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Für die Schweiz könnten die Folgen spürbar negativ sein. Der Vorstandschef von Roche, Thomas Schinecker, stellt mittelfristig höhere Preise für neue Arzneimittel in Aussicht, nachdem Roche und andere Hersteller in den USA deutliche Zugeständnisse gemacht haben.
Auslöser ist ein Deal mit Washington, der unter anderem die US-Tochter Genentech betrifft. Im Gegenzug für niedrigere Preise im staatlichen Medicaid-Programm für einkommensschwache Amerikaner sichern sich die Unternehmen Entlastungen an anderer Stelle. Die US-Regierung verfolgt damit ein klares Ziel: Wohlhabende Länder sollen sich stärker an den Kosten für pharmazeutische Innovation beteiligen.
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12 Kommentare
Ich bin skeptisch, ob Roche die höheren Preise in Europa tatsächlich durchsetzen kann, angesichts der bereits bestehenden Preisdrucksysteme und Verhandlungen mit den Krankenkassen.
Es ist verständlich, dass Roche durch den Deal mit Washington Entlastungen sucht, aber die Aussage, dass wohlhabende Länder sich stärker an den Kosten beteiligen sollen, klingt nach einer direkten Belastung für Patienten in der Schweiz und Europa.
Ist es korrekt, dass die Zugeständnisse in den USA sich ausschließlich auf das Medicaid-Programm beziehen, oder gibt es auch Auswirkungen auf andere Versicherungssparten?
Die Aussage von Thomas Schinecker, dass höhere Preise für neue Medikamente in Europa drohen, nachdem Roche Zugeständnisse in den USA gemacht hat, ist besorgniserregend. Wie hoch werden diese Preiserhöhungen konkret ausfallen und welche Medikamente werden zuerst betroffen sein?
Ich finde es gut, dass Roche transparent über die möglichen Folgen des US-Deals informiert. Es ist wichtig, dass die Patienten und die Öffentlichkeit verstehen, warum die Preise steigen könnten.
Transparenz ist wichtig, aber sie ändert nichts an der finanziellen Belastung für die Patienten. Es bleibt abzuwarten, wie die Krankenkassen reagieren werden.
Als jemand, der auf Roche-Medikamente angewiesen ist, macht mir diese Ankündigung große Sorgen. Werden Patientenbeihilfen angepasst, um die steigenden Kosten zu berücksichtigen?
Ich frage mich, ob die ‚Entlastungen an anderer Stelle‘, die Roche erhält, die höheren Preise für Medicaid-Patienten wirklich kompensieren. Diese soziale Auswirkung sollte genauer betrachtet werden.
Die Tatsache, dass Roche diese Preiserhöhungen offen kommuniziert, deutet auf eine gewisse Erwartungshaltung hin, dass sie akzeptiert werden. Das ist ein mutiger Schritt, der aber auch Kritik hervorrufen wird.
Die US-Regierung verfolgt offensichtlich eine klare Strategie, um die Finanzierung von Pharmaforschung gerechter zu verteilen. Wird Europa eine ähnliche Strategie entwickeln, um nicht ins Hintertreffen zu geraten?
Der Artikel erwähnt ‚mittelfristig höhere Preise‘. Was bedeutet ‚mittelfristig‘ konkret in Jahren? Eine klarere Zeitlinie wäre hilfreich.
Die Erwähnung von Genentech im Zusammenhang mit dem US-Deal ist wichtig. Wie wirkt sich diese spezifische Vereinbarung auf die Preisgestaltung von Genentech-Produkten in den USA und potenziell auch hier aus?