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Der amerikanische Traum vom Eigenheim ist für viele – besonders jüngere Menschen – unerreichbar geworden sei. Dagegen will US-Präsident Donald Trump nun vorgehen.
Um Wohnimmobilien für Familien wieder erschwinglicher zu machen, hat Trump per Erlass den Kauf und Besitz von Einfamilienhäusern durch große Wall-Street-Investoren untersagt. Er begründet diesen Schritt mit hoher Inflation und gestiegenen Zinsen und der wachsenden Konkurrenz zwischen Finanzinvestoren und jungen Familien auf dem Immobilienmarkt, so Informationen von dem US-Portal „White House“.
In dem Erlass wird unterstrichen, dass Wohnviertel von Menschen und nicht von anonymen Konzernen geprägt sein sollen. Innerhalb von 30 Tagen soll Finanzminister Scott Bessent präzise Definitionen für die Begriffe „großer institutioneller Investor“ und „Einfamilienhaus“ erarbeiten.
Trump will Wall-Street-Investoren ausschließen: Große Aufkäufe sollen geprüft werden
Parallel dazu sollen Ministerien und Behörden Leitlinien erstellen, um staatliche Unterstützung, etwa in Form von Versicherungen, Garantien oder Verbriefungen, für den Kauf von Einfamilienhäusern durch solche Großinvestoren zu unterbinden.
Justizministerin Pam Bondi und FTC-Chef Andrew Ferguson sollen große Aufkäufe prüfen und kartellrechtlich gegen abgestimmte Leerstands- und Preisstrategien auf dem Mietmarkt vorgehen. Trump hatte dies bereits zuvor auf Truth Social angekündigt und will den Kongress dazu bewegen, die Maßnahmen gesetzlich zu verankern.
79,5-Millionen-Deal: Milliardär sichert sich Ranch in XXL-Größe
Gerade erst sorgte in den USA der Verkauf einer XXL-Immobilie für Ausehen: In Wyoming wurde für 79,5 Millionen Dollar eine Ranch verkauft, die viermal so groß ist wie New York City. Als Käufer entpuppte sich die Ensign Group, die sich im Besitz von Christopher Robinson und seinen Geschwistern Alexander und Victoria Robinson befindet, die unter dem Namen Ensign Ranches über eine Million Morgen bereits privates und öffentliches Land in Utah, Idaho und Wyoming erworben hat.
Vor dem Kauf der Pathfinder-Ranch in Wyoming belegte das Portfolio von Robinson und Freed Platz 31 der Liste der 100 größten Landbesitzer, die vom „Land Report Magazine“ erstellt wurde.
Die 4 größten institutionellen Wall-Street-Investoren (nach verwaltetem Vermögen)
- BlackRock: Laut Statista größter Vermögensverwalter der Welt. Bekannt u. a. für die iShares-ETFs. Verwalten mehrere Billionen US-Dollar.
- Vanguard Group: Ebenfalls einer der größten Vermögensverwalter. Pionier bei günstigen Indexfonds und ETFs. Sehr großer Einfluss auf US-Standardwerte (S&P 500 etc.). Es gibt komplexe Überschneidungen bei den Anteilseignern; so ist die Vanguard Group einer der größten institutionellen Anleger an BlackRock.
- Fidelity Investments: Einer der größten aktiven Fondsanbieter. Stark im US-Retailgeschäft (Privatanleger) und in Pensionsfonds.
- State Street Global Advisors (SSGA): Bekannt für die SPDR-ETFs (z. B. SPY – einer der größten S&P-500-ETFs). Ebenfalls mehrere Billionen US-Dollar unter Verwaltung.
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25 Kommentare
Ich bin gespannt, wie Finanzminister Bessent ‚großer institutioneller Investor‘ definieren wird. Werden kleine Investmentgruppen darunterfallen, oder geht es wirklich nur um BlackRock und Co.? Die Klarheit dieser Definition ist entscheidend.
Die Tatsache, dass State Street Global Advisors den SPDR S&P 500 ETF (SPY) verwaltet, zeigt ihren enormen Einfluss auf den US-Aktienmarkt. Werden ihre Immobilieninvestitionen nun stärker unter die Lupe genommen?
Die Tatsache, dass BlackRock mehrere Billionen US-Dollar verwaltet, unterstreicht die Notwendigkeit einer Regulierung. Diese Macht darf nicht unkontrolliert bleiben.
Ich frage mich, ob dieser Erlass die Immobilienpreise tatsächlich senken wird, oder ob er lediglich die Art der Käufer verändert. Die Nachfrage bleibt ja bestehen.
Die Konzentration von Einfluss durch Vanguard und BlackRock ist beunruhigend. Ein Verbot von Immobilienkäufen könnte ein erster Schritt sein, um diese zu brechen.
Die 30-Tage-Frist für Finanzminister Bessent, Definitionen zu erarbeiten, scheint sehr knapp bemessen. Präzise Definitionen sind aber entscheidend für die Durchsetzbarkeit des Erlasses.
Die Tatsache, dass die Ensign Group bereits über eine Million Morgen Land besitzt, wirft die Frage auf, wie viel Land eine einzelne Einheit überhaupt rechtmäßig besitzen sollte. Ist das nicht eine Form der Monopolisierung, die Trump eigentlich bekämpfen will?
Die Erwähnung von ‚Land Report Magazine‘ und der Platzierung von Robinson und Freed auf Platz 31 der größten Landbesitzer ist ein interessanter Kontext. Es zeigt, dass es bereits jetzt große Akteure gibt.
79,5 Millionen Dollar für eine Ranch, die viermal so groß ist wie New York City – das zeigt doch, wie entkoppelt der Immobilienmarkt von den Bedürfnissen normaler Familien ist. Trumps Erlass ist eine Reaktion auf diese Entwicklung.
Fidelity Investments‘ starke Präsenz im US-Retailgeschäft könnte bedeuten, dass viele Kleinanleger indirekt von den Investitionen der großen Fonds betroffen sind. Das sollte man im Blick behalten.
Ich frage mich, ob dieser Erlass tatsächlich die Inflation stoppen kann, wie Trump behauptet. Der Einfluss von Wall-Street-Investoren auf die Immobilienpreise ist komplex, und ein Verbot ist vielleicht nur ein symbolischer Akt.
Es ist gut, dass Trump sich dem Thema widmet, aber ich befürchte, dass die Maßnahmen unbeabsichtigte Folgen haben könnten, beispielsweise einen Rückgang des Angebots an Mietwohnungen.
Die Rolle von ETFs wie den iShares-ETFs von BlackRock und den SPDR-ETFs von State Street bei der Immobilienfinanzierung sollte genauer untersucht werden.
Die Ankündigung, den Kongress um gesetzliche Verankerung zu bitten, ist klug. Ein Erlass kann jederzeit geändert werden, ein Gesetz bietet mehr Stabilität, falls die Maßnahmen erfolgreich sind.
Die Ankündigung auf Truth Social zeigt, dass Trump dieses Thema öffentlichkeitswirksam angehen will. Das ist verständlich, angesichts der Bedeutung des Themas.
Trump spricht von der Wahrung des ‚amerikanischen Traums vom Eigenheim‘. Aber ist das Verbot von Käufen durch Investoren wirklich die effektivste Lösung, oder lenkt das von anderen Problemen wie stagnierenden Löhnen und steigenden Baukosten ab?
Ich bin gespannt, ob die Prüfung großer Aufkäufe durch das Justizministerium tatsächlich zu Kartellrechtsverfahren führt. Das wäre ein deutliches Signal.
Wird der Erlass auch Auswirkungen auf ausländische Investoren haben, die in US-Immobilien investieren? Das wird interessant zu beobachten sein.
Es ist wichtig, dass die Maßnahmen nicht nur auf große Ranchen wie die Pathfinder-Ranch abzielen, sondern auch auf den Kauf von Einfamilienhäusern in städtischen Gebieten.
Es ist bemerkenswert, dass Vanguard Group einer der größten Anleger bei BlackRock ist. Das deutet auf eine enorme Konzentration von Macht im Finanzsektor hin, die Trump offenbar eindämmen will.
Ich finde es positiv, dass Trump betont, dass Wohnviertel von Menschen und nicht von Konzernen geprägt sein sollen. Das ist ein wichtiges gesellschaftliches Anliegen.
Ich bin etwas skeptisch, ob die Unterbindung staatlicher Unterstützung für Investoren wirklich greifen wird. Es gibt oft Schlupflöcher und kreative Finanzierungsmodelle.
Die Tatsache, dass die Pathfinder-Ranch in Wyoming so teuer verkauft wurde, zeigt, dass es immer noch einen Markt für Luxusimmobilien gibt, der von den Problemen der normalen Bevölkerung kaum betroffen ist.
Die parallele Prüfung von Kartellrecht durch Bondi und Ferguson ist ein wichtiger Schritt. Es ist gut, dass man auch gegen Preisabsprachen auf dem Mietmarkt vorgehen will, das betrifft ja auch viele Menschen.
Ich hoffe, dass dieser Erlass dazu beiträgt, dass mehr junge Familien sich ein Eigenheim leisten können. Das ist eine wichtige Investition in die Zukunft.