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Netflix schockiert Anleger mit dem Stopp seines Aktienrückkaufs und einer milliardenschweren Barübernahme von Warner Bros. Discovery. Trotz solider Quartalszahlen reagiert die Börse mit einem deutlichen Kursrutsch.
Die Netflix-Aktie geriet nach Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal 2025 kräftig unter Druck und verlor rund sieben Prozent. Das Unternehmen kündigte an, sein Aktienrückkaufprogramm vorerst auszusetzen, um die finanzielle Stabilität während der Übernahme von Warner Bros. Discovery zu sichern. Diese Entscheidung sorgte bei Investoren für erhebliche Unruhe.
Im Rahmen der Transaktion mit Warner Bros. Discovery änderte Netflix die Konditionen des Deals: Statt einer Mischung aus Bargeld und Aktien wird die Übernahme nun vollständig in bar abgewickelt. Der Kaufpreis liegt bei 27,75 US-Dollar je Warner-Bros.-Aktie. Damit erhöht Netflix kurzfristig seinen Kapitalbedarf erheblich.
Operativ konnte der Streaming-Riese im vierten Quartal 2025 mit einem Umsatz von 12,05 Milliarden US-Dollar die Markterwartungen leicht übertreffen. Auch beim Gewinn je Aktie lag Netflix mit 0,56 US-Dollar knapp über den Prognosen. Dennoch überlagern die strategischen und finanziellen Weichenstellungen die guten Quartalszahlen und belasten das Vertrauen der Anleger.
Technische Analyse der Netflix-Aktie von index-radar.de
HotStocks von index-radar.de
Der Streaming-Anbieter hat in den vergangenen zwölf Monaten die Erwartungen vieler Anleger enttäuscht: Nach einem furiosen Zwischenspurt im Sommer, als der Kurs bis auf 130 Dollar kletterte, folgte ein scharfer Kursrutsch, der die Aktie bis heute auf 87 Dollar zurückwarf. Während der Nasdaq 100 auf Jahressicht mit knapp 23 Prozent glänzte, blieb für den US-Unterhaltungsriesen nur ein mageres Plus von gut 5 Prozent – ein klarer Beleg für den anhaltenden Abwärtstrend und den zunehmenden Verkaufsdruck der vergangenen Monate.
Der Kurs notiert aktuell rund 21 Prozent unter seiner 200-Tage-Durchschnittslinie, die selbst deutlich nach unten zeigt – ein technisches Warnsignal, das den Abwärtstrend unterstreicht. Unsere Daten belegen, dass in den letzten Monaten weder eine nachhaltige Stabilisierung noch eine Trendwende gelang. Die Distanz zur Durchschnittslinie war zwischenzeitlich noch größer, doch von einer Erholung ist bisher keine Spur.
Unsere Modelle zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Streaming-Anbieter in den kommenden vier Wochen zwischen 80 und 96 Dollar pendeln wird, mit einer leicht negativen Prognose von knapp 2 Prozent gegenüber heute. Ein Ausbruch nach oben erscheint wenig wahrscheinlich, während das Risiko weiterer Rücksetzer im aktuellen Marktumfeld dominiert. Die nächsten Wochen bleiben für Netflix-Anleger ein Stresstest – nüchtern betrachtet, ist der Weg des geringsten Widerstands weiterhin abwärts.

HotStocks von index-radar.de
Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen („Prognose-Ränder“) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.
Capped-Bonus-Zertifikat als Investment-Idee von index-radar.de
Renditechance von 28,8 Prozent pro Jahr!
Während Anleger mit der Netflix-Aktie – Dividendenzahlungen außen vor gelassen – nur dann Gewinne erzielen, wenn der Kurs steigt, bieten Capped-Bonus-Zertifikate wie die WKN UN2F51 zusätzliche Ertragschancen. Sie ermöglichen attraktive Renditen auch dann, wenn der Kurs seitwärts verläuft oder moderat fällt. Das Capped-Bonus-Zertifikat ist währungsgesichert (Quanto). Ein Wechselkursrisiko besteht somit nicht.
So funktioniert es
Solange die Netflix-Aktie bis zum Bewertungstag (18. September 2026) nicht die festgelegte Barriere bei 65 US-Dollar berührt oder unterschreitet, erhalten Anleger nach dem Ende der Laufzeit den Bonusbetrag von 100 Euro je Zertifikat zurück. Der aktuelle Einstiegskurs liegt bei 84,7 Euro.
Steigt die Netflix-Aktie, profitiert in der Regel auch das Zertifikat. Je näher der Kurs an den maximalen Auszahlungsbetrag heranrückt, desto stärker reduziert sich das verbleibende Bonuspotenzial. Anleger können daher – je nach Marktlage – auch vor Laufzeitende Gewinne realisieren.
Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar, sodass ein Verkauf jederzeit möglich ist, zum Beispiel, wenn der Großteil des Bonus bereits erreicht wurde.
Die Gewinnchancen im Überblick
Beim Kauf zu 84,7 Euro ergibt sich bis zur Fälligkeit im September 2026 ein möglicher Gewinn von 18,1 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Rendite von rund 28,8 Prozent – auch dann, wenn die Aktie lediglich auf dem aktuellen Niveau bleibt.
Darauf sollten Anleger achten
Wird die um 21,1 Prozent tiefer liegende Barriere von 65 US-Dollar während der Laufzeit berührt oder unterschritten, entfällt der Bonusmechanismus. Das Zertifikat verhält sich dann wie die Netflix-Aktie selbst – Gewinne oder Verluste hängen vom tatsächlichen Aktienkurs am Laufzeitende ab. Liegt dieser unter dem heutigen Niveau, müssen Anleger mit Einbußen rechnen.
Von index-radar.de
Das Original zu diesem Beitrag „Netflix-Aktie stürzt nach überraschender Strategieänderung ab – Renditechance von 28,8 % p.a.“ stammt von Index Radar.
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17 Kommentare
Die Tatsache, dass Netflix im Sommer noch einen Kurs von 130 Dollar erreichte und nun bei 87 Dollar steht, zeigt, wie schnell sich die Stimmung an der Börse ändern kann. Was hat zu diesem dramatischen Rückgang geführt?
Ich finde es gut, dass Netflix versucht, durch die Übernahme von Warner Bros. Discovery sein Angebot zu erweitern und sich im Streaming-Markt zu behaupten. Aber die Umsetzung wird entscheidend sein.
Trotz des Kursrutschs von rund sieben Prozent nach der Quartalsvorlage, hat Netflix den Umsatz im vierten Quartal 2025 mit 12,05 Milliarden US-Dollar leicht übertroffen. Ist das ein Zeichen dafür, dass die Fundamentaldaten des Unternehmens noch solide sind, oder wird die Übernahme alles überschatten?
Die Tatsache, dass die Netflix-Aktie in den letzten zwölf Monaten ’nur‘ um gut 5 Prozent gestiegen ist, im Vergleich zu den fast 23 Prozent des Nasdaq 100, ist ein deutliches Warnsignal. Es zeigt, dass das Wachstumstempo nachlässt.
Ich bin gespannt, wie Netflix die Herausforderung meistert, die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu finanzieren und gleichzeitig in neue Inhalte zu investieren. Das ist eine Mammutaufgabe.
Die Analyse von index-radar.de deutet auf einen ‚Stresstest‘ für Netflix-Anleger hin. Angesichts der aktuellen Lage und der negativen Prognose scheint das eine sehr treffende Einschätzung zu sein.
Die Prognose von HotStocks, dass die Aktie in den nächsten vier Wochen zwischen 80 und 96 Dollar pendeln wird, klingt wenig ermutigend. Ein Ausbruch nach oben scheint unwahrscheinlich, was die Situation für Anleger zusätzlich verschärft.
Die Prognose von knapp 2 Prozent Minus gegenüber dem heutigen Kurs klingt zwar nicht nach einem Weltuntergang, aber in einem Bullenmarkt ist das definitiv enttäuschend. Netflix muss dringend wieder für positive Überraschungen sorgen.
Ich bin überrascht, dass Netflix die Übernahme nun komplett in bar bezahlen will, nachdem ursprünglich eine Mischung aus Bargeld und Aktien geplant war. Das erhöht den Kapitalbedarf erheblich – wie genau wollen sie das stemmen, ohne andere Bereiche zu vernachlässigen?
Die Entscheidung, den Aktienrückkauf zu stoppen, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery zu finanzieren, scheint riskant, besonders angesichts des bereits bestehenden Abwärtstrends der Aktie. Wird das Unternehmen wirklich genügend finanzielle Stabilität haben, um beides zu bewältigen?
Die Entscheidung, den Aktienrückkauf auszusetzen, ist verständlich angesichts der finanziellen Herausforderungen, aber es ist auch ein Zeichen dafür, dass Netflix selbst nicht mehr so viel Vertrauen in seine eigene Aktie hat. Das ist ein schlechtes Signal.
Ich habe selbst Netflix-Aktien und bin jetzt ziemlich nervös. Die Kombination aus dem Übernahmepreis und dem gestoppten Rückkaufprogramm lässt mich befürchten, dass es in den nächsten Monaten noch weiter abwärts gehen könnte.
Die Distanz zur 200-Tage-Durchschnittslinie war offenbar noch größer, bevor sie sich leicht verringerte. Das bedeutet aber noch lange keine Trendwende, sondern eher eine kurzfristige Atempause.
Ich bin skeptisch, ob die Übernahme von Warner Bros. Discovery wirklich die richtige Strategie für Netflix ist. Wird es gelingen, die beiden Unternehmen erfolgreich zu integrieren und Mehrwert für die Kunden zu schaffen?
Es ist interessant, dass Netflix trotz der Übernahme noch immer einen Gewinn je Aktie von 0,56 US-Dollar erzielen konnte. Das zeigt, dass das Kerngeschäft weiterhin profitabel ist, aber reicht das aus, um die Investoren zu beruhigen?
Ich frage mich, ob die Anleger über die langfristigen Synergien zwischen Netflix und Warner Bros. Discovery hinwegsehen, oder ob die kurzfristigen finanziellen Belastungen einfach zu groß sind. Die 27,75 US-Dollar pro Aktie erscheinen auf den ersten Blick fair.
Mich beunruhigt, dass die Aktie aktuell 21 Prozent unter ihrer 200-Tage-Durchschnittslinie notiert und diese Linie selbst nach unten zeigt. Das ist doch eine klare technische Indikation für einen anhaltenden Abwärtstrend, oder?