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PALM BEACH/TEL AVIV (dpa-AFX) – Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Auszeichnung von US-Präsident Donald Trump mit dem Israel-Preis angekündigt. Netanjahu sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump in Florida, Trump habe „viele Konventionen gebrochen“. Dann hätten Menschen zu ihrer Überraschung aber doch gemerkt, „vielleicht hatte er nach allem doch recht“.
Daher werde auch Israel eine Konvention brechen und Trump mit einem Preis auszeichnen, der noch nie an einen Menschen ohne israelische Staatsangehörigkeit verliehen worden sei. Dies habe der israelische Erziehungsminister Joav Kisch während des Mittagessens telefonisch mitgeteilt.
Trump solle mit dem Preis für „seine herausragenden Verdienste“ für Israel und das jüdische Volk ausgezeichnet werden. Dies sei das „überwältigende Gefühl der Israelis über das gesamte Spektrum hinweg“. Der Israel-Preis ist die höchste Auszeichnung des Landes./le/DP/he
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19 Kommentare
Es ist doch auffällig, dass Netanjahu diese Ankündigung gerade *während* einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump macht – ein klarer Versuch der Schmeichelei?
Die Formulierung „seine herausragenden Verdienste“ ist sehr vage. Welche konkreten Taten von Trump rechtfertigen diese Auszeichnung aus israelischer Sicht?
Die Tatsache, dass die dpa-AFX die Nachricht übermittelt, zeigt die internationale Bedeutung dieser Entscheidung.
Es wäre hilfreich zu wissen, welche anderen Personen in der israelischen Regierung diese Auszeichnung unterstützen, oder ob es interne Widerstände gibt.
Es ist bemerkenswert, dass Netanjahu betont, Trump habe „viele Konventionen gebrochen“. Welche konkreten Konventionen meint er damit, und wie recht hatte Trump seiner Meinung nach wirklich?
Die Betonung, dass die Menschen „zu ihrer Überraschung…vielleicht recht hatte“ ist eine interessante psychologische Wendung in Netanjahus Argumentation.
Netanjahu scheint ein großes Interesse daran zu haben, die Beziehung zu Trump zu pflegen, selbst nach Trumps Ausscheiden aus dem Amt.
Ich bin mir nicht sicher, ob ein Preis die beste Art ist, um Dankbarkeit auszudrücken. Vielleicht wären konkrete Projekte oder Initiativen sinnvoller gewesen.
Dass der Israel-Preis erstmals an eine Person ohne israelische Staatsbürgerschaft verliehen wird, ist eine deutliche Abweichung von der Tradition und wirft Fragen nach den Kriterien auf.
Genau, es ist eine symbolische Geste, aber die Frage ist, ob sie die eigentliche Bedeutung des Preises verwässert.
Die Tatsache, dass Erziehungsminister Kisch die Entscheidung während des Mittagessens telefonisch mitteilte, wirkt etwas unprofessionell für eine so wichtige Auszeichnung.
Es bleibt abzuwarten, welche langfristigen Auswirkungen diese Preisverleihung auf die israelisch-amerikanischen Beziehungen haben wird.
Ich finde es gut, dass Israel seine Wertschätzung für Trumps Politik zeigt, wenn man bedenkt, wie er sich für das Land eingesetzt hat.
Das stimmt, die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem war ein bedeutender Schritt, der von vielen Israelis positiv bewertet wurde.
Ich bin gespannt, wie die internationale Gemeinschaft auf diese Entscheidung reagieren wird, insbesondere angesichts der umstrittenen Politik Trumps.
Die Aussage, dass das „überwältigende Gefühl der Israelis“ hinter dieser Auszeichnung stehe, erscheint mir doch etwas übertrieben – gibt es Umfragen oder andere Belege dafür?
Ich frage mich, ob diese Entscheidung Netanjahus nicht eher innenpolitisch motiviert ist, um seine eigene Position zu stärken, als eine tatsächliche Anerkennung von Trumps Leistungen.
Die Entscheidung, Trump auszuzeichnen, könnte die ohnehin schon polarisierte politische Landschaft in Israel weiter spalten.
Es ist interessant zu sehen, wie die Beziehungen zwischen Israel und den USA unter Trump neu definiert wurden, und diese Preisverleihung scheint ein weiterer Schritt in dieser Richtung zu sein.