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Um Starlink zu nutzen, braucht man spezielle Antennen und Empfangsgeräte. Sie sind im Iran verboten, werden aber dennoch ins Land geschmuggelt. Nach früheren Schätzungen könnten sich etwa 20.000 der Terminals im Land befinden. Die Gruppe Holistic Resilience, die für Internet-Zugänge im Iran sorgen will, geht inzwischen sogar von mehr als 50.000 Geräten aus, wie ihr Chef Ahmad Ahmadian Bloomberg sagte.
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Schwerer zu blockieren
Die kompakten Terminals kommunizieren direkt mit Starlink-Satelliten, was sie unabhängiger von Maßnahmen von Regierungen macht. Iranischen Behörden gelang es aber Medienberichten zufolge bereits, den Starlink-Empfang teilweise zu stören.
Starlink-Systeme werden auch von der ukrainischen Armee eingesetzt. Sie waren besonders wichtig zu Beginn des Krieges, nachdem die russischen Angreifer herkömmliche Telekommunikations-Infrastruktur zerstört hatten. Starlink stellte die Geräte dabei zunächst selbst zur Verfügung, inzwischen gibt es einen Vertrag mit dem Pentagon für die Versorgung der Ukraine.
Bis dahin konnte Musk über die Verwendung von Starlink bestimmen. So sagte der Tech-Milliardär seinem Biografen Walter Isaacson, dass er sich geweigert habe, auf Bitten der Ukraine die Starlink-Versorgung in der Nähe der von Russland besetzten Halbinsel Krim freizuschalten, und damit einen Angriff auf russische Truppen verhindert habe./so/DP/nas
Quelle: dpa-AFX
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14 Kommentare
Ich frage mich, ob die iranische Regierung versuchen wird, eigene Satellitenkommunikationssysteme zu entwickeln, um die Abhängigkeit von Starlink zu verringern.
Es ist lobenswert, dass SpaceX den Dienst kostenlos zur Verfügung stellt, aber die Tatsache, dass die iranischen Behörden den Empfang bereits stören können, wirft Fragen nach der langfristigen Wirksamkeit auf.
Es ist interessant, dass SpaceX zuerst die Geräte selbst zur Verfügung gestellt hat und dann einen Vertrag mit dem Pentagon geschlossen hat. Wie hat sich die Strategie geändert?
Die Tatsache, dass Starlink direkt mit den Satelliten kommuniziert, macht es schwerer zu blockieren, aber offenbar nicht unmöglich. Welche technischen Gegenmaßnahmen könnten ergriffen werden?
Die Schätzung von Holistic Resilience, dass sich über 50.000 Starlink-Terminals im Iran befinden, ist erstaunlich hoch, angesichts des Importverbots – wie genau gelingt dieser Schmuggel in diesem Ausmaß?
Die Information, dass SpaceX zunächst keine offiziellen Angaben gemacht hat, deutet auf eine gewisse Sensibilität bei der Aktion hin. Warum diese Zurückhaltung?
Angesichts der landesweiten Proteste im Iran ist der Zugang zu Informationen entscheidend. Starlink könnte hier eine wichtige Rolle spielen, auch wenn es nur teilweise verfügbar ist.
Musks Entscheidung, die Aktivierung in der Nähe der Krim zu verweigern, ist kontrovers. War das verantwortungsvolles Handeln oder eine unnötige Einmischung in einen militärischen Konflikt?
Die Abhängigkeit von speziellen Antennen und Empfangsgeräten ist ein großes Hindernis. Könnte SpaceX hier langfristig eine Lösung anbieten, um den Zugang zu erleichtern?
Die Entscheidung Musks, die Krim-Aktivierung zu blockieren, erinnert an die Verantwortung, die mit der Kontrolle über eine so mächtige Technologie einhergeht. Es ist gut, dass er diese Bedenken offenbar ernst nimmt.
20.000 Terminals waren die ursprüngliche Schätzung, jetzt sprechen wir von über 50.000. Das zeigt, wie groß der Bedarf an unabhängiger Kommunikation im Iran ist.
Die Parallele zur Nutzung von Starlink durch die ukrainische Armee nach der Zerstörung der Telekommunikationsinfrastruktur durch Russland ist bezeichnend. Zeigt das, wie wichtig diese Technologie in Konfliktsituationen sein kann?
Die Störung des Starlink-Empfangs durch iranische Behörden ist besorgniserregend. Das zeigt, dass auch diese Technologie nicht völlig immun gegen staatliche Kontrolle ist.
Das stimmt. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Technologie und Zensur. SpaceX muss ständig neue Wege finden, um die Störungen zu umgehen.