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Die heute veröffentlichten britischen BIP-Daten für November zeigen ein klar besseres Bild als vom Markt erwartet. Die monatliche Wirtschaftsleistung stieg um +0,3 %, während lediglich +0,1 % prognostiziert worden war, nach -0,1 % im Vormonat. Auf Jahressicht legte das BIP um +1,4 % zu und übertraf damit ebenfalls die Erwartung von +1,1 %.
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Treiber der positiven Überraschung war vor allem der Dienstleistungssektor, der um +0,3 % zulegte, nachdem er im Vormonat noch rückläufig war. Auch die Industrieproduktion entwickelte sich mit +1,1 % deutlich stärker als erwartet, während das verarbeitende Gewerbe mit +2,1 % besonders positiv auffiel. Schwachpunkt bleibt weiterhin der Bausektor, der mit -1,3 % erneut deutlich nachgab.
In der Summe zeigt sich: Die britische Wirtschaft hat sich zum Ende des Jahres stabiler präsentiert als vielfach befürchtet. Dennoch ist der Aussagewert der Daten begrenzt, da sie mit zeitlichem Verzug veröffentlicht werden und kaum Einfluss auf den kurzfristigen geldpolitischen Ausblick der Bank of England haben dürften. Für die BoE bleibt die Inflationsentwicklung der entscheidende Faktor, nicht das rückblickende Wachstum.
Am Devisenmarkt spiegelt sich diese Einordnung wider. Im GBP/USD bleiben sowohl Long- als auch Short-Szenarien technisch valide, ohne dass sich bislang ein klarer Trend durchsetzt. Auf der Oberseite liegen potenzielle Short-Zonen im Bereich 1,3515 und 1,3575, während sich auf der Unterseite interessante Long-Bereiche um 1,3380 und 1,3310 zeigen.
Ein Grund für die aktuell begrenzte Dynamik ist der US-Dollar selbst. Der DXY bewegt sich derzeit in einer vergleichsweise engen Spanne und zeigt eine insgesamt geringere Schwankungsintensität. Entsprechend bleiben auch die Bewegungen im GBP/USD moderat, ohne ausgeprägte Trendbeschleunigung oder extreme Ausschläge.
Fazit: Die UK-Daten liefern kurzfristig Rückenwind, aber keinen Gamechanger. Solange weder Inflationsdaten noch der US-Dollar einen klaren Impuls setzen, bleibt der Markt im Pfund eher taktisch als trendgetrieben zu handeln.

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14 Kommentare
Die Tatsache, dass die Industrieproduktion um 1,1% gestiegen ist, während der Bausektor -1,3% verzeichnet hat, deutet auf eine mögliche Verschiebung der wirtschaftlichen Schwerpunkte hin. Ist das ein Trend, den man beobachten sollte?
Mich wundert, dass der Bausektor mit -1,3% weiterhin so stark schwächelt, obwohl die Industrieproduktion um +1,1% gestiegen ist. Gibt es spezifische Gründe für diese Diskrepanz, die im Artikel nicht genannt werden?
Der Artikel beschreibt eine taktische Handelsweise im Pfund. Das bedeutet für mich, dass kurzfristige Gewinne wahrscheinlicher sind als langfristige Investitionen, solange die Volatilität gering bleibt.
Die +0,3% Zunahme der monatlichen Wirtschaftsleistung im November ist überraschend, aber wie relevant ist das wirklich, wenn die Daten mit zeitlichem Verzug veröffentlicht werden, wie der Artikel betont? Ich frage mich, ob diese Zahlen die aktuelle Situation akkurat widerspiegeln.
Der Hinweis auf die Short-Zonen bei 1,3515 und 1,3575 im GBP/USD ist nützlich für Trader, aber wie wahrscheinlich ist es, dass diese tatsächlich erreicht werden, angesichts der geringen Dynamik am Devisenmarkt?
Ich finde es bemerkenswert, dass die Bank of England die Inflationsentwicklung als entscheidenden Faktor betrachtet und nicht das rückblickende Wachstum. Das zeigt eine klare Prioritätensetzung in der aktuellen Situation.
Das verarbeitende Gewerbe mit +2,1% ist ja besonders positiv aufgefallen. Könnte das ein Zeichen für eine langfristige Erholung der britischen Industrie sein, oder ist das nur ein kurzfristiger Effekt?
Gute Frage! Die Abhängigkeit von globalen Lieferketten könnte diese positive Entwicklung schnell wieder bremsen, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben.
Ich bin etwas skeptisch, ob die genannten Long-Bereiche um 1,3380 und 1,3310 tatsächlich als ‚interessante‘ Einstiegspunkte gelten können, wenn der Trend so unklar ist. Ist das nicht zu riskant?
Die Tatsache, dass fast 60% der Privatanleger bei CFD-Handel Geld verlieren, sollte wirklich ernst genommen werden. Es ist gut, dass der Artikel diesen Risikohinweis so deutlich macht.
Die Webinar-Serie ‚TRADING KOMPASS‘ klingt vielversprechend. Ich werde mir das auf jeden Fall ansehen, um ein besseres Verständnis für die aktuelle Marktlage zu bekommen.
Ich habe mich auch angemeldet! Die Livestreams von JFD sind oft sehr hilfreich, um kurzfristige Einschätzungen zu bekommen.
Die Stabilität der britischen Wirtschaft zum Jahresende ist positiv, aber der Artikel weist ja darauf hin, dass es kein ‚Gamechanger‘ ist. Das bedeutet, dass wir weiterhin vorsichtig sein müssen, was zukünftige Entwicklungen angeht.
Die Erwähnung des DXY und seiner geringen Schwankungsintensität erklärt gut, warum auch der GBP/USD sich aktuell so zurückhaltend verhält. Es ist also nicht nur die britische Wirtschaft, die eine Rolle spielt.