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- TeamViewer SE – WKN: A2YN90 – ISIN: DE000A2YN900 – Kurs: 5,740 € (XETRA)
Auf Pro-forma-Basis stieg der Umsatz währungsbereinigt um 5 % auf rund 767 Mio. EUR (Prognose 766 bis 785 Mio. EUR) und lag damit am unteren Ende der prognostizierten Spanne. Der nach IFRS ausgewiesene Umsatz belief sich auf etwa 747 Mio. EUR. Auch beim Annual Recurring Revenue erfüllte der Konzern seine Erwartungen. Der Pro-forma-ARR legte währungsbereinigt um 2 % auf rund 760 Mio. EUR (Prognose 760 bis 780 Mio. EUR) zu. Belastend wirkten vor allem Wechselkurseffekte, insbesondere beim EUR/USD-Verhältnis. In der heutigen Mitteilung wird das Zahlenwerk so interpretiert, dass es zur Prognose passt. überzeugen kann diese Lesart jedoch nur bedingt.
Schlussquartal zeigt sich leicht erholt
Operativ zeigte sich vor allem das vierte Quartal deutlich stabiler als die Monate zuvor. Gegenüber dem dritten Quartal erhöhte sich der ARR um rund 11 Mio. EUR, nachdem der Zuwachs in den ersten drei Quartalen zusammen lediglich bei etwa 7 Mio. EUR gelegen hatte. Ohne negative Währungseinflüsse hätte der ARR das untere Ende der Prognose sogar um rund 2 Mio. EUR übertroffen. Das Management wertet die Entwicklung als Zeichen einer schrittweisen operativen Erholung nach einer längeren Phase verhaltenen Wachstums.
Treiber dieser Entwicklung war erneut das Enterprise-Segment. Hier verzeichnete TeamViewer ein ausgesprochen starkes Schlussquartal, gestützt durch zwei größere Vertragsabschlüsse mit einem Gesamtvertragswert von rund 10 Mio. EUR, was einem jährlichen wiederkehrenden Umsatz von etwa 3 Mio. EUR entspricht. Auch das zuvor schwächere 1E-Geschäft konnte im vierten Quartal erstmals wieder ein positives sequenzielles ARR-Wachstum ausweisen. Das klassische SMB-Geschäft entwickelte sich hingegen erwartungsgemäß stabil, ohne zusätzliche Wachstumsimpulse zu liefern.
An der Ergebnisprognose hält der Konzern fest. Die bereinigte EBITDA-Marge soll für 2025 weiterhin bei rund 44 % liegen. Angesichts der moderaten Umsatzdynamik unterstreicht dies den anhaltenden Fokus auf Kostendisziplin und Skaleneffekte im Enterprise-Geschäft. Die vollständigen vorläufigen und ungeprüften Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr will TeamViewer am 10. Februar 2026 vorlegen.
Fazit: Was macht die TeamViewer-Aktie heute aus den Zahlen? Das ist schwer zu sagen. Die Zahlen sind alles andere als berühmt, angesichts der ausgebombten Bewertung aber auch nicht miserabel. Vor allem der Ausblick auf 2026 wird die Investoren interessieren. TeamViewer muss, wenn schon das organische Wachstum gering bleibt, die Cashflows stabil halten und vor allem auf der Ergebniseite liefern. Derzeit rechnet der Markt noch mit einem Ergebnis pro Aktie für dieses Jahr von rund 1 EUR. Wenn wir da nur annähernd hinkommen, ist die Bewertung viel zu niedrig.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mio. EUR | 763,00 | 789,00 | 835,00 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,08 | 1,09 | 1,20 |
| KGV | 5 | 5 | 5 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
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*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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16 Kommentare
Die Stabilisierung im vierten Quartal scheint ein erster Schritt in die richtige Richtung zu sein, aber das ist noch lange kein Garant für eine nachhaltige Erholung. Man braucht mehr als nur ein gutes Quartal.
Die Tatsache, dass die vollständigen Zahlen erst am 10. Februar 2026 vorgelegt werden, ist etwas frustrierend. Warum dauert die Veröffentlichung so lange?
Der Anstieg des ARR im vierten Quartal ist positiv, aber die Abhängigkeit von wenigen Großaufträgen im Enterprise-Bereich könnte ein Risiko darstellen. Was passiert, wenn diese Aufträge ausbleiben?
Ich bin etwas skeptisch, ob TeamViewer seine Umsatzziele erreichen kann, wenn das klassische SMB-Geschäft keine zusätzlichen Wachstumsimpulse liefert. Ist das Enterprise-Segment allein stark genug?
Es ist gut zu hören, dass das 1E-Geschäft im vierten Quartal erstmals wieder ein positives sequenzielles ARR-Wachstum gezeigt hat. Wie wird dieser Trend im Gesamtjahr 2026 aussehen?
Die Aussage, dass die Zahlen ‚alles andere als berühmt‘ sind, aber angesichts der Bewertung ‚auch nicht miserabel‘, finde ich treffend. Es scheint ein Warten auf bessere Zeiten zu sein, aber die Aktie könnte unterbewertet sein.
Die Umsatzprognosen für 2026 (789 Mio. EUR) und 2027 (835 Mio. EUR) weisen auf ein moderates Wachstum hin. Ist das ausreichend, um die aktuelle Bewertung zu rechtfertigen?
Der Artikel erwähnt eine erwartete Ergebnisprognose von rund 1 EUR pro Aktie für 2026. Wenn TeamViewer diese Marke erreicht, wäre die Bewertung tatsächlich sehr niedrig. Das macht die Aktie interessant.
Ich frage mich, ob die Analysten die Wechselkurseffekte bei ihren Bewertungen ausreichend berücksichtigt haben. Das könnte ein entscheidender Faktor sein, der die Aktie negativ beeinflusst.
Das ist ein guter Punkt. Viele Analysten konzentrieren sich zu sehr auf das ARR und vernachlässigen die Auswirkungen von Währungsschwankungen.
Die Erwähnung von zwei größeren Vertragsabschlüssen im Enterprise-Segment mit einem jährlichen wiederkehrenden Umsatz von etwa 3 Mio. EUR ist vielversprechend. Sind solche Deals für die zukünftige Entwicklung von TeamViewer entscheidend?
Mich wundert, dass die Wechselkurseffekte, insbesondere EUR/USD, so stark belastend waren. Könnte das Management hier nicht stärker gegensteuern, oder ist man da ausgeliefert?
Die Prognose einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 44 % für 2025 deutet auf einen starken Fokus auf Kostendisziplin hin. Ist das nicht riskant, wenn es um Innovation und Wachstum geht?
Ist die Betonung auf Skaleneffekte im Enterprise-Geschäft eine dauerhafte Strategie, oder plant TeamViewer, in Zukunft wieder stärker in andere Segmente zu investieren?
Die währungsbereinigte Umsatzsteigerung von 5 % auf 767 Mio. EUR klingt zwar positiv, liegt aber am unteren Ende der Prognose von 766 bis 785 Mio. EUR – ist das ein Grund zur Sorge, oder wird das im weiteren Verlauf des Jahres noch aufgeholt?
Das ARR-Wachstum im vierten Quartal von rund 11 Mio. EUR im Vergleich zu den ersten drei Quartalen mit nur 7 Mio. EUR ist bemerkenswert. Was hat sich operativ geändert, um diesen Schub zu erreichen?