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Bundeskanzler Friedrich Merz sagte, das Projekt könne ein Beispiel für andere Länder sein. Man brauche mehr Kapazitäten für bezahlbare Preise. Reiche nannte das Projekt ein Flaggschiff europäischer Kooperation und ein strategisches Projekt für die gemeinsame Sicherheit.
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Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, haben sich Deutschland und Dänemark darauf geeinigt, Kosten für die erforderliche Unterstützung für die Offshore-Windenergie zu teilen. Das Projekt sei das erste Beispiel für die gemeinsame Finanzierung einer Offshore-Windfarm durch zwei Länder. Bei dem Gipfel in Hamburg war eine stärkere grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Ausbau der Windkraft und beim Stromhandel ein Schwerpunkt.
Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Übertragungsnetzbetreiber Energinet und 50Hertz mit dem Ziel, 3 Gigawatt Offshore-Windenergie in das europäische Stromnetz einzuspeisen. Damit können laut Ministerium etwa 3 Millionen Haushalte mit Elektrizität versorgt werden.
„Entscheidender Baustein“
50-Hertz-Chef Stefan Kapferer, sagte, die Vereinbarung über die Windparks für das Energieprojekt Bornholm Energy Island sei der entscheidende Baustein zur Realisierung dieses deutsch-dänischen Infrastrukturvorhabens. „Die Vereinbarung zwischen Deutschland und Dänemark hat über das Ostsee-Projekt Bornholm Energy Island hinaus eine Signalwirkung für die Offshore-Industrie in ganz Europa.“
Stromdrehkreuz
Das Stromdrehkreuz auf Bornholm dient laut 50 Hertz dazu, Strom aus den zukünftigen Offshore-Windparks vor der Küste der Ostseeinsel aufzunehmen, auf ein gewisses Spannungsniveau anzuheben und dann bedarfsgerecht über See- und Landkabel den Verbrauchern in Deutschland und Dänemark zur Verfügung zu stellen.
Im vergangenen September hatte Siemens Energy
Quelle: dpa-AFX
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18 Kommentare
Die Vereinbarung, die Kosten für die Offshore-Windenergieunterstützung zu teilen, ist ein signifikanter Schritt – wie genau wird sich diese Kostenbeteiligung auf die deutschen Strompreise auswirken?
Das ist eine wichtige Frage; die genaue Auswirkung hängt von der Entwicklung der Gesamtenergiekosten und der Effizienz der Stromübertragung ab.
Es wird oft von ‚gemeinsamer Sicherheit‘ gesprochen. Inwiefern verbessert die ‚Bornholm Energy Island‘ die Energiesicherheit Deutschlands und Dänemarks?
Die Tatsache, dass es sich um die erste gemeinsame Finanzierung einer Offshore-Windfarm handelt, zeigt den Innovationsgrad. Werden sich andere Länder daran beteiligen?
Die geplante Einspeisung von 3 Gigawatt Offshore-Windenergie ist beachtlich. Reicht diese Kapazität aber tatsächlich aus, um die steigende Stromnachfrage in Deutschland und Dänemark zu decken?
Das ist fraglich; 3 Gigawatt sind zwar viel, aber angesichts der Energiewende und der Stilllegung von Kernkraftwerken möglicherweise zu wenig.
Die Betonung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit beim Stromhandel ist wichtig. Wie soll sichergestellt werden, dass es dabei zu fairen Preisen kommt und nicht zu Wettbewerbsverzerrungen?
Ich bin etwas skeptisch, ob das Projekt wirklich so reibungslos abläuft, wie gehofft. Bauprojekte dieser Größenordnung haben oft mit Verzögerungen und Mehrkosten zu kämpfen.
Ein ‚Stromdrehkreuz‘ klingt nach einer intelligenten Lösung, um die Ostsee-Windenergie besser zu nutzen. Welche Technologien kommen bei der Spannungserhöhung konkret zum Einsatz?
Ist die Standortwahl Bornholm strategisch bedingt, oder wurden auch andere Inseln in Betracht gezogen? Die geografische Lage könnte ja auch Risiken bergen.
Stefan Kapferer spricht von einer ‚Signalwirkung‘ für die Offshore-Industrie. Erwarte ich, dass dies Investitionen in andere europäische Projekte ankurbelt?
Das ist durchaus wahrscheinlich, da das Projekt zeigt, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Offshore-Bereich möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Ich finde es gut, dass die Zusammenarbeit zwischen Energinet und 50Hertz betont wird. Bisher gab es ja oft Probleme bei der Koordination der Netze. Hoffentlich führt das zu reibungsloseren Abläufen.
Friedrich Merz betont, das Projekt könne ein Vorbild sein. Welche konkreten Schwierigkeiten sehen Sie, die eine Übertragung dieses Modells auf andere Länder erschweren könnten?
Die politische und regulatorische Landschaft in anderen Ländern ist oft komplexer, was die Umsetzung solcher grenzüberschreitenden Projekte erschwert.
Die Aussage, dass mit den 3 Gigawatt etwa 3 Millionen Haushalte versorgt werden können, klingt vielversprechend. Aber berücksichtigt diese Zahl auch Spitzenlasten und den Bedarf von Industrieunternehmen?
Das Projekt scheint eine starke politische Unterstützung zu haben, was gut ist. Aber wie ist die Akzeptanz bei der lokalen Bevölkerung auf Bornholm?
Dass Siemens Energy einen Auftrag über eine Milliarde Euro für die Konverter erhalten hat, zeigt das enorme Investitionsvolumen in dieses Projekt. Es stellt sich die Frage, wie viele deutsche Unternehmen zusätzlich von dieser Auftragsvergabe profitieren werden.