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Regelmäßig blicken die Experten von Moventum AM auf die Märkte und kommentieren das Geschehen.
Die Rentenmärkte treten in eine neue Phase ein:
Während die US-Zinskurve auch 2026 eine weitere Versteilerung erleben könnte, sollte Europa stabiler bleiben. Gleichzeitig punkten Schwellenländer mit hohen Realrenditen und attraktiver
Zinsdynamik. „Für renditeorientierte Anleger gibt es damit zahlreiche Möglichkeiten, ihre Portfolioperformance aufzupeppen“, sagt Thorsten Fischer, Managing Director und Head of Portfolio
Management bei Moventum AM.
Handelskonflikte, geopolitische Spannungen,
steigende Staatsschulden, nachlassende Dynamik in den USA, schleppende Erholung in Europa – die Weltwirtschaft ist nicht arm an Herausforderungen. Ein Problem aber hat sich vorerst verabschiedet:
die Inflation. Doch aufgrund des längsten Government-Shutdowns der US-Geschichte wurden die jüngsten US-Inflationsdaten mit Verzögerung
veröffentlicht und sind auch inhaltlich mit Vorsicht zu interpretieren: „Teile der Datengrundlage mussten geschätzt oder konnten gar nicht erhoben werden, weshalb die Zahlen unter Ökonomen als
unsicher gelten“, so Fischer. Nichtsdestotrotz ist in den USA sowohl die Gesamtinflation (2,7 Prozent) als auch die Kerninflation (2,6 Prozent) zuletzt deutlich gefallen, insbesondere die
Wohnkosten drücken die Teuerungsrate. In der Eurozone herrscht Preisstabilität, die Inflationserwartungen sind gut verankert.
Thorsten Fischer
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Thorsten Fischer ist seit Mai 2025 neuer Managing Director und Head of Portfolio Management bei Moventum Asset Management S.A. Er hat seit 2023 als Portfoliomanager die Premium-Vermögensverwaltung bei der Laiqon BV Bayerische Vermögen GmbH geleitet. Bis dahin war er unter anderem als Fondsmanager eines Multi-Asset-Fonds und Berater vermögender Klienten bei der Laiqon Lange Assets & Consulting GmbH beschäftigt und hat langjährige Erfahrung im M&A- und Corporate-Finance-Bereich gesammelt.
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21 Kommentare
Ich bin gespannt, wie sich die steigenden Staatsschulden global auf die Rentenmärkte auswirken werden. Sieht Moventum AM hier eine wachsende Gefahr für die Stabilität?
Die nachlassende Dynamik in den USA ist ein besorgniserregender Trend. Welche Auswirkungen hat dies auf die Renditeerwartungen für US-Rentenanleihen?
Ich bin etwas besorgt über die Erwähnung von Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen als Herausforderungen für die Weltwirtschaft. Wie können Anleger ihre Portfolios gegen solche unvorhersehbaren Ereignisse absichern?
Die Erwähnung des längsten Government-Shutdowns der US-Geschichte unterstreicht die politische Unsicherheit, die die Märkte beeinflusst. Wie bewertet Moventum AM die Auswirkungen solcher Ereignisse langfristig?
Die Tatsache, dass die US-Inflation auf 2,7 Prozent gesunken ist, ist positiv, aber die Unsicherheit der Daten aufgrund des Government-Shutdowns dämpft die Euphorie. Wird diese Entwicklung nachhaltig sein?
Die Aussage, dass die US-Zinskurve bis 2026 weiter steiler werden könnte, erscheint angesichts des kürzlichen Government-Shutdowns und der damit verbundenen Datenunsicherheiten etwas gewagt. Wie zuverlässig sind Prognosen, wenn die Basisdaten geschätzt werden müssen?
Die ‚attraktive Zinsdynamik‘ in Schwellenländern klingt vielversprechend, aber wie sieht es mit dem Währungsrisiko aus? Wird dies bei der Anlage berücksichtigt?
Die Kombination aus globalen Herausforderungen und der Notwendigkeit, auf die Datenlage in den USA zu achten, macht die Anlage in Rentenmärkte derzeit komplex. Welche Strategien sind besonders geeignet, um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein?
Preisstabilität in der Eurozone klingt gut, aber die ’schleppende Erholung‘ könnte dennoch ein Risiko für Rentenanlagen darstellen. Welche spezifischen Faktoren in Europa könnten die Rentenmärkte beeinflussen?
Die Aussage, dass renditeorientierte Anleger ihre Performance ‚aufpeppen‘ können, klingt verlockend. Welche konkreten Schwellenländerrenten-Fonds empfiehlt Moventum AM aktuell?
Thorsten Fischers Wechsel zu Moventum AM im Mai 2025 ist interessant, besonders da er zuvor bei Laiqon BV Bayerische Vermögen GmbH tätig war. Bringt er spezifische Strategien oder Erfahrungen im Bereich Schwellenländerrenten mit?
Die Tatsache, dass Teile der US-Inflationsdaten geschätzt wurden, wirft Fragen nach der Transparenz auf. Gibt es alternative Datenquellen, die Moventum AM zur Bewertung der Inflation heranzieht?
Die Erfahrung von Herrn Fischer bei Laiqon Lange Assets & Consulting GmbH im Bereich Multi-Asset-Fonds könnte sich positiv auf die Diversifizierung der Rentenportfolios auswirken. Wird diese Expertise genutzt?
Die Prognose einer stabilen Entwicklung in Europa im Vergleich zur möglichen Versteilerung der US-Zinskurve ist ein wichtiger Unterschied. Welche spezifischen politischen oder wirtschaftlichen Faktoren begründen diese Einschätzung?
Die Betonung der hohen Realrenditen in Schwellenländern ist ein wichtiger Punkt. Könnte dies eine Verschiebung in der globalen Allokation von Rentenvermögen bedeuten, weg von traditionellen Industrieländern?
Die sinkenden Wohnkosten in den USA als Treiber der Inflationssenkung sind ein interessanter Detailpunkt. Ist dieser Trend auch in anderen Bereichen der US-Wirtschaft zu beobachten?
Ich finde es gut, dass Moventum AM die Schwellenländer als Chance hervorhebt, da diese oft übersehen werden. Welche Risiken sind jedoch mit diesen Märkten verbunden und wie können diese minimiert werden?
Die Erfahrung von Thorsten Fischer im M&A- und Corporate-Finance-Bereich könnte für die Analyse von Schwellenländer-Unternehmensanleihen sehr wertvoll sein. Wird dieser Aspekt bei Moventum AM stärker betont?
Es ist beruhigend zu hören, dass die Inflationserwartungen in der Eurozone gut verankert sind. Wie wird diese Verankerung gemessen und welche Faktoren tragen dazu bei?
Ich finde es gut, dass Moventum AM die Realrenditen in den Schwellenländern hervorhebt. Das ist ein wichtiger Indikator, der oft vernachlässigt wird, wenn man über Anlagemöglichkeiten spricht.
Absolut, die Realrenditen sind entscheidend, um die Kaufkraft des Kapitals zu erhalten, besonders in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.