Listen to the article
2025 liegt hinter uns, die Bücher sind
geschlossen. Der Jahreswechsel ist nicht nur Zeit für den Rückblick, sondern auch Hochsaison für Prognosen. Analysten, Ökonomen und Marktstrategen überschlagen sich mit Ausblicken und Kurszielen.
Doch der Blick in die sprichwörtliche Glaskugel ist leider nur rückblickend wirklich klar. So startete die Börse Anfang 2025 mit einem wahren Kursfeuerwerk für europäische, allen voran deutsche
Aktien. Der Regierungswechsel in Deutschland und zeitnah angekündigte billionenschwere Investitionsprogramme ließen DAX und EuroStoxx bis Ende Februar zweistellig steigen. Gleichzeitig verlor die
im Jahr 2024 noch bärenstarke US-Börse spürbar an Schwung. Als Donald Trump Anfang April dann noch seinen „Liberation Day“ feierte und der Welt einen Zollkrieg verkündete, brachen die Dämme: Die
bis dahin gefeierten Tech- und KI-Aktien – die „Magnificent Seven“ – stürzten um mehr als 30 % ab und rissen die großen US-Indizes mit nach unten. In der zweiten Jahreshälfte folgte erneut eine
180-Grad-Wende: Der zu Jahresbeginn mit Vorschusslorbeeren bedachte DAX trat die letzten 7 Monate auf der Stelle und beendete 2025 in etwa auf dem Niveau, das er bereits im Mai erreicht hatte. Die
im ersten Halbjahr abgestürzte US-Börse hingegen startete im zweiten Halbjahr eine beeindruckende Aufholjagd und schloss das Jahr klar zweistellig im Plus. Für Euro-Anleger blieb davon wegen des
schwachen US-Dollars allerdings kaum etwas übrig. Europäische Aktien hingegen brachten klar zweistellige Gewinne. Für international investierende Anleger wie uns im IAC endete das Jahr ebenfalls
mit einem deutlich zweistelligen Plus – und damit mehr als zufriedenstellend. Zumal klassische Geldanlagen 2025 kaum Rendite lieferten: Die Zinsen sind seit Längerem wieder auf dem Rückzug,
Bankkonten bieten im Durchschnitt nur noch rund 1,7% – Lebensversicherungen nach Kosten oft noch weniger. Und der Immobilienmarkt? Nach den Preisrückgängen der Vorjahre fand er 2025 zwar einen
Boden, nennenswerte Wertzuwächse gab es jedoch nicht. Soweit der Rückblick. Beim Blick nach vorn wird die Glaskugel da schon deutlich nebliger: Setzt sich die Erholung der KI-Aktien 2026 fort oder
geraten sie erneut unter Druck? Wandert die KI-Fantasie von den heutigen Anbietern zu den zukünftigen Nutzern und damit Profiteuren der Technologie? Fallen die Zinsen weiter und machen Sparern das
Leben schwer? Oder steigen sie wieder und sorgen für einen weiteren Preisrutsch bei Immobilien? Fragen über Fragen, auf die auch die beste Glaskugel keine verlässlichen Antworten liefert. Das
braucht es aber auch gar nicht. Es reicht ein Blick auf das Erfolgsrezept der Super-Reichen. Wer verstehen will, warum deren Vermögen weltweit seit Jahrzehnten schneller wächst als der
Durchschnitt, findet eine einfache Antwort: Sie investieren den Großteil ihres Vermögens dauerhaft in Aktien erstklassiger Unternehmen. Ob Elon Musk (Tesla), Larry Page und Sergey Brin (Alphabet),
Larry Ellison (Oracle), Mark Zuckerberg (Meta), Bernard Arnault (LVMH), Bill Gates und Steve Ballmer (Microsoft) oder Warren Buffett mit Berkshire, Apple und
Coca-Cola – ausnahmslos alle Vertreter der Liste der reichsten Menschen der Welt halten Beteiligungen an Qualitätsunternehmen und werden damit seit Jahrzehnten immer reicher. Dass sich daran auch
in Zukunft wenig ändern wird, muss einem keine Glaskugel verraten. Welchen Schluss man daraus für seine eigene Geldanlage in 2026 und darüber hinaus ziehen sollte, ebenfalls nicht – das verrät
einem der gesunde Menschenverstand.
Den vollständigen Artikel hier lesen


26 Kommentare
Die Aufholjagd der US-Börse im zweiten Halbjahr deutet auf eine gewisse Resilienz hin. Was hat die Anleger dazu bewogen, trotz des Zollkriegs wieder in den Markt zu investieren?
Der Artikel weist auf die Bedeutung der Investition in Aktien erstklassiger Unternehmen hin. Welche Kriterien sollte man bei der Auswahl solcher Unternehmen anwenden?
Die Beobachtung, dass die KI-Fantasie sich möglicherweise zu den Nutzern der Technologie verschiebt, ist ein wichtiger Punkt. Das bedeutet, dass die heutigen Gewinner nicht zwangsläufig auch die von morgen sein werden.
Die Aussage, dass klassische Geldanlagen 2025 kaum Rendite brachten, mit nur 1,7% für Bankkonten, ist alarmierend. Das unterstreicht die Notwendigkeit, in Aktien zu investieren, um Vermögen aufzubauen.
Ich finde es gut, dass der Rückblick so detailliert die Höhen und Tiefen des Marktes beleuchtet. Das hilft, die eigene Anlagestrategie zu überprüfen.
Die Entwicklung der US-Börse – erst starker Verlust, dann beeindruckende Aufholjagd – zeigt, wie schnell sich die Dinge ändern können. Welche Faktoren haben diese Wendung bewirkt?
Der Artikel impliziert, dass Prognosen oft falsch liegen. Aber wie können Anleger sich trotzdem auf die Zukunft vorbereiten, wenn sie keine verlässliche Glaskugel haben?
Die Analyse des Jahres 2025, insbesondere die Wendepunkte bei DAX und US-Börse, ist sehr aufschlussreich. Sie zeigt, wie schnell sich die Rahmenbedingungen ändern können.
Mich beschäftigt die Frage, wie sich ein möglicher Wiederanstieg der Zinsen auf den Immobilienmarkt auswirken würde. Wäre ein weiterer Preisrutsch unvermeidlich?
Es ist bemerkenswert, dass trotz des schwachen US-Dollars europäische Anleger von den Kursgewinnen profitierten. Zeigt das eine Verschiebung der globalen Anlagestrategien?
Das könnte durchaus sein, vor allem wenn man bedenkt, dass die USA im ersten Halbjahr deutlich schlechter abgeschnitten haben.
Der Artikel erwähnt den ‚Liberation Day‘ von Trump und den daraus resultierenden Zollkrieg. Wie dramatisch war dieser Einbruch für Anleger, die stark in die ‚Magnificent Seven‘ investiert waren?
Ein Rückgang von über 30% innerhalb kurzer Zeit war für viele ein Schock, besonders da diese Aktien zuvor als so sicher galten.
Die Strategie der Superreichen, den Großteil ihres Vermögens dauerhaft in Aktien erstklassiger Unternehmen zu investieren, scheint sich auszuzahlen. Ist das wirklich das ‚Erfolgsrezept‘ und für jeden anwendbar?
Die Diskrepanz zwischen dem zweistelligen Gewinn des DAX im Februar und dem Stillstand in der zweiten Hälfte des Jahres zeigt deutlich, wie unberechenbar der Markt ist. Ist es wirklich möglich, kurzfristige Trends zu erkennen und davon zu profitieren?
Das ist eine sehr gute Frage! Die sogenannte ‚Volatilität‘ ist eben der Preispunkt für Renditechancen, und 2025 hat das besonders deutlich gemacht.
Die Erwähnung spezifischer Namen wie Elon Musk und Larry Page verdeutlicht, wie stark einzelne Persönlichkeiten den Markt beeinflussen können. Ist das ein Risiko?
Die Entwicklung der ‚Magnificent Seven‘ ist ein gutes Beispiel dafür, dass auch vermeintliche ‚Sicherheitswerte‘ plötzlich stark fallen können. Man sollte sich nicht zu sehr auf einzelne Aktien verlassen.
Die 1,7% Rendite auf Bankkonten sind wirklich mager. Da ist es verständlich, dass viele Anleger nach Alternativen suchen, auch wenn diese risikoreicher sind.
Mich wundert, dass der Immobilienmarkt zwar einen Boden gefunden hat, aber keine nennenswerten Wertzuwächse verzeichnete. War das Fehlen von Wertzuwächsen zu erwarten angesichts der vorherigen Preisrückgänge?
Die Tatsache, dass die IAC im Jahr 2025 ein deutlich zweistelliges Plus erzielt hat, ist ermutigend. Kann man davon ausgehen, dass sich dieser Trend fortsetzt?
Der Artikel zeigt deutlich, dass Marktprognosen wenig verlässlich sind. Ist es dann nicht besser, sich auf eine solide Anlagestrategie zu konzentrieren, anstatt zu versuchen, den Markt zu timen?
Es ist interessant, dass die billionenschweren Investitionsprogramme in Deutschland nur einen kurzfristigen Schub für den DAX erzeugten. Was hat dazu geführt, dass diese Impulse nicht anhielten?
Es ist wichtig zu betonen, dass die Strategie der Superreichen nicht nur in Aktieninvestitionen besteht, sondern auch in Diversifikation und langfristigem Denken.
Die Tatsache, dass der DAX Ende 2025 nur noch auf dem Niveau von Mai lag, ist eine deutliche Warnung vor Überoptimismus. Kurzfristige Gewinne können schnell wieder verloren gehen.
Der Artikel stellt die Frage, ob die Zinsen weiter fallen oder steigen. Welche Auswirkungen hätte ein weiterer Zinsrückgang auf die Sparer?