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Startseite»News»Fonds-News»„KI-Agenten sind keine Tools – sie sind Kollegen“
Fonds-News

„KI-Agenten sind keine Tools – sie sind Kollegen“

Wallstreet OnlineVon Wallstreet Onlinevor 3 Wochen5 Kommentare1.959 Aufrufe
„KI-Agenten sind keine Tools – sie sind Kollegen“
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Während sich an den Börsen Euphorie und Skepsis gegenüber Künstlicher Intelligenz abwechseln, rückt eine andere Frage in
den Vordergrund: Was bleibt, wenn der Hype verraucht ist? „KI, insbesondere KI-Agenten, ist kein kurzfristiger Hype, sondern eine notwendige Weiterentwicklung unserer Arbeitsweise“, sagt Gernot
Molin, Geschäftsführer paiqo – a Cloudfight Company. Gernot Molin beschäftigt sich seit
Jahren mit datengetriebenen Organisationsmodellen und dem Aufbau digitaler Unternehmensgedächtnisse. Im Gespräch wird deutlich, warum Infrastruktur wichtiger ist als Bewertungen und wieso Agenten
zu Kollegen werden.

Ist KI eine Blase?

Ich freue mich, dass Künstliche Intelligenz derzeit so viel Aufmerksamkeit erhält. Das Thema ist endlich dort angekommen,
wo es hingehört: in der Breite. Natürlich sehen wir aktuell auch Übertreibungen bei Bewertungen sowie einzelne spekulative Entwicklungen. Das war jedoch in vergleichbaren Phasen technologischer
Umbrüche stets der Fall.

Wichtiger als die Frage nach einer möglichen Blase ist aus meiner Sicht etwas anderes: In dieser Phase wird massiv
Infrastruktur aufgebaut, etwa Rechenzentren, Datenplattformen, Modelle, Agentenframeworks und neue Softwarearchitekturen. Das ist vergleichbar mit dem Eisenbahnbau in den USA und Großbritannien im
19. Jahrhundert. Viele Betreiberfirmen sind damals gescheitert, doch die geschaffene Infrastruktur wurde zum entscheidenden Wachstumsmotor für die gesamte Wirtschaft.

Genau das beobachten wir auch bei KI. Unabhängig davon, welche einzelnen Anbieter sich langfristig durchsetzen, wird
Künstliche Intelligenz ein fester Bestandteil unseres Alltags und unserer Arbeit werden. KI, insbesondere KI-Agenten, ist kein kurzfristiger Hype, sondern eine notwendige Weiterentwicklung unserer
Arbeitsweise. Sie ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit, die auf Effizienz, Skalierbarkeit und intelligenter Automatisierung beruhen.

Warum sind KI-Agenten entscheidend für die Zukunft?

KI-Agenten sind keine abstrakten Technologien, sondern digitale Kolleginnen und Kollegen, die konkrete Aufgaben übernehmen,
Entscheidungen vorbereiten oder automatisiert treffen, und dies in enger Abstimmung mit menschlichen Teams. In Zeiten von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und globalen Unsicherheiten helfen
sie Unternehmen dabei, leistungsfähig und wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie übernehmen Verantwortung und agieren zunehmend selbstständig innerhalb klar definierter Rahmenbedingungen.

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Für uns bedeutet das: Wer jetzt lernt, KI-Agenten richtig einzusetzen, investiert unmittelbar in die Zukunftsfähigkeit
seines Unternehmens.

Was braucht es, um KI-Agenten erfolgreich einzusetzen?

Große Sprachmodelle verfügen heute bereits über enormes Allgemeinwissen, gespeist aus dem öffentlichen Internet sowie aus
Wissenschaft und Forschung. Was ihnen jedoch fehlt, ist das entscheidende Element für echten Geschäftsnutzen: das spezifische Kontextwissen eines Unternehmens. Dieses Wissen über Prozesse,
Entscheidungslogiken, Ausnahmen und Erfahrungswerte existiert bislang fast ausschließlich in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
 

Der erfolgreiche Einsatz von KI-Agenten hängt daher davon ab, dieses implizite Wissen zu digitalisieren und den Agenten
gezielt zur Verfügung zu stellen. Unternehmen stehen dabei vor einer strategischen Entscheidung: Sie können darauf warten, dass Hersteller großer Sprachmodelle immer mehr Funktionen „ab Werk“
liefern. Dann ist dieses Wissen jedoch potenziell für alle verfügbar. Oder sie entscheiden sich bewusst dafür, ihr eigenes Kontextwissen mit ihren Datenplattformen zu verknüpfen und so
unternehmensspezifische, differenzierende Agenten aufzubauen.

Dafür ist eine belastbare technologische Basis erforderlich: saubere Daten, durchdachte Datenarchitekturen sowie
Plattformen, die den sicheren Betrieb, die Orchestrierung und die Weiterentwicklung von Agenten ermöglichen. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch die kulturelle Dimension. Unternehmen müssen bereit
sein, KI-Agenten als digitale Teammitglieder zu begreifen, als Unterstützung, nicht als Bedrohung. Neugier, Lernbereitschaft und aktives Teilen von Wissen sind dabei zentrale
Erfolgsfaktoren.

Gibt es eine typische Roadmap für die KI-Implementierung?

Nicht jede Organisation startet am selben Punkt, daher gibt es keine Roadmap von der Stange. Bewährt hat sich jedoch das
Prinzip „think big, start small“: klein beginnen, aber von Anfang an ein klares Zielbild vor Augen haben.

Konkret bedeutet das, frühzeitig zu definieren, welche Rolle KI und KI-Agenten langfristig im Operating Model spielen
sollen, etwa als digitale Mitarbeiter in bestimmten Funktionen oder Prozessen. Auf dieser Grundlage beginnt man bewusst mit einem klar abgegrenzten Anwendungsfall, idealerweise mit sichtbarem
geschäftlichem Nutzen. Das schafft Vertrauen, liefert schnelle Lernerfolge und macht den Mehrwert greifbar.

Anschließend kann systematisch skaliert werden: weitere Prozesse werden angebunden, zusätzliche Agenten eingeführt und das
zugrunde liegende Kontextwissen Schritt für Schritt erweitert. Besonders wichtig ist es, die Zusammenarbeit zwischen menschlichen und digitalen Mitarbeitern frühzeitig zu erproben. Diese
Erfahrungen sind entscheidend, um Organisation, Prozesse und Technologie gemeinsam weiterzuentwickeln.

Was sind die größten Herausforderungen auf diesem Weg?

Mit der zunehmenden Konsolidierung im Markt werden verlässliche Partnerschaften wichtiger denn je. Unternehmen, die KI und
digitale Agenten langfristig einsetzen wollen, müssen sehr bewusst entscheiden, in welche technologischen Abhängigkeiten sie sich begeben, insbesondere gegenüber einzelnen Anbietern großer
Sprachmodelle.

Für Standardprozesse kann es sinnvoll sein, auf stark standardisierte externe Lösungen zu setzen. Anders verhält es sich
jedoch bei jenen Unternehmensprozessen, die echte Differenzierungsmerkmale darstellen und als Alleinstellungsmerkmal wirken. Gerade bei 
diesen Prozessen darf das zentrale Kontextwissen nicht in generischen Sprachmodellen landen. Andernfalls wird das Unternehmen im Markt vollständig
reproduzierbar.

Deshalb sollten Unternehmen für ihre geschäftskritischen Prozesse eine eigene Daten- und Kontextplattform aufbauen. Wir
sprechen hier gern vom „digitalisierten Unternehmensgedächtnis“. Es bildet die Grundlage, um KI-Agenten unternehmenseigen, kontrolliert und differenzierend zu betreiben, unabhängig von einzelnen
Modellanbietern.

In diesem Umfeld reicht klassische Beratung nicht mehr aus. Ein echter Technologiepartner muss fachlich, technologisch und
kulturell Substanz mitbringen. Er muss mitdenken, mitentwickeln und Mitverantwortung übernehmen sowie verstehen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen menschlichen Mitarbeitern und digitalen Agenten
verändert und wie daraus nachhaltiger, geschützter Mehrwert entsteht.

Wie setzen Sie in Ihrem Unternehmen und Berufsalltag KI-Agenten ein?

Wir betrachten KI-Agenten zunehmend als virtuelle Kollegen im Unternehmen. Ordnet man sie in eine klassische
Unternehmenshierarchie ein, beginnen sie derzeit meist in Rollen am unteren Ende, dort, wo klar definierte, repetitive oder stark datengetriebene Aufgaben anfallen. Genau hier liefern sie sehr
schnell messbaren Mehrwert.

Gleichzeitig beobachten wir, dass Agenten schrittweise mehr Verantwortung übernehmen. Sie entwickeln sich von reinen
Ausführenden hin zu unterstützenden Entscheidungsinstanzen. Wir arbeiten täglich mit unterschiedlichen Formen digitaler Agenten, von automatisierten Datenanalysen über intelligente Assistenzsysteme
bis hin zu komplexeren Entscheidungsagenten, etwa in der Softwareentwicklung. Diese priorisieren Informationen, erkennen Muster, geben Empfehlungen oder unterstützen aktiv die
Qualitätssicherung.

Entscheidend für den erfolgreichen Einsatz ist, dass wir, ähnlich wie bei menschlichen Mitarbeitern, klare
Verantwortungsbereiche, Entscheidungsspielräume und Eskalationsmechanismen definieren. Das schafft Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Vertrauen.

Unsere Erfahrung zeigt sehr deutlich: Teams, die mit digitalen Kollegen zusammenarbeiten, sind nicht nur effizienter,
sondern auch zufriedener. Denn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich stärker auf jene Aufgaben konzentrieren, die den Unterschied machen: Kreativität, strategisches Denken und echte
Zusammenarbeit.

Den vollständigen Artikel hier lesen

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5 Kommentare ansehen

5 Kommentare

  1. Hans A. Müller am Februar 4, 2026 2:25 p.m.

    I’ve been following this closely. Good to see the latest updates.

    Antworten
    • Emma Schmidt am Februar 4, 2026 3:00 p.m.

      Good point. Watching closely.

      Antworten
  2. Karl Wagner am Februar 4, 2026 2:27 p.m.

    This is very helpful information. Appreciate the detailed analysis.

    Antworten
  3. Karl Schäfer am Februar 4, 2026 2:29 p.m.

    Interesting update on „KI-Agenten sind keine Tools – sie sind Kollegen“. Looking forward to seeing how this develops.

    Antworten
  4. Anna A. Fischer am Februar 4, 2026 2:32 p.m.

    Great insights on Fonds-News. Thanks for sharing!

    Antworten
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