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Rheinmetall und OHB sondieren ein milliardenschweres Satellitenprojekt, das die militärische Kommunikation der Bundeswehr revolutionieren könnte.
Rheinmetall und der Raumfahrtkonzern OHB prüfen derzeit die Gründung eines Joint Ventures, um sich gemeinsam um einen milliardenschweren Auftrag der Bundeswehr zu bewerben.
Im Fokus steht der Aufbau eines sicheren, militärtauglichen Satellitenkommunikationsnetzes in erdnaher Umlaufbahn (LEO), das sich in seiner Funktionalität am Starlink-System von SpaceX orientieren soll. Damit reagiert die Bundeswehr auf den wachsenden Bedarf an unabhängiger und abhörsicherer Kommunikation im militärischen Bereich.
Wie die „Financial Times” berichtet, befinden sich die Gespräche zwischen Rheinmetall und OHB noch in einem frühen Stadium. Über die genaue Ausgestaltung der möglichen Zusammenarbeit und die jeweiligen Rollen der Unternehmen ist bislang nichts bekannt.
Das Vorhaben unterstreicht jedoch die strategische Bedeutung moderner Satellitenkommunikation für die nationale Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands.
Auf Aktienmarkt haben Rheinmetall-Pläne großen Einfluss
Bislang haben sich weder OHB noch das Bundesverteidigungsministerium oder die Bundeswehrbeschaffungsbehörde offiziell zu den Plänen geäußert. Die Zurückhaltung der beteiligten Akteure lässt darauf schließen, dass sich das Projekt weiterhin in einer sensiblen Sondierungsphase befindet.
Für den Aktienmarkt bleibt die Entwicklung dennoch von großem Interesse, da eine erfolgreiche Beteiligung an dem Großauftrag die Position der beteiligten Unternehmen im Verteidigungs- und Raumfahrtsektor erheblich stärken könnte.
Technische Analyse der Rheinmetall-Aktie von index-radar.de
HotStocks von index-radar.de
Aktuell bewegt sich der Kurs klar oberhalb der 200-Tage-Linie, die bei 1.721 Euro verläuft – ein Zeichen für einen intakten, wenn auch abgeflachten Aufwärtstrend. Der Abstand zur Durchschnittslinie ist mit rund sieben Prozent solide, doch die Dynamik der letzten Monate mahnt zur Vorsicht: Die Trendlinie steigt zwar weiter, aber längst nicht mehr im Eiltempo.
Unsere Modelle zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs in den kommenden vier Wochen zwischen 1.535 und 2.361 Euro bewegen wird – mit einem voraussichtlichen Zuwachs von knapp sechs Prozent. Die Spanne bleibt damit breit, doch der wahrscheinlichste Bereich liegt klar oberhalb der 1.800-Euro-Marke.

HotStocks von index-radar.de
Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen („Prognose-Ränder“) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.
Das Original zu diesem Beitrag „Rheinmetall: Satellitenprojekt für Bundeswehr sorgt für Spekulationen“ stammt von Index Radar.
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15 Kommentare
Die Tatsache, dass die Spanne der prognostizierten Kursbewegung so breit ist (1.535 – 2.361 Euro), deutet auf eine hohe Unsicherheit im Markt hin. Welche Risikofaktoren werden hier besonders gewichtet?
Ich frage mich, ob die Entwicklung eines eigenen Satellitenkommunikationsnetzes nicht auch eine Chance für deutsche Technologieunternehmen darstellt, ihre Expertise im Weltraumsektor auszubauen.
Die strategische Bedeutung moderner Satellitenkommunikation für die nationale Sicherheit ist unbestritten. Wie lange wird es dauern, bis dieses System vollständig einsatzbereit ist, wenn das Projekt genehmigt wird?
Ein prognostizierter Zuwachs von ‚knapp sechs Prozent‘ für die Rheinmetall-Aktie klingt verlockend, aber ist das realistisch, wenn man bedenkt, dass der Kurs bereits über der 200-Tage-Linie liegt?
Die technische Analyse von index-radar.de deutet auf eine Kursbewegung zwischen 1.535 und 2.361 Euro in den nächsten vier Wochen hin; ist das ein realistischer Rahmen angesichts der geopolitischen Lage und der potenziellen Bedeutung dieses Satellitenprojekts?
Die implizite Volatilität von Calls und Puts als Grundlage für die Schwankungsgrenzen ist ein interessanter Ansatz. Wie reagiert das Modell auf plötzliche Veränderungen in dieser Volatilität?
Ein sicheres, militärtaugliches Kommunikationsnetz ist entscheidend. Welche spezifischen Sicherheitsmaßnahmen sind geplant, um Abhörversuche zu verhindern, die über die reine Verschlüsselung hinausgehen?
Die Abhängigkeit von ausländischen Satellitenkommunikationssystemen ist ein Sicherheitsrisiko, das die Bundeswehr offensichtlich angehen will. Ist das LEO-Netz die effektivste Lösung, oder gibt es auch andere Optionen, die in Betracht gezogen werden?
Die Orientierung am Starlink-System ist nachvollziehbar, aber Starlink ist auch für seine schnelle technologische Entwicklung bekannt. Wie wird sichergestellt, dass das System der Bundeswehr langfristig konkurrenzfähig bleibt?
Die potenzielle Gründung eines Joint Ventures zwischen Rheinmetall und OHB, um ein Starlink-ähnliches System für die Bundeswehr zu entwickeln, klingt nach einer enormen Investition – wie hoch wird der Auftrag der Bundeswehr genau geschätzt?
Die Zurückhaltung aller Beteiligten ist auffällig. Könnte es sein, dass es noch ungelöste Fragen bezüglich der Finanzierung oder der technischen Machbarkeit gibt?
Ein ‚intakter, wenn auch abgeflachter Aufwärtstrend‘ bei der Rheinmetall-Aktie, wie index-radar.de feststellt, ist positiv, aber die ‚Dynamik der letzten Monate mahnt zur Vorsicht‘. Welche externen Faktoren könnten diesen Trend beeinflussen?
Die Erwähnung des ‚Aktienklimas Deutschland‘ im Vorhersagemodell von index-radar.de ist interessant. Wie genau wird dieses Klima quantifiziert und in die Prognose einbezogen?
Es ist verständlich, dass die Gespräche noch in einer ’sensiblen Sondierungsphase‘ sind, aber die Tatsache, dass weder das Ministerium noch die Bundeswehr sich äußern, weckt doch gewisse Fragen nach Transparenz.
Es wäre wichtig zu wissen, welche Rolle OHB in diesem Joint Venture spielen soll. Bringen sie primär das Know-how im Bereich Raumfahrt mit, oder sind sie auch an der Entwicklung der militärischen Kommunikationssoftware beteiligt?