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Die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) beliefen sich pro-forma auf rund 760 Millionen Euro, ein Wachstum um währungsbereinigt rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies liegt ebenfalls am unteren Ende der vom Management ausgegebenen Spanne von 760 bis 780 Millionen Euro. Analysten hatten hier mehr erwartet.
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Als Grund für die Umsatzentwicklung führt das Management ein anhaltend starkes Geschäft mit großen Unternehmenskunden (Enterprise-Sparte) an. Auch der US-Zukauf 1E trug zum ARR-Wachstum bei. Das Geschäft mit kleinen und mittleren Kunden (SMB-Sparte) habe sich im Rahmen der „internen Erwartungen“ entwickelt, so Teamviewer.
Bei seinen „pro-forma“-Kennzahlen unterstellt das Unternehmen zu Vergleichszwecken, dass die Übernahme des US-Zukaufs 1E bereits Anfang 2024 stattgefunden hätte. Teamviewer hatte seinen größten Zukauf Ende Januar 2025 abgeschlossen. Weitere vorläufige Geschäftszahlen für 2025 will Teamviewer am 10. Februar veröffentlichen.
Die Teamviewer-Führung wollte mit 1E das eigene Angebot rund um Fernwartung und vernetzte Geräte abrunden. So bietet 1E Software zur automatischen Erkennung und Behebung von IT-Problemen der Anwender an. Allerdings lief es bei 1E, das den überwiegenden Teil der Geschäfte in den USA macht, dann erst einmal schlechter als erhofft. Neben der Ausgabenzurückhaltung von US-Behörden spielten dabei auch Abgänge von 1E-Kunden eine Rolle, die etwas umfangreicher gewesen seien als ursprünglich einkalkuliert, hatte Teamviewer-Chef Oliver Steil im Jahresverlauf erklärt.
Die im MDax notierte Aktien legte am Freitagvormittag um 5,4 Prozent auf 6,05 Euro zu. Damit setzte sich ihr Bodenbildungsversuch fort, nachdem der Kurs infolge einer Senkung der Jahresziele im Oktober weiter eingebrochen und im November auf ein Rekordtief gefallen war.
2025 war denn auch insgesamt ein Jahr zum Vergessen für die Anteilseigner: Der Kurs brach insgesamt um mehr als ein Drittel ein, die Talfahrt war damit weitergegangen. Ohnehin hatten Anleger in den vergangenen Jahren wenig Grund zur Freude. Zu 26,25 Euro je Papier im Herbst 2019 an die Börse gegangen, markierte die Aktie dank der Sonderkonjunktur in der Corona-Pandemie ihr Rekordhoch Mitte 2020 bei fast 55 Euro. Dann flaute die Nachfrage nach den Aktien zusehends ab. Zusätzlich sorgten die Folgen eines kostspieligen Sponsorenvertrags anschließend für eine Talfahrt./err/mi/jha/
Quelle: dpa-AFX
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19 Kommentare
Die Kombination aus gesunkten Jahreszielen im Oktober und dem Rekordtief im November hat die Anleger offenbar stark verunsichert, was den Kursverfall erklärt.
Der Fokus auf große Unternehmenskunden (Enterprise-Sparte) scheint sich auszuzahlen, aber wie sieht die langfristige Strategie für das Geschäft mit kleinen und mittleren Kunden (SMB-Sparte) aus?
Die Tatsache, dass die ARR-Zahlen am unteren Ende der erwarteten Spanne liegen, deutet darauf hin, dass Teamviewer Schwierigkeiten hat, das Wachstum zu halten, trotz des Zukaufs von 1E.
Die Software von 1E zur automatischen IT-Problemlösung klingt vielversprechend, aber die Umsetzung scheint aktuell noch zu hinken. Hier besteht offenbar Verbesserungsbedarf.
Das stimmt, die Integration von Zukäufen ist oft schwieriger als erwartet. Es wird spannend zu sehen, ob Teamviewer die Synergien mit 1E langfristig realisieren kann.
Ein Wachstum von zwei Prozent bei den währungsbereinigten ARR ist zwar positiv, aber angesichts der Erwartungen und des Zukaufs von 1E eher enttäuschend.
Ich bin gespannt, ob die Strategie, das Angebot durch 1E zu erweitern, langfristig aufgeht und ob sich die Investition auszahlt.
Die Ausgabenzurückhaltung von US-Behörden als Grund für die schwache Entwicklung von 1E klingt nach einem externen Faktor, der schwer zu beeinflussen ist. Wie plant Teamviewer damit umzugehen?
Die pro-forma Kennzahlen, die die Übernahme von 1E bereits ab Anfang 2024 berücksichtigen, sind ein interessanter Ansatz, um die Entwicklung besser einschätzen zu können.
Die Veröffentlichung weiterer Geschäftszahlen am 10. Februar wird entscheidend sein, um ein klareres Bild von der aktuellen Situation bei Teamviewer zu erhalten.
Ich frage mich, ob der kostspielige Sponsorenvertrag, der bereits in der Vergangenheit für Probleme gesorgt hat, weiterhin eine Belastung für Teamviewer darstellt.
Es ist bemerkenswert, dass die Aktie trotz der enttäuschenden Umsatzentwicklung um 5,4 Prozent gestiegen ist. Zeigt das vielleicht eine Überreaktion des Marktes in der Vergangenheit?
Der Vergleich zum Ausgabepreis von 26,25 Euro im Herbst 2019 und dem Rekordhoch von fast 55 Euro im Jahr 2020 verdeutlicht den dramatischen Kursverlauf von Teamviewer.
Die Bodenbildung, die die Aktie aktuell versucht, könnte ein gutes Zeichen sein, aber es braucht weitere positive Nachrichten, um den Aufwärtstrend zu bestätigen.
Ich bin etwas skeptisch, ob der Erholungsversuch der Aktie nachhaltig ist, da sie bereits im November ein Rekordtief erreicht hatte und 2025 insgesamt ein schlechtes Jahr war, mit einem Kursrückgang von über einem Drittel.
Mich würde interessieren, welche konkreten Maßnahmen Teamviewer ergreift, um die Abgänge von 1E-Kunden zu stoppen, die laut Oliver Steil umfangreicher waren als geplant.
Die Tatsache, dass Teamviewer seinen größten Zukauf erst Ende Januar 2025 abgeschlossen hat, könnte die Integration von 1E noch erschweren und die kurzfristigen Ergebnisse beeinflussen.
Die Entwicklung der SMB-Sparte ‚im Rahmen der internen Erwartungen‘ ist eine vage Aussage. Könnte Teamviewer hier detailliertere Informationen liefern?
Die operative Marge von rund 44 Prozent für 2025 klingt zwar gut, aber angesichts des Kursverfalls in den letzten Jahren stellt sich die Frage, ob das wirklich ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.