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Startseite»News»Wirtschaft»ROUNDUP 2: Putin informiert Trump über Kiews Angriff – Selenskyj spricht von
Wirtschaft

ROUNDUP 2: Putin informiert Trump über Kiews Angriff – Selenskyj spricht von

Finanzen.netVon Finanzen.netvor 1 Woche17 Kommentare8.1k Aufrufe
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MOSKAU/KIEW (dpa-AFX) – Der russische Präsident Wladimir Putin will seine Position bei den Verhandlungen mit US-Präsident Donald Trump über ein Kriegsende in der Ukraine nach Kremlangaben wegen eines angeblichen Terroranschlags Kiews überarbeiten. Der Kremlchef habe Trump darüber bei einem Telefonat informiert, nachdem es einen versuchten Drohnenangriff der Ukraine gegen seine Präsidentenresidenz im Gebiet Nowgorod gegeben habe, sagte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow. Der Kreml hoffe auf Verständnis der USA, dass Russland nun seine Position bei den Verhandlungen überdenke.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen Russlands, die Ukraine habe Putins Residenz angegriffen, gleich in mehreren Posts in den sozialen Netzwerken als Lüge zurück.

Uschakow behauptete, Trump sei „schockiert“ gewesen von den Schilderungen Putins. „Angesichts des von Kiew ausgeübten Staatsterrorismus kann die russische Seite nicht anders handeln“, betonte er. „Dies wurde sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.“ Zugleich habe Putin betont, „dass die russische Seite weiterhin eng und fruchtbar mit den amerikanischen Partnern zusammenarbeiten will, um Wege zum Frieden zu finden“.

Trump: „Das ist nicht gut“

Trump bestätigte vor Journalisten, dass Putin ihn über den angeblichen Drohnenangriff informiert habe. Zunächst sagte der US-Präsident, er wisse darüber nichts, er habe aber davon gehört. „Das wäre sehr schade. Das wäre nicht gut.“ Kurz darauf konkretisierte Trump erneut darauf angesprochen, dass Putin ihm am Morgen (US-Ortszeit) gesagt habe, er sei angegriffen worden. „Das ist nicht gut.“

Trump verwies in dem Kontext darauf, dass er im Oktober keine Freigabe von Tomahawk-Waffen erteilt hatte, die die Ukraine erbeten hatte. Der Marschflugkörper hat eine hohe Reichweite und hätte die Ukraine in die Lage versetzen können, ihn bis tief in das russische Hinterland abzufeuern. Der US-Präsident sagte: Es sei eine Sache, offensiv zu sein, weil sie (Russland) offensiv gewesen seien. „Aber es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen.“

Selenskyj spricht mit Merz und wirft Russland Lügen vor

Selenskyj bezeichnete den von Putin behaupteten Drohnenangriff als Vorwand Moskaus, den Krieg fortsetzen zu wollen. Selenskyj hatte am Sonntag mit Trump in den USA über eine Beendigung des Krieges verhandelt, ohne greifbares Ergebnis.

Er habe auch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) über die Verhandlungen in den USA gesprochen – und auch über die russischen Falschnachrichten von einem Drohnenangriff auf „irgendeine Residenz“ Putins. „Putin muss sich daran gewöhnen, dass er den Krieg, die Angriffe und das Blutvergießen beenden muss. Die Ukraine tut alles, um Frieden zu schaffen“, teilte Selenskyj nach seinem Telefonat mit Merz mit.

Die Ukraine wehrt sich immer wieder auch mit Drohnenangriffen auf russische Ziele gegen den Angriffskrieg Moskaus, der seit fast vier Jahren andauert.

Kreml: Trump informierte Putin über Gespräch mit Selenskyj

Nach Darstellung Uschakows informierte Trump Putin über die Gespräche mit Selenskyj am Sonntag; die US-Seite habe Selenskyj darauf hingewiesen, dass „Kiew konkrete Schritte zur endgültigen Beilegung des Konflikts unternehmen müsse, anstatt sich hinter Forderungen nach einem vorübergehenden Waffenstillstand zu verstecken“, sagte Uschakow. Russland lehnt einen Waffenstillstand ab, weil es nach eigenen Angaben verhindern will, dass die ukrainische Armee sich neu aufstellt und bewaffnet.

Selenskyj sei laut Trump empfohlen worden, „nicht einmal zu versuchen, eine Atempause für seine Streitkräfte zu erreichen, sondern sich auf das Erreichen einer umfassenden Vereinbarung zu konzentrieren, die zu einer wirklichen Beendigung des bewaffneten Konflikts führen würde“, sagte Uschakow. Er kündigte an, dass Putin und Trump im Gespräch bleiben wollten./mau/rin/DP/he



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17 Kommentare ansehen

17 Kommentare

  1. Peter Meyer am Januar 1, 2026 3:12 a.m.

    Selenskyjs direkte Ablehnung der Anschuldigungen als „Lüge“ ist verständlich, aber macht es die Situation nicht noch komplizierter, wenn beide Seiten an ihren Versionen festhalten?

    Antworten
  2. Emma Becker am Januar 1, 2026 3:12 a.m.

    Die Diskrepanz zwischen Putins Darstellung der Situation und Selenskyjs Rückweisung lässt wenig Raum für Vertrauen. Wer sagt hier die Wahrheit?

    Antworten
  3. Lukas X. Hoffmann am Januar 1, 2026 3:13 a.m.

    Es ist bemerkenswert, dass Putin Trump über den angeblichen Drohnenangriff informiert hat, bevor er ihn öffentlich machte – deutet das auf eine Absicht hin, die US-Öffentlichkeit zu beeinflussen, oder ist es wirklich eine dringende Informationsteilung?

    Antworten
    • Peter Becker am Januar 1, 2026 3:32 a.m.

      Vielleicht beides. Die schnelle Kommunikation an Trump könnte darauf abzielen, jegliche Kritik an Russland im Vorfeld zu entkräften.

      Antworten
  4. Lukas Fischer am Januar 1, 2026 3:13 a.m.

    Es ist wichtig zu beachten, dass der ‚angebliche‘ Drohnenangriff der Ausgangspunkt für diese neue Entwicklung ist. Ohne unabhängige Bestätigung bleibt es aber eine Behauptung.

    Antworten
  5. Lukas Müller am Januar 1, 2026 3:13 a.m.

    Selenskyjs Statement, dass Putin sich daran gewöhnen muss, den Krieg zu beenden, klingt nach einem dringenden Appell, der aber vermutlich auf taube Ohren fallen wird.

    Antworten
  6. Jonas Z. Weber am Januar 1, 2026 3:14 a.m.

    Die Tatsache, dass Trump von Putin über das Gespräch mit Selenskyj informiert wurde, deutet auf eine ungewöhnliche diplomatische Offenlegung hin und wirft Fragen nach den wahren Absichten auf.

    Antworten
  7. Lea R. Schäfer am Januar 1, 2026 3:14 a.m.

    Der Hinweis darauf, dass die Ukraine seit fast vier Jahren Drohnenangriffe auf russisches Gebiet durchführt, zeigt, dass dies keine neue Entwicklung ist und die russischen Vorwürfe möglicherweise Teil einer anhaltenden Eskalationsstrategie sind.

    Antworten
  8. Jonas Fischer am Januar 1, 2026 3:16 a.m.

    Uschakow beschreibt Trumps Reaktion als „schockiert“. Ist das eine glaubwürdige Darstellung, oder versucht der Kreml, die Narrative zu steuern und den Eindruck einer stärkeren Allianz mit den USA zu erwecken?

    Antworten
    • Laura Meyer am Januar 1, 2026 4:11 a.m.

      Ich bin da sehr skeptisch. ‚Schockiert‘ klingt nach einer sehr starken Aussage, die möglicherweise übertrieben wurde.

      Antworten
  9. Emma H. Schmidt am Januar 1, 2026 3:17 a.m.

    Putin betont angeblich weiterhin die Zusammenarbeit mit den USA, trotz des angeblichen ‚Staatsterrorismus‘ durch Kiew. Dieser Widerspruch ist schwer zu verstehen – welche Art von Zusammenarbeit ist unter diesen Umständen überhaupt möglich?

    Antworten
  10. Lukas Becker am Januar 1, 2026 3:18 a.m.

    Die Bereitstellung persönlicher Meinungen von Trump (‚Das ist nicht gut‘) wirkt bei solchen wichtigen politischen Ereignissen wenig substanziell.

    Antworten
  11. Lukas Müller am Januar 1, 2026 3:20 a.m.

    Ich frage mich, welche konkreten ‚Falschnachrichten‘ Selenskyj in Bezug auf den angeblichen Angriff auf Putins Residenz meint. Die Details sind hier entscheidend.

    Antworten
  12. Emma H. Schmidt am Januar 1, 2026 3:20 a.m.

    Die Aussage, dass Trump im Oktober keine Freigabe für Tomahawk-Waffen erteilt hat, ist ein wichtiger Kontext. Zeigt das eine Zurückhaltung im Bezug auf Eskalation, oder andere politische Überlegungen?

    Antworten
  13. Laura Hoffmann am Januar 1, 2026 3:22 a.m.

    Die Aussage von Uschakow, Trump sei „schockiert“ gewesen, könnte ein Versuch sein, die Glaubwürdigkeit der russischen Position gegenüber internen Kritikern zu stärken.

    Antworten
  14. Karl Becker am Januar 1, 2026 3:22 a.m.

    Die Behauptung des Kremls, Russland sei bereit, seine Verhandlungsposition zu überdenken, nachdem der Drohnenangriff stattgefunden haben soll, ist eine klare Drohung und ein Versuch, Druck aufzubauen.

    Antworten
  15. Lukas Schneider am Januar 1, 2026 3:24 a.m.

    Trump’s Aussage, dass ein Angriff auf sein ‚Haus‘ anders sei, als Russland offensiv gewesen wäre, erscheint mir zynisch, angesichts der vierjährigen Dauer des Krieges und der unzähligen Opfer.

    Antworten
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