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KASSEL/WIESBADEN (dpa-AFX) – Der Kassel Airport schreibt weiter tiefrote Zahlen. Für 2025 sehe der Wirtschaftsplan einen Fehlbetrag von rund 5 Millionen Euro vor, teilte das hessische Finanzministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Endgültig steht der Betrag demnach erst mit dem Jahresabschluss 2025 voraussichtlich im Sommer 2026 fest. „Es ist aber aktuell davon auszugehen, dass die im Wirtschaftsplan vorgesehene Größenordnung eingehalten wird“, hieß es.
Seit seiner Eröffnung 2013 macht der Regionalflughafen in Calden (Landkreis Kassel) Millionenverluste, auch wenn sich das Defizit von rund 6,7 Millionen Euro im ersten Jahr auf knapp fünf Millionen Euro im Jahr 2024 reduziert hat. Das Land, das mit 68 Prozent größter Anteilseigner des Flughafens ist, steht dennoch weiterhin fest zum Kassel Airport.
Ministerium sieht Airport volkswirtschaftlich als Gewinn
Volkswirtschaftlich sei der Flughafen ein Gewinn für die Region, erklärte das Ministerium. „Seit der Eröffnung im April 2013 hat der Kassel Airport – trotz Herausforderungen im Linien- und Charterverkehr – spürbare Impulse für Nordhessen und ganz Hessen gesetzt.“ Er schaffe direkte, indirekte und induzierte Arbeitsplätze, Einkommen und Steueraufkommen.
Weitere Gesellschafter des Kassel Airport sind die Stadt und der Kreis Kassel mit je 14,5 Prozent. Die Gemeinde Calden hält 3 Prozent./nis/DP/zb
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18 Kommentare
Die Gemeinde Calden hält nur 3 Prozent der Anteile – ist das ein Zeichen dafür, dass die lokale Unterstützung nicht so groß ist, wie man vielleicht erwarten würde?
Es ist bemerkenswert, dass das Land Hessen trotz der anhaltenden Verluste mit 68 Prozent weiterhin größter Anteilseigner des Flughafens ist – welche langfristigen strategischen Überlegungen stehen dahinter?
Die langfristige Perspektive des Landes Hessen ist entscheidend. Wenn die Verluste weiter bestehen, muss man sich fragen, ob die Investition gerechtfertigt ist.
Die Aussage des Finanzministeriums, der Flughafen sei ‚volkswirtschaftlich ein Gewinn‘, klingt etwas vage; könnten konkretere Zahlen zu den geschaffenen Arbeitsplätzen und dem Steueraufkommen veröffentlicht werden?
Die Tatsache, dass der Wirtschaftsplan erst im Sommer 2026 abgerechnet wird, lässt wenig Transparenz zu. Eine frühere Veröffentlichung wäre wünschenswert.
Die Beteiligung der Stadt und des Kreises Kassel mit jeweils 14,5 Prozent zeigt, dass der Flughafen auch auf lokaler Ebene als wichtig erachtet wird, aber reicht dieser Rückhalt aus, um die Verluste zu decken?
Als Einwohner Nordhessens habe ich persönlich noch nie den Kassel Airport genutzt – gibt es Pläne, das Angebot attraktiver zu gestalten, um mehr Passagiere zu gewinnen?
Gibt es alternative Nutzungskonzepte für den Flughafen, falls sich die wirtschaftliche Situation nicht verbessert? Eine reine Fokussierung auf den Flugverkehr scheint riskant.
Die Erwähnung von direkten, indirekten und induzierten Arbeitsplätzen ist gut, aber eine detailliertere Aufschlüsselung dieser Kategorien wäre wünschenswert.
Ich frage mich, ob die Herausforderungen im Linien- und Charterverkehr, die im Artikel erwähnt werden, durch die aktuelle wirtschaftliche Lage noch verstärkt werden.
Die Reduzierung des Defizits von 6,7 Millionen Euro im Jahr 2013 auf knapp 5 Millionen Euro im Jahr 2024 ist zwar positiv, aber 5 Millionen Euro Verlust sind immer noch eine beträchtliche Summe für einen Regionalflughafen.
Die Tatsache, dass der endgültige Fehlbetrag für 2025 erst im Sommer 2026 feststeht, deutet auf eine gewisse Unsicherheit in der Finanzplanung hin.
Die Entwicklung des Defizits von 6,7 Millionen auf 5 Millionen ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber es bleibt abzuwarten, ob dieser Trend anhält.
Ich bin skeptisch, ob sich der Kassel Airport jemals selbst tragen kann, wenn sich die Verluste nicht deutlich reduzieren lassen.
Es wäre interessant zu wissen, welche konkreten ’spürbaren Impulse‘ der Flughafen seit 2013 für Nordhessen und Hessen gesetzt hat, wie das Ministerium behauptet.
Ich finde es gut, dass das Land weiterhin hinter dem Flughafen steht, da er potenziell wichtig für die regionale Wirtschaft sein kann, aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Die Eröffnung im April 2013 war mit großen Erwartungen verbunden, aber die Realität sieht bisher anders aus. Was muss passieren, damit sich der Flughafen entwickelt?
Ein Fehlbetrag von 5 Millionen Euro für 2025 ist zwar eine Prognose, aber wie realistisch ist diese Schätzung angesichts der bisherigen Entwicklung des Flughafens?