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Startseite»News»Menschenrechtler: Mindestens 19 Tote bei Unruhen im Iran
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Menschenrechtler: Mindestens 19 Tote bei Unruhen im Iran

onvistaVon onvistavor 2 Monaten23 Kommentare6.1k Aufrufe
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TEHERAN/OSLO (dpa-AFX) – Bei den Unruhen im Iran sind nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 19 Demonstranten getötet worden. Hunderte weitere seien verletzt und festgenommen worden, teilte Iran Human Rights mit Sitz in Oslo in seinem jüngsten Bericht mit. Zudem sollen die Behörden zumindest in einigen Gebieten schwere Waffen eingesetzt haben, um Proteste niederzuschlagen.

Die iranische Regierung macht weiterhin keine Angaben zu den Unruhen und Opfern. Daher stützen sich aktuelle Angaben vor allem auf Berichte in den sozialen Medien sowie von Menschenrechtsaktivisten im Ausland. Diese Berichte können jedoch nicht unabhängig verifiziert werden.

Laut Augenzeugen kam es auch im Zentrum der Hauptstadt Teheran zu dramatischen Szenen. Demonstrierende ignorierten die Aufforderung der Polizei, den Ort unverzüglich zu verlassen. Daraufhin gingen die Beamten mit Schlagstöcken gegen die Menge vor, darunter viele junge Frauen. Einige Teilnehmer der Proteste wurden in Minibusse gezerrt und abtransportiert, andere suchten in nahegelegenen Geschäften Schutz vor Polizei- und Sicherheitskräften.

Journalisten ist es untersagt, direkt über die Proteste zu berichten, egal ob sie für iranische oder ausländische Medien arbeiten. Fotografen wurde unmissverständlich klargemacht, dass sie keine Aufnahmen machen dürfen – andernfalls droht ihnen ein Arbeitsverbot. Veröffentlichungen in iranischen Medien unterliegen der Zensur durch Behörden.

Die Unruhen erschüttern den Iran seit vergangenem Sonntag. Sie richten sich gegen die islamischen Machthaber des Landes. Zunächst protestierten die Menschen nur in Teheran gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung, doch schon bald entwickelten sich daraus landesweite politische Unruhen.

Neben der massiven Kritik an der gegenwärtigen Führung werden dabei auch Rufe nach einer Rückkehr der Monarchie laut, die durch die islamische Revolution 1979 gestürzt worden war./str/DP/he

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Die Onvista Media GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Von 2007 bis 2017 gehörte es zu Boursorama. Während dieser Zeit wurde die Onvista Bank gegründet. 2017 übernahm die Comdirect Bank sowohl Onvista Media als auch die Onvista Bank. Seit der Verschmelzung der Comdirect Bank auf die Commerzbank im November 2020 ist Onvista Media eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank, die bis Ende des Jahres 2025 eingestellt werden soll.

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23 Kommentare

  1. Hans Müller am Januar 6, 2026 4:28 p.m.

    Die Behauptung, dass die Regierung keine Angaben zu den Opfern macht, ist besonders besorgniserregend – das deutet auf eine mögliche Vertuschung hin, wie man sie bereits von anderen autoritären Regimen kennt.

    Antworten
    • Anna Becker am Januar 6, 2026 5:29 p.m.

      Genau, diese Informationskontrolle ist ein klassisches Zeichen für eine repressive Reaktion.

      Antworten
  2. Peter Schäfer am Januar 6, 2026 4:29 p.m.

    Die Tatsache, dass Journalisten das Berichten über die Proteste untersagt ist, wirft ernsthafte Fragen nach der Pressefreiheit im Iran auf. Wie sollen wir uns ein Bild von der Lage machen, wenn es keine unabhängigen Quellen gibt?

    Antworten
  3. Emma Weber am Januar 6, 2026 4:29 p.m.

    Die Auseinandersetzung mit der Wirtschaftspolitik als Auslöser dieser Proteste ist wichtig, aber die Forderung nach einer Rückkehr der Monarchie weist auf tiefgreifendere Unzufriedenheit hin.

    Antworten
  4. Lukas Meyer am Januar 6, 2026 4:29 p.m.

    19 Tote sind bereits eine erschreckende Zahl, aber angesichts der fehlenden offiziellen Bestätigungen befürchte ich, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen könnte. Iran Human Rights sollte weiter ermitteln.

    Antworten
  5. Hans Weber am Januar 6, 2026 4:30 p.m.

    Die Berichte über die Verhaftungswellen und die Behandlung der Demonstranten, insbesondere der jungen Frauen, sind zutiefst beunruhigend. Was geschieht mit den Festgenommenen?

    Antworten
    • Hans Hoffmann am Januar 6, 2026 5:05 p.m.

      Leider deutet die Geschichte darauf hin, dass sie mit langen Haftstrafen oder sogar Folter rechnen müssen.

      Antworten
  6. Jonas Meyer am Januar 6, 2026 4:30 p.m.

    Die Rufe nach einer Rückkehr der Monarchie sind überraschend, aber verständlich im Kontext der Enttäuschung über die islamische Republik. Die Revolution von 1979 scheint für viele keine Verbesserung gebracht zu haben.

    Antworten
  7. Laura Hoffmann am Januar 6, 2026 4:30 p.m.

    Die Betonung der jungen Frauen unter den Demonstranten, die von Schlagstöcken betroffen sind, zeigt, dass die Proteste besonders von der jüngeren Generation getragen werden.

    Antworten
  8. Laura Schäfer am Januar 6, 2026 4:31 p.m.

    Die Berichte über das Schleppen von Demonstranten in Minibusse klingt nach einer systematischen Einschüchterung durch die Sicherheitskräfte. Das ist inakzeptabel.

    Antworten
  9. Hans Müller am Januar 6, 2026 4:32 p.m.

    Die Entwicklung von anfänglichen Protesten gegen die Wirtschaftspolitik hin zu landesweiten politischen Unruhen zeigt, wie tief die Unzufriedenheit in der Bevölkerung wirklich ist.

    Antworten
    • Jonas Schäfer am Januar 6, 2026 4:39 p.m.

      Das stimmt, es ist mehr als nur eine Frage des Geldes.

      Antworten
  10. Peter Hoffmann am Januar 6, 2026 4:32 p.m.

    Allein die Tatsache, dass ‚Hunderte‘ verletzt und festgenommen wurden‘, zeigt das Ausmaß der Repression. Eine friedliche Demonstration sollte nicht zu solchen Konsequenzen führen.

    Antworten
  11. Laura Fischer am Januar 6, 2026 4:32 p.m.

    Die Beschreibung der Szenen, in denen Menschen Schutz in Geschäften suchen, malt ein lebhaftes Bild der Angst und Verzweiflung, die in Teheran herrschen muss.

    Antworten
  12. Hans Schäfer am Januar 6, 2026 4:32 p.m.

    Die Tatsache, dass Fotografen mit Arbeitsverboten bedroht werden, zeigt, wie weit die Regierung gehen will, um Informationen zu kontrollieren und die öffentliche Wahrnehmung zu manipulieren.

    Antworten
  13. Lukas Q. Schäfer am Januar 6, 2026 4:33 p.m.

    Ist bekannt, welche konkreten Wirtschaftspolitiken der Regierung die ursprünglichen Proteste ausgelöst haben? Die fehlende Information ist frustrierend.

    Antworten
  14. Lea Hoffmann am Januar 6, 2026 4:34 p.m.

    Es ist bemerkenswert, dass die Proteste seit vergangenem Sonntag andauern. Das zeigt den Mut und die Entschlossenheit der iranischen Bevölkerung, trotz der Repressionen für ihre Rechte einzutreten.

    Antworten
  15. Karl Hoffmann am Januar 6, 2026 4:37 p.m.

    Es ist schockierend zu hören, dass die Sicherheitskräfte offenbar auch schwere Waffen einsetzen, um Demonstranten niederzuschlagen. Das steht in keinem Verhältnis zu friedlichen Protesten.

    Antworten
  16. Mia Weber am Januar 6, 2026 4:38 p.m.

    Ich finde es gut, dass die Informationen von Iran Human Rights aus Oslo kommen, da dies eine gewisse Unabhängigkeit von der iranischen Regierung suggeriert, aber die fehlende unabhängige Verifizierung ist ein Schwachpunkt.

    Antworten
    • Jonas Schäfer am Januar 6, 2026 5:14 p.m.

      Das ist ein berechtigter Punkt. Es ist wichtig, kritisch zu bleiben, selbst bei Menschenrechtsorganisationen.

      Antworten
  17. Lea E. Müller am Januar 6, 2026 4:39 p.m.

    Die Erwähnung sozialer Medien als wichtige Informationsquelle ist entscheidend – wo sonst sollte man aktuellere Informationen herbekommen, wenn die offizielle Berichterstattung ausbleibt?

    Antworten
  18. Laura Müller am Januar 6, 2026 4:42 p.m.

    Die Zensur in iranischen Medien ist ein großes Problem. Wie können die Bürgerinnen und Bürger informiert sein und ihre Meinung bilden, wenn ihnen die Wahrheit vorenthalten wird?

    Antworten
  19. Anna Hoffmann am Januar 6, 2026 4:42 p.m.

    Die Tatsache, dass Augenzeugen von dramatischen Szenen im Zentrum Teherans berichten, verstärkt meine Sorge um die Sicherheit der Demonstranten. Sind die Sicherheitskräfte wirklich bereit, Gewalt gegen friedliche Proteste anzuwenden?

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