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- MTU Aero Engines AG – WKN: A0D9PT – ISIN: DE000A0D9PT0 – Kurs: 373,200 € (XETRA)
Was für ein Jahresauftakt für die Aktie der MTU Aero Engines AG: Nachdem das Papier am 2. Januar mit plus 4,5 % aus dem Handel ging, klettert der Kurs am Montag im Vormittagshandel um weitere 1,5 %. Nicht zuletzt der Blick auf das Thema Rüstung dürfte hinter der anziehenden Nachfrage stehen. Denn das Unternehmen gehört zu den global führenden Playern im Triebwerksgeschäft, und das sowohl für zivile Jets als auch für militärische Maschinen. Die Überlegung lautet: Mit der zunehmenden Aufrüstung in Europa und weltweit könnte die Nachfrage im militärischen Segment weiter zulegen.
Fundamental solide, Bewertung ambitioniert
Dabei wirkt die MTU-Aktie mit einem KGV (2026e) von 21,3 durchaus ambitioniert bewertet, und auch die Dividendenrendite (2026e) von 1,2 % ist kein echtes Highlight. Dennoch bleiben Analysten überwiegend positiv gestimmt; das mittlere Kursziel liegt bei 413 EUR beim Rating „Aufstocken“.
Analysten liefern Rückenwind
Weitaus positiver zeigen sich die Aktienexperten von Jefferies, die MTU kürzlich erst auf „Buy“ gesetzt haben, verbunden mit einem Kursziel von 500 EUR: „In puncto Auslieferungen dürfte der Triebwerkshersteller Rückgänge bei Niederdruckturbinen für die Airbus-Familie mit Anstiegen bei den Triebwerksprogrammen für Boeings Großraumjets ausgeglichen haben“, so die Analysten im Rahmen einer Analyse vom vergangenen Freitag. Diese positiven Worte fanden in der Anlegergemeinde Gehör.
Charttechnik bestätigt den Aufwärtstrend
Zumal sich auch die Charttechnik von ihrer guten Seite zeigt. Im obigen Wochenchart ist die ansteigende 200-Tage-Linie gut erkennbar; diese hatte sich zuletzt als tragfähige Unterstützung erwiesen. Darauf lässt sich aufbauen. Mit der Impulsbewegung der Vorwoche gelang gleichsam ein Ausbruch aus einer mittelfristigen Abwärtstrendlinie, was aus charttechnischer Sicht ein zusätzliches Bullensignal darstellt.
Nun richtet sich der Blick der Aktionäre auf das Allzeithoch, welches im vergangenen Herbst bei rund 400 EUR markiert wurde. Dazwischen warten noch kleinere Widerstände um 380 EUR und 390 EUR. Andererseits gilt: Sollte es dem MACD-Indikator zeitnah gelingen, einen positiven Schnittpunkt zu generieren, dürfte dies weitere Käufe nach sich ziehen. Auf der Unterseite liegen die Supportlinien bei 370 EUR und 360 EUR.
Mein Fazit: Die Aktie der MTU Aero Engines AG überzeugt derzeit mit einer attraktiven Kombination aus positiver Nachrichtenlage, konstruktivem Chartbild und anziehender Dynamik. Gelingt der nachhaltige Ausbruch über den nächsten Widerstand um 380 EUR, rückt das Allzeithoch erneut in den Fokus. Auf der Unterseite bieten die Bereiche um 370 EUR und 360 EUR sinnvolle Unterstützungsmarken. Damit bleibt das Papier sowohl für trendfolgende Trader als auch für mittel- bis längerfristig orientierte Anleger interessant.
Strategien
Auf den beschriebenen Basiswert gibt es verschiedene Derivate, mit denen Du auf steigende oder fallende Kurse spekulieren kannst. Ich nenne Dir nachfolgend zwei Strategien:
Long (Spekulation auf steigende Kurse): Call Warrant (Optionsschein) – Basis: 350,00 EUR – Laufzeit bis: 15.12.2027 – Omega: 3,1 – ISIN: DE000HM042J1
Short (Spekulation auf fallende Kurse): Put Warrant (Optionsschein) – Basis: 400,00 EUR – Laufzeit bis: 18.06.2027 – Omega: 3,0 – ISIN: DE000DU0ZSW3
Das Team
Der Optionsscheine Expert Trader verfolgt regelmäßig die Kurse deutscher und internationaler Einzelwerte und Indizes und spricht bei Bedarf konkrete Kauf- und Verkaufsanregungen aus, die Leser des Optionsscheine Expert Trader unmittelbar umsetzen können. Damit wird ein transparentes Trading gewährleistet. Seit der ersten Ausgabe des Optionsscheine Expert Trader im Oktober 2019 weisen rund 82 % der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus. Hier findest Du Infos zum Produkt.
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23 Kommentare
Ich bin etwas besorgt über die Abhängigkeit von der Luftfahrtindustrie. Wie widerstandsfähig ist MTU gegenüber möglichen Krisen in diesem Sektor?
Die Kursentwicklung seit Jahresbeginn mit einem Plus von 4,5% am 2. Januar und 1,5% am Montag deutet auf eine starke Nachfrage hin. Was treibt diese Nachfrage an?
Ich bin neu bei MTU Aero Engines und frage mich, wie sich das Unternehmen im Vergleich zu seinen Wettbewerbern positioniert. Gibt es hier eine klare Stärke?
Die Erwähnung des Allzeithochs von rund 400 EUR im vergangenen Herbst macht neugierig. Wie weit ist der Kurs davon entfernt und welche Faktoren könnten ihn dorthin bringen?
Ich beobachte MTU schon länger und finde, dass das Unternehmen in den letzten Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen hat. Die aktuelle Situation scheint vielversprechend.
Ich finde es gut, dass der Artikel sowohl die positiven Aspekte (Analystenmeinung, Charttechnik) als auch die Risiken (ambitionierte Bewertung) beleuchtet. Das gibt ein ausgewogenes Bild.
Der Artikel erwähnt, dass Rückgänge bei Niederdruckturbinen für Airbus durch Anstiege bei Boeing-Triebwerksprogrammen ausgeglichen werden könnten. Wie stark ist MTU von diesen beiden Flugzeugherstellern abhängig?
Eine zu starke Abhängigkeit von einzelnen Kunden wäre natürlich ein Risiko, das man im Auge behalten sollte.
Die Aufrüstung in Europa und weltweit als potenzieller Treiber für die Nachfrage im militärischen Segment klingt plausibel, aber wie schnell kann MTU von dieser Entwicklung profitieren?
Die Unterstützung durch die Analysten von Jefferies mit einem Kursziel von 500 EUR ist ein starkes Signal. Aber wie zuverlässig sind solche Prognosen in der Realität?
Der Fokus auf das Allzeithoch bei rund 400 EUR ist verständlich, aber welche kurzfristigen Widerstände könnten den Aufstieg bremsen, bevor dieses Ziel erreicht wird?
Die Analyse deutet darauf hin, dass MTU sowohl für Trader als auch für langfristige Anleger interessant sein könnte. Welche Strategie ist Ihrer Meinung nach erfolgversprechender?
Die Supportlinien bei 370 EUR und 360 EUR sind wichtig zu beachten. Ich werde diese Bereiche im Auge behalten, um gegebenenfalls nachzukaufen.
Mich wundert, dass die Dividendenrendite für 2026e mit nur 1,2% angegeben wird, angesichts der soliden Fundamentaldaten des Unternehmens. Ist das typisch für die Branche, oder gibt es hier Verbesserungspotenzial?
Triebwerkshersteller investieren oft stark in Forschung und Entwicklung, was die Ausschüttungsquote beeinflussen kann.
Die Charttechnik scheint positiv zu sein, mit einer ansteigenden 200-Tage-Linie und dem Ausbruch aus einer Abwärtstrendlinie. Aber wie zuverlässig sind solche technischen Indikatoren wirklich?
Die Kombination aus Nachrichtenlage, Chartbild und Dynamik klingt vielversprechend. Dennoch bin ich vorsichtig, da die geopolitische Lage schnell umschlagen kann.
Die Analysten von Jefferies sehen ein Kursziel von 500 EUR, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem aktuellen Kurs von 373,200 EUR bedeutet – ist diese Einschätzung realistisch, oder wird hier zu optimistisch bewertet?
Das KGV von 21,3 für 2026e deutet darauf hin, dass die Aktie bereits einiges an zukünftigem Wachstum einkalkuliert hat, was die 500 EUR in Frage stellt.
Ich finde es gut, dass der Artikel die potenziellen Auswirkungen der Aufrüstung in Europa hervorhebt. Das ist ein wichtiger Faktor, der oft übersehen wird.
Die Tatsache, dass MTU sowohl zivile als auch militärische Triebwerke herstellt, könnte ein Vorteil sein, um konjunkturelle Schwankungen auszugleichen.
Die Erwähnung von Derivaten auf den Basiswert ist interessant. Welche Arten von Derivaten sind besonders geeignet, um auf steigende oder fallende Kurse zu setzen?
Ein positiver Schnittpunkt des MACD-Indikators könnte weitere Käufe auslösen, aber wie zeitnah ist ‚zeitnah‘? Gibt es hier einen konkreten Zeitrahmen?