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- SK Hynix Inc. Reg.SHS – WKN: A1JWRE – ISIN: US78392B1070 – Kurs: 405,000 € (L&S)
Morgan Stanley hebt das Kursziel für die Aktie auf 840.000 KRW an, nach zuvor 730.000 KRW (aktueller Kurs ca. 677.000 KRW), und bekräftigt die Einstufung „Overweight“. Der Schritt spiegelt einen deutlich optimistischeren Blick auf die Gewinnentwicklung im Jahr 2026 wider.
Deutlich angehobene Gewinnerwartungen
Der US-Investmentbank zufolge kollidiert eine stark anziehende Nachfrage nach HBM3E-Speichern und klassischen DRAM- und NAND-Produkten mit strukturellen Produktionsengpässen. Die Folge seien kräftige Preissteigerungen, die weit über frühere Erwartungen hinausgehen. Für 2026 rechnet Morgan Stanley mit einem durchschnittlichen DRAM-Preisanstieg von 62 %, bei NAND sollen es sogar 75 % sein. Vor diesem Hintergrund hebt Analyst Shawn Kim die Gewinnschätzungen je Aktie für 2026 um 56 % und für 2027 um 63 % an.
Besonders bemerkenswert ist die Neubewertung des Hochleistungsprodukts HBM3E. Entgegen früherer Annahmen erwartet Morgan Stanley nun keinen Preisrückgang mehr. Auslöser ist eine unerwartet starke Nachfrage aus China, vor allem im Zusammenhang mit NVIDIAs H200-Beschleunigern. Allein dieser Effekt dürfte laut Schätzungen rund 3 Mrd. USD an zusätzlicher Nachfrage generieren.
In der jüngsten Analyse sieht Morgan Stanley SK Hynix weiterhin an der Spitze eines neuen Aufschwungs im Speicherzyklus. Der rasante Ausbau von KI-Infrastruktur lasse den Bedarf an Hochleistungsspeichern weiter explodieren. Entscheidend für die Aktienbewertung sei dabei weniger das absolute Preisniveau als vielmehr die Dynamik der Preisveränderungen. Diese beschleunige sich derzeit deutlich und stütze sowohl die Ertragskraft als auch die Bewertungsmultiplikatoren.
Der Markt, so die Argumentation, blicke nicht auf das laufende Quartal, sondern antizipiere die Gewinnentwicklung der kommenden Jahre. Für 2026 liegt Morgan Stanley nach eigenen Angaben rund 75 % über dem aktuellen Konsens. Diese Diskrepanz eröffne weiteres Kurspotenzial, sobald sich die verbesserte Ertragslage in den Schätzungen anderer Analysten niederschlage.
Fazit: Nirgendwo steigen die Gewinnschätzungen derzeit schneller als im Speicherchipsegment. Samsung und Micron freut das ebenfalls. Derzeit gilt „The trend is your friend“. Stoppkurse bei der SK-Hynix-Aktie nachziehen! Auch Neueinsteiger können angesichts des einstelligen KGVs noch mit aufspringen, müssen aber eine hohe Volatilität aushalten können. Ein sinnvoller Stoppkurs liegt m.E. derzeit erst rund 20 bis 25 % tiefer.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mrd. USD | 64,86 | 98,15 | 116,55 |
| Ergebnis je Aktie in USD | 37,70 | 60,17 | 69,53 |
| KGV | 12 | 8 | 7 |
| Dividende je Aktie in USD | 1,30 | 1,30 | 1,49 |
| Dividendenrendite | 0,29% | 0,29% | 0,33% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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17 Kommentare
Die Tatsache, dass die Gewinnschätzungen im Speicherchipsegment schneller steigen als anderswo, deutet auf eine starke Konjunkturerholung hin. Ist das ein Signal, um auch in andere Speicherchip-Hersteller zu investieren?
Die Analyse hebt hervor, dass die Nachfrage nach HBM3E-Speichern, insbesondere durch NVIDIA H200 in China, unerwartet stark ist und 3 Milliarden USD zusätzliche Nachfrage generieren könnte. Wird SK Hynix diese Nachfrage überhaupt decken können, oder entstehen hier neue Engpässe?
Ein Kursziel von 840.000 KRW im Vergleich zum aktuellen Kurs von ca. 677.000 KRW ist eine deutliche Steigerung. Ist diese Bewertung angemessen, wenn man bedenkt, dass das KGV für 2026 nur bei 8 liegt?
Die Erwartung eines DRAM-Preisanstiegs von 62% im Jahr 2026 klingt sehr optimistisch – wie realistisch ist das angesichts möglicher Produktionskapazitätserweiterungen durch Wettbewerber wie Samsung und Micron?
Es ist gut zu sehen, dass Morgan Stanley SK Hynix als führend im Speicherzyklus sieht. Die rasante Entwicklung der KI-Infrastruktur ist zweifellos ein starker Treiber für den Bedarf an Hochleistungsspeichern.
Mich wundert, dass Morgan Stanley nun keinen Preisrückgang bei HBM3E mehr erwartet. Frühere Prognosen sahen das anders – was hat diese Einschätzung so drastisch verändert?
Ich bin neu in der Aktie und die Information über das niedrige KGV von 12 im aktuellen Jahr ist verlockend, aber die Volatilität macht mir Sorgen. Welche Risiken sollten neue Investoren unbedingt berücksichtigen?
Die angehobenen Gewinnschätzungen für 2026 (56%) und 2027 (63%) sind beachtlich. Auf welche spezifischen Annahmen zur Kostenkontrolle basieren diese?
Die Betonung der Dynamik der Preisveränderungen anstelle des absoluten Preisniveaus ist ein wichtiger Punkt. Wie genau misst Morgan Stanley diese Dynamik und welche Indikatoren werden dabei beobachtet?
Das ist eine gute Frage! Ich vermute, sie schauen sich die Entwicklung der Margen und die Fähigkeit von SK Hynix an, Preiserhöhungen an den Kunden weiterzugeben.
Die Erwähnung der Offenlegung möglicher Interessenkonflikte der Chefredaktion ist wichtig für die Transparenz. Könnte diese Beziehung die Analyse beeinflussen?
Interessenkonflikte sind immer ein Thema, das man im Auge behalten sollte, aber die detaillierte Analyse von Morgan Stanley wirkt dennoch fundiert.
Die Aussage, dass der Markt die Gewinnentwicklung der kommenden Jahre antizipiert und nicht das laufende Quartal, scheint plausibel. Bedeutet das, dass kurzfristige Schwankungen weniger ins Gewicht fallen?
Die Umsatzprognosen zeigen ein starkes Wachstum von 64,86 Mrd. USD in 2025 auf 98,15 Mrd. USD in 2026. Welche Investitionen sind nötig, um dieses Wachstum zu stemmen und die Produktionskapazität zu erweitern?
Der vorgeschlagene Stoppkurs von 20-25% unter dem aktuellen Kurs scheint mir angesichts der Volatilität im Chip-Sektor angemessen zu sein. Wie empfindlich ist die Aktie auf globale wirtschaftliche Veränderungen?
Die Diskrepanz zwischen den Morgan Stanley-Prognosen (75% über dem Konsens) und den aktuellen Schätzungen anderer Analysten ist interessant. Wann könnte man hier eine Angleichung sehen und von einem weiteren Kurspotenzial profitieren?
Die steigende Dividende je Aktie ist ein positives Zeichen für Investoren, auch wenn die Dividendenrendite mit unter einem Prozentpunkt relativ gering ist. Erwartet Morgan Stanley hier künftig eine Steigerung?