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- LVMH Moet Hennessy Louis Vuitton SE – WKN: 853292 – ISIN: FR0000121014 – Kurs: 585,100 € (XETRA)
Ausschlaggebend ist weniger eine Eintrübung des operativen Geschäfts als vielmehr die Bewertung, die sich seit dem Sommer 2025 deutlich ausgeweitet hat.
Nach Einschätzung der Bank wurde mehr als 90 % der jüngsten Kursbewegung durch ein Re-Rating getragen. Die Aktie notiert inzwischen am oberen Ende ihrer langfristigen Bewertungsbandbreite. Seit 2010 bewegte sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis in einer Spanne von 15,2 bis 35,7. In diesem Kontext sieht Morgan Stanley das Chance-Risiko-Profil inzwischen als ausgereizt an.
Gewinnschätzungen geraten unter Druck
Hinzu kommt ein vorsichtigerer Blick auf die Ertragsentwicklung. Morgan Stanley senkt die eigene Ergebnisschätzung für 2026 auf 23,6 EUR, nach zuvor 24 EUR. Damit liegt die Bank rund 2,6 % unter dem aktuellen Visible-Alpha-Konsens von 24,2 EUR. Aubin rechnet damit, dass sich der Marktkonsens in den kommenden Wochen eher nach unten als nach oben bewegen dürfte.
Belastend wirkt aus Analystensicht zudem das steuerliche Umfeld. Für 2025 kalkuliert Morgan Stanley weiterhin mit einer Steuerquote von 28,5 % und liegt damit nahe am Konsens. Gleichzeitig sieht Aubin eine signifikante Wahrscheinlichkeit, dass die im Jahr 2025 eingeführte außergewöhnliche Steuerzuschlagsregelung verlängert wird. In diesem Szenario würde die effektive Steuerquote auf 32,7 % steigen und den Nettogewinn zusätzlich belasten.
Bemerkenswert ist, dass Morgan Stanley die strategische Qualität und die Markenstärke von LVMH nicht infrage stellt. Der Abschlag ist klar bewertungsgetrieben. Nach der kräftigen Neubewertung seit 2025 fehlt aus Sicht der Analysten der kurzfristige Katalysator für weitere Kursgewinne, während die Risiken auf der Gewinnschätzungsseite zunehmen.
Fazit: Die Abstufung ist weniger ein Misstrauensvotum gegen LVMH als ein Signal an Investoren, dass sich der Bewertungsrahmen ausreichend nach oben verschoben hat. Die LVMH-Aktie ist damit fair bewertet und wird folgerichtig abgestuft. Ich sehe das ähnlich. Die Bewertung ist derzeit ausreichend hoch. Neueinsteiger warten auf Kurse um 550 EUR.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. EUR | 80,58 | 82,90 | 87,96 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 21,49 | 23,96 | 27,05 |
| KGV | 27 | 25 | 22 |
| Dividende je Aktie in EUR | 12,03 | 12,97 | 14,20 |
| Dividendenrendite | 2,04% | 2,20% | 2,41% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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16 Kommentare
Die erwarteten Umsätze von 87,96 Mrd. EUR für 2027 sind beeindruckend, aber reicht das Wachstum aus, um die hohen Erwartungen und die steigende Steuerquote zu rechtfertigen? Ich bin da skeptisch.
Die Prognose für 2025, dass die Steuerquote bei 28,5% liegen wird, scheint relativ sicher. Aber die Unsicherheit bezüglich der Verlängerung des Steuerzuschlags ist ein echter Stolperstein.
Ich finde es gut, dass Morgan Stanley die Bewertung als ausschlaggebenden Faktor für die Abstufung nennt und nicht die operative Geschäftsentwicklung. Das zeigt eine differenzierte Analyse.
Die Tatsache, dass die Aktie seit 2025 eine kräftige Neubewertung erfahren hat, ohne dass ein klarer Katalysator für weiteres Wachstum erkennbar ist, macht mich vorsichtig. Ich würde vorerst abwarten.
Die mögliche Verlängerung der Steuerzuschlagsregelung und der damit verbundene Anstieg der Steuerquote auf 32,7% sind ein erhebliches Risiko für den Nettogewinn. Wie wahrscheinlich schätzen andere Analysten diese Verlängerung ein?
Die Analysten sehen das Chance-Risiko-Profil als ausgereizt an. Das bedeutet doch, dass die Aufwärtspotenziale begrenzt sind und die Wahrscheinlichkeit eines Kursrückgangs steigt, oder?
Mich wundert, dass die strategische Qualität von LVMH nicht in Frage gestellt wird, obwohl die Analysten keinen kurzfristigen Kurskatalysator sehen. Könnte die starke Marke langfristig trotzdem für Wachstum sorgen, auch wenn die Bewertung aktuell hoch ist?
Ich bin neu in der LVMH-Aktie und überlege, einzusteigen. Die Abstufung durch Morgan Stanley macht mir aber Sorgen. Lohnt es sich trotzdem, auf langfristiges Wachstum zu setzen?
Ein KGV von 27, das am oberen Ende der Spanne von 15,2 bis 35,7 seit 2010 liegt, bestätigt die Bedenken hinsichtlich der aktuellen Bewertung. Ist ein Rücksetzer auf Kurse um 550 EUR realistisch, wie im Artikel angedeutet?
Die Senkung der Ergebnisschätzung für 2026 auf 23,6 EUR, verglichen mit dem Konsens von 24,2 EUR, deutet auf eine wachsende Unsicherheit bei Morgan Stanley bezüglich des zukünftigen Gewinns hin. Ist das ein realistisches Szenario, oder eher eine vorsichtige Positionierung?
Die Dividendenrendite steigt laut Prognose auf 2,41% im Jahr 2027. Ist das ein attraktiver Wert im Vergleich zu anderen Luxusgüteraktien, oder wird das durch die Risiken ausgeglichen?
Die Erwähnung des ‚Visible-Alpha-Konsens‘ ist interessant. Wo kann man diese Daten einsehen und wie zuverlässig sind sie?
Die Analysten betonen, dass die Abstufung nicht gegen LVMH als Unternehmen gerichtet ist, sondern gegen die Bewertung. Das ist ein wichtiger Unterschied und beruhigt mich etwas.
Das stimmt, es ist gut zu wissen, dass die fundamentale Stärke des Unternehmens anerkannt wird. Trotzdem sollte man die Risiken nicht unterschätzen.
Die Senkung der Gewinnprognose um 0,4 EUR mag gering erscheinen, aber in der Summe kann sich das auf den Aktienkurs auswirken. Wie stark wird dieser Effekt sein?
Die Aussage, dass über 90% der jüngsten Kursbewegung auf ein Re-Rating zurückzuführen sind, ist bemerkenswert. Das impliziert, dass der Aktienkurs stark von der Stimmung und weniger von fundamentalen Verbesserungen getrieben wurde.