Auch Minenaktien bleiben interessant für Anleger
Wer bereits über die Metalle als Versicherung verfügt, oder die Absicherung nicht will beziehungsweise benötigt, kann auf Minen-Unternehmen zurückgreifen, um vom Anstieg zu profitieren.
Der Vorteil ist, dass häufig Gold als erstes steigt, Silber folgt, und erst im Anschluss daran die Kurse der Minen-Unternehmen. Die wiederum unterteilt in Produzenten, Entwickler und Entdecker.
Überzeugung und Timing ist alles
Aber Achtung: In den 1970er Jahren ist der Wert von Gold von 35 auf 200 Dollar gestiegen, bevor er wieder auf 100 Dollar gefallen ist. Wer den Rückgang um 50 Prozent jedoch ausgehalten hat, wurde mit einem Anstieg auf 850 Dollar belohnt.
Timing bedeutet nicht nur, dass sich der Preis am nächsten Tag verdoppelt. Es kann auch ein oder drei Jahre dauern und man kann einen schlechten Zeitpunkt erwischen. Am Ende muss man einfach davon überzeugt sein, was man tut.
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6 Kommentare
Great insights on News. Thanks for sharing!
Interesting update on Experte erklärt: Der Gold-Bullenmarkt hat gerade erst begonnen. Looking forward to seeing how this develops.
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