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- Clearwater Analytics Holdings – ISIN: US1851231068 – Kurs: 22,250 $ (NYSE)
Damit wird das Unternehmen mit rund 7 Mrd. USD bewertet. Gegenüber dem Kurs vor Bekanntwerden erster Übernahmegespräche Anfang November entspricht dies einem Aufschlag von 47 %. Zum letzten Börsenschluss ergibt sich noch eine Prämie von rund 10 %.
Rückzug in vertraute Hände
Die Transaktion soll laut Bloomberg im ersten Halbjahr 2026 abgeschlossen werden. Bis zum 23. Januar hat Clearwater im Rahmen einer sogenannten Go-Shop-Phase die Möglichkeit, konkurrierende Angebote zu prüfen. Neben Permira und Warburg beteiligt sich auch der singapurische Staatsfonds Temasek Holdings Pte, unterstützt von Francisco Partners.
Für Permira und Warburg ist der Deal eine Rückkehr zu einem bekannten Investment. Beide Häuser hatten Clearwater 2021 an die Börse gebracht. Seitdem blieb die Kursentwicklung hinter den Erwartungen zurück.
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Dabei präsentiert sich das operative Geschäft dynamisch. Clearwater, 2004 gegründet und mit Sitz in Boise im US-Bundesstaat Idaho, bietet Softwarelösungen für Investment- und Rechnungswesenprozesse in der Finanzindustrie. Im dritten Quartal steigerte das Unternehmen den Umsatz um 77 % auf 205 Mio. USD. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 84 % auf rund 71 Mio. USD zu.
Zusätzlichen Schub brachte die Übernahme von Enfusion Inc. im April, die mit rund 1,5 Mrd. USD bewertet wurde und das Angebot für Asset Manager und Hedgefonds erweiterte. Gleichwohl blieb die Fantasie der Investoren begrenzt. Zuletzt hatte der aktivistische Investor Starboard Value knapp 5 % der Anteile übernommen und einen strukturierten Verkaufsprozess eingefordert.
Clearwater Analytics ist ein Beispiel für einen schnell wachsenden Softwareanbieter, dessen operative Entwicklung an der Börse nicht angemessen abgebildet wurde. Die Zahlen sind überzeugend, das Geschäftsmodell skalierbar. Der Kaufpreis ist ambitioniert, eröffnet den Investoren jedoch die Chance, jenseits des öffentlichen Marktes weiteres Potenzial zu heben.
Fazit: Clearwater wurde 2021 auf dem Höhepunkt des Börsenhypes an den Markt gebracht und damals zu einer extrem hohen Bewertung platziert. Seitdem hat das Unternehmen Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert und operativ erheblich an Substanz gewonnen. Dennoch erfolgt der Rückkauf nun in etwa zu jener Bewertung, zu der die Aktie einst ausgegeben wurde. Für Anleger ist dies eine nüchterne Erinnerung daran, dass langfristiger Unternehmenserfolg nicht vor Bewertungsrisiken schützt und der Einstiegspreis entscheidend bleibt.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 730,62 | 945,00 | 1,17 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 0,55 | 0,70 | 0,90 |
| KGV | 40 | 32 | 25 |
| Dividende je Aktie in USD | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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26 Kommentare
Die Softwarelösungen für Investment- und Rechnungswesenprozesse klingen vielversprechend. Inwieweit ist Clearwater Analytics von der Konkurrenz abgesetzt?
Die Tatsache, dass der Rückkauf zu einer ähnlichen Bewertung wie bei der Emission erfolgt, deutet darauf hin, dass der Markt die anfängliche Bewertung von 2021 überzogen hatte.
Das ist ein guter Punkt. Es zeigt, wie wichtig es ist, nicht von kurzfristigen Hypes mitreißen zu lassen.
77% Umsatzsteigerung und 84% Wachstum beim bereinigten operativen Ergebnis sind beeindruckende Zahlen. Warum reichte das nicht aus, um die Investoren langfristig zu überzeugen?
Die Bewertung von 7 Milliarden USD erscheint angesichts des Umsatzwachstums von 77% im dritten Quartal durchaus gerechtfertigt, aber ist der Aufschlag von 47% gegenüber dem Kurs vor den Übernahmegesprächen wirklich nachhaltig?
Die Go-Shop-Phase bis zum 23. Januar ist entscheidend. Wird ein besseres Angebot aufkommen, oder ist das aktuelle Angebot bereits das Maximum, das für Clearwater erreichbar ist?
Clearwater Analytics wurde 2004 gegründet – das Unternehmen hat also eine gewisse Erfolgsgeschichte vorzuweisen. Wird diese Kontinuität auch unter neuer Führung erhalten bleiben?
Die Go-Shop-Phase ist eine gute Möglichkeit für Clearwater, sicherzustellen, dass sie den bestmöglichen Preis erzielen. Ich hoffe, es kommen konkurrierende Angebote.
Ich bin gespannt, wie sich die Beteiligung von Temasek Holdings auf die globale Expansion von Clearwater Analytics auswirken wird. Singapur ist ein wichtiger Finanzplatz.
Die Rückkehr zu einer Bewertung, die der ursprünglichen Emission von 2021 entspricht, ist eine interessante Wendung. Es scheint, als hätte der Markt die anfängliche Euphorie korrigiert.
Es ist schade, dass die Investoren die operative Entwicklung von Clearwater Analytics an der Börse nicht angemessen gewürdigt haben. Das Unternehmen hat viel Potenzial.
Die Übernahme von Enfusion Inc. für 1,5 Milliarden USD im April scheint strategisch sinnvoll gewesen zu sein, um das Angebot zu erweitern. Hat diese Akquisition das Umsatzwachstum im dritten Quartal maßgeblich beeinflusst?
Die Tatsache, dass Clearwater trotz des starken operativen Wachstums an der Börse nicht ‚angemessen abgebildet‘ wurde, zeigt die Volatilität des Marktes und die Schwierigkeit, langfristigen Wert zu erkennen.
Die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells ist ein wichtiger Faktor für zukünftiges Wachstum. Wie plant Clearwater Analytics, diese Skalierbarkeit weiter zu verbessern?
Ich bin gespannt, ob die Transaktion im ersten Halbjahr 2026 tatsächlich abgeschlossen wird. Gibt es potenzielle Hindernisse, die den Deal gefährden könnten?
Ich frage mich, wie sich die Beteiligung des singapurischen Staatsfonds Temasek Holdings auf die zukünftige Ausrichtung von Clearwater Analytics auswirken wird. Werden neue Märkte erschlossen?
Die Übernahme von Enfusion Inc. für 1,5 Milliarden USD zeigt, dass Clearwater Analytics bereit ist, in Wachstum zu investieren. Das ist ein positives Zeichen.
Die Prämie von 10% zum letzten Börsenschluss ist zwar ein Gewinn für die Aktionäre, aber angesichts des potenziellen Wachstums von Clearwater Analytics könnte man sich mehr wünschen.
Starboard Value’s Forderung nach einem strukturierten Verkaufsprozess hat sich also ausgezahlt, wenn auch nicht unbedingt im Sinne einer noch höheren Bewertung. War das der richtige Schritt?
Es ist interessant zu sehen, dass aktivistische Investoren wie Starboard Value den Verkaufsprozess beeinflussen können. Wie häufig kommt das vor?
Die Tatsache, dass Permira und Warburg erneut investieren, könnte ein positives Signal sein, aber es ist auch wichtig zu bedenken, dass sie bereits einmal aus dem Geschäft ausgestiegen sind.
Ich bin etwas skeptisch, ob der Kaufpreis von 7 Milliarden USD wirklich ‚ambitioniert‘ ist, oder ob er eher eine realistische Einschätzung des Unternehmenswerts darstellt.
Es ist bemerkenswert, dass Permira und Warburg bereits 2021 Anteile an Clearwater hielten und nun zurückkehren – deutet das auf ein starkes Vertrauen in das Unternehmen hin, oder ist es einfach ein günstiger Zeitpunkt für einen Wiedereinstieg?
Ein Aufschlag von rund 10% zum letzten Börsenschluss ist zwar nett für die Aktionäre, aber im Vergleich zum 47%-Aufschlag von Anfang November eher moderat. Ist das ein Zeichen für nachlassendes Interesse?
Der stock3 Winterdeal mit 20% Rabatt auf das Jahresabo klingt attraktiv, aber ist das stock3 Terminal wirklich notwendig, um die Entwicklung von Clearwater zu verfolgen?
Das Terminal bietet tiefergehende Analysen und Zugang zu Expertenmeinungen, was bei komplexen Finanzentscheidungen hilfreich sein kann.