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CEOTRONICS wird Ende Januar über die H1-Entwicklung im Geschäftsjahr 2025/26 berichten, nachdem bereits am 1. Dezember die vorläufigen Zahlen für Umsatz und Auftragseingang veröffentlicht wurden. Die Ergebnisse sollten in Folge des signifikanten Top Line-Wachstums bei anhaltender Kostendisziplin eine deutliche Margensteigerung zeigen.
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SmG-Auslieferung als positiver Treiber der Geschäftsentwicklung: CEOTRONICS konnte die Erlösdynamik im ersten Halbjahr (Umsatz: 34,2 Mio. EUR) aufgrund der Auslieferung des 2. SmG-Loses weiter aufrecht erhalten und den Umsatz signifikant steigern (+62,1%), wie wir im Comment vom 03.12.2025 erläuterten. Die positive Top Line-Entwicklung dürfte sich aufgrund der vergleichsweise geringeren Wertschöpfungstiefe im Produktionsprozess überproportional im Ergebnis widerspiegeln. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr 2024/25 hatte CEOTRONICS bewiesen, dass die signifikante Steigerung der Erlöse (+88,3%) nur mit einem geringen Wachstum der Mitarbeiterzahl (+4,7%) und dementsprechend verbesserten Kostenquoten für F&E (-3,3PP yoy), Vertrieb (-6,6PP yoy) und Verwaltung (-2,7PP yoy) einhergingen. Wir erwarten dementsprechend eine Fortsetzung dieser Tendenz und gehen in etwa von einer Vervierfachung des EBITs und Nettoergebnisses für H1 25/26 aus.
Drittes SmG-Los über 50k Stück erteilt: CEOTRONICS hat aus dem bis 2030 laufenden Rahmenvertrag ‚SmG“ den dritten Losabruf aus dem optionalen Volumen erhalten. Der Auftrag umfasst 50.000 MultiPTT sowie ergänzende Komponenten (u. a. Transporttaschen und Anschlusskabel) und umfasst ein Volumen von rund 47 Mio. EUR, welche zudem den Auftragsbestand erhöhen, da sie trotz Rahmenvertrag bisher nicht erfasst wurden. Der Abruf hatte sich mehrfach verzögert, wurde jedoch Mitte Dezember final erteilt. Gemäß aktueller Planung erfolgt die Auslieferung der beauftragten Gesamtmenge in Unterlosen in den Geschäftsjahren 2026/27 und 2027/28. Wir gehen davon aus, dass rund 35.000 Systeme im GJ 2026/27 und die verbleibenden ca. 15.000 Systeme im GJ 2027/28 umsatzwirksam werden. Der Abruf erhöht die Visibilität für Umsatz- und Ergebnisentwicklung der kommenden Jahre und fällt insbesondere in GJ 26/27 etwas höher aus als von uns erwartet, sodass wir unsere Prognosen für die kommenden Jahre leicht erhöhen. Sollte das 4. Los bereits im aktuellen Kalenderjahr beschlossen werden, dürfte dieses zudem ebenfalls noch teilweise im GJ 27/28 ausgeliefert werden, sodass wir auch für das Jahr weiteres Top Line-Wachstum erwarten.
Fazit: CEOTRONICS dürfte hervorragende Zahlen für das erste Halbjahr 2025/26 vorgelegen, die wie bereits in H2 24/25 eine überproportionale Steigerung der Bottom Line widerspiegeln. Mit der Erteilung des 3. Loses dürfte zudem Unsicherheit aus der Entwicklung gewichen sein. Wir sehen die Aktie insbesondere im Branchenvergleich als unterbewertet an (EV/EBIT 26/27e: 8,6) und bekräftigen unsere Kaufempfehlung mit einem erhöhten Kursziel von 17,00 EUR (zuvor: 15,00 EUR).
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19 Kommentare
Die Prognose einer Vervierfachung des EBITs ist sehr optimistisch. Welche Annahmen liegen dieser Prognose zugrunde, und wie sensibel ist sie gegenüber Veränderungen in den Rahmenbedingungen?
Die Erwähnung der Transporttaschen und Anschlusskabel als Teil des Auftrags zeigt, dass CEOTRONICS nicht nur die Hardware liefert, sondern auch auf Zubehör und ergänzende Produkte setzt.
Das ist ein guter Punkt. Ein umfassendes Angebot kann die Kundenbindung erhöhen und zusätzliche Umsatzquellen erschließen.
Die Erhöhung des Auftragsbestands durch das dritte SmG-Los ist erfreulich, aber wie sieht die aktuelle Auslastung der Produktionskapazitäten aus und wie schnell kann CEOTRONICS auf weitere Aufträge reagieren?
Die Auslieferung des dritten SmG-Loses über 50.000 MultiPTT-Systeme bis 2028 erhöht die Planungssicherheit, aber sind die Produktionskapazitäten überhaupt ausreichend, um diese Menge termingerecht zu liefern?
Die Abhängigkeit von dem ‚SmG‘-Rahmenvertrag birgt Risiken. Was passiert, wenn dieser Vertrag nicht verlängert wird oder die Nachfrage nach MultiPTT-Systemen sinkt?
Ich frage mich, ob die leichte Erhöhung der Prognosen durch den Abruf des dritten Loses ausreichend ist, um die Aktie wirklich als ‚unterbewertet‘ zu bezeichnen. Eine detailliertere Analyse der Risiken wäre wünschenswert.
Ein EV/EBIT von 8,6 ist im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche niedrig. Welche Faktoren könnten diese Unterbewertung erklären, und wann ist mit einer Korrektur zu rechnen?
Die Information, dass die Auslieferung des dritten Loses in Unterlosen erfolgt, ist interessant. Könnte dies ein Hinweis auf eine flexible Produktionsplanung sein, um auf mögliche Änderungen reagieren zu können?
Die Tatsache, dass CEOTRONICS im Geschäftsjahr 2024/25 die Erlöse um 88,3% steigern konnte, während die Mitarbeiterzahl nur um 4,7% wuchs, deutet auf eine sehr effiziente Unternehmensführung hin.
Ein EV/EBIT von 8,6 für 2026/27 klingt im Branchenvergleich tatsächlich attraktiv, aber wie sieht die Wettbewerbssituation genau aus? Welche anderen Unternehmen sind hier vergleichbar?
Die Tatsache, dass der Abruf des dritten Loses sich mehrfach verzögert hat, wirft Fragen nach der Zuverlässigkeit der Planungsprozesse auf. Wurden hierfür Ursachen identifiziert und Maßnahmen ergriffen?
Die Fokussierung auf den Rahmenvertrag ‚SmG‘ scheint sich auszuzahlen. Wie diversifiziert ist CEOTRONICS aber insgesamt, und welche anderen Produktlinien tragen zum Umsatz bei?
Ich bin kein Finanzexperte, aber ein Umsatzanstieg von 62,1% in Kombination mit einer Kostendisziplin klingt nach einer soliden Grundlage für zukünftiges Wachstum. Ich werde die Entwicklung beobachten.
Die Reduzierung der Kostenquoten für F&E, Vertrieb und Verwaltung um insgesamt fast 12 Prozentpunkte im letzten Geschäftsjahr ist ein starkes Signal für die Effizienzsteigerung bei CEOTRONICS.
Die Erhöhung des Auftragseingangs um 62,1% im ersten Halbjahr ist beeindruckend, aber wie nachhaltig ist dieser Anstieg wirklich, wenn man bedenkt, dass das SmG-Los erst jetzt final bestätigt wurde und Verzögerungen vorlagen?
Die Erwähnung, dass ein vierter Los bereits im aktuellen Kalenderjahr beschlossen werden könnte und teilweise im GJ 27/28 ausgeliefert würde, ist ein positiver Ausblick, aber wie wahrscheinlich ist das wirklich?
Die Verbesserung der Kostenquoten ist bemerkenswert, aber wie nachhaltig ist dieser Trend? Werden diese Verbesserungen auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden können?
Ich bin gespannt, ob sich die prognostizierte Vervierfachung von EBIT und Nettoergebnis für H1 25/26 tatsächlich realisiert, insbesondere angesichts der vergleichsweise geringen Wertschöpfungstiefe in der Produktion.