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NEW YORK (dpa-AFX) – Der UN-Sicherheitsrat hat nach dem US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro eine Sondersitzung für Montag einberufen. Die Sitzung zu Venezuela ist für 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) angesetzt, wie aus einer Übersicht des UN-Sicherheitsrates hervorgeht.
Die Regierung in Caracas hatte zuvor die Sondersitzung beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoß gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hieß es in einem Schreiben des Außenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Weltsicherheitsrat vorsteht. Der UN-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern. Russland und China unterstützten die Forderung nach einer Sitzung.
Die USA hatten in der Nacht zum Samstag (Ortszeit) Ziele in Venezuela angegriffen, den autoritären Staatschef Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht. Die Luftschläge richteten sich vor allem gegen Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen. Maduro wurde in New York unter anderem wegen Drogendelikten angeklagt und hatte am Samstagabend amerikanischen Boden betreten./ngu/DP/zb
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23 Kommentare
Wird der UN-Sicherheitsrat in der Lage sein, eine Resolution zu verabschieden, die die Aggression verurteilt, oder werden die USA ein Veto einlegen?
Die Tatsache, dass Maduro außer Landes gebracht wurde, deutet darauf hin, dass die USA ihn möglicherweise vor einem internationalen Gerichtshof stellen wollen.
Die Behauptung Venezuelas, der Angriff verstoße gegen die UN-Charta, muss sorgfältig geprüft werden – welche konkreten Artikel werden aus ihrer Sicht verletzt?
Die Gefangennahme eines Staatsoberhauptes ist ein schwerwiegendes Ereignis und könnte internationale Rechtsprechung beeinflussen.
Es stellt sich die Frage, ob die USA das Völkerrecht ausreichend berücksichtigt haben.
Die schnelle Reaktion der Vereinten Nationen mit der Einberufung einer Sondersitzung zeigt, wie ernst die Lage in Venezuela ist.
Die Fokussierung auf Militärstützpunkte und Kommunikationsanlagen lässt vermuten, dass die USA die Fähigkeit von Venezuela zu organisierter Gegenwehr untergraben wollen.
Es ist bemerkenswert, dass Russland und China die Forderung nach einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates unterstützt haben – das deutet auf eine möglicherweise breitere Ablehnung der US-Aktion hin.
Die Tatsache, dass die Angriffe ‚in der Nacht zum Samstag‘ stattfanden, könnte darauf hindeuten, dass die USA eine Überraschung anstrebten, um eine schnellere Gefangennahme Maduros zu gewährleisten.
Die Angriffe auf Kommunikationsanlagen und Häfen in Venezuela könnten verheerende Auswirkungen auf die humanitäre Lage haben, da Hilfslieferungen behindert werden könnten.
Ich bin besorgt über die Auswirkungen dieser Aktion auf die regionale Stabilität. Könnte dies zu weiteren Konflikten mit anderen Ländern in der Region führen?
Die Konzentration der Luftschläge auf militärische Einrichtungen lässt vermuten, dass es den USA vor allem darum ging, die militärische Schlagkraft Venezuelas zu schwächen.
Die somalische Vertretung, die im Januar den Sicherheitsrat vorsitzt, spielt eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung dieser Krise, da sie die Sondersitzung einberufen hat.
Somalia scheint hier eine neutrale Position einzunehmen, was angesichts der geopolitischen Lage wichtig ist.
Die Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates am Montag um 16:00 Uhr MEZ ist entscheidend, um eine Eskalation der Gewalt in der Region zu verhindern.
Ich hoffe, der Sicherheitsrat kann eine gemeinsame Position finden und nicht durch Veto-Rechte blockiert wird, wie so oft.
Die Frage ist, wie sich die venezolanische Bevölkerung auf diese Ereignisse einstellen wird und ob es zu größeren Protesten oder Unruhen kommen wird.
Die Regierung in Caracas argumentiert, der Angriff gefährde den Frieden in der ganzen Welt – ist diese Einschätzung übertrieben oder realistisch?
Es ist wichtig zu verstehen, welche langfristigen strategischen Ziele die USA mit dieser Aktion verfolgen.
Geht es wirklich nur um die Bekämpfung des Drogenhandels, oder spielen auch andere Interessen eine Rolle?
Die Tatsache, dass die USA Maduro wegen Drogendelikten anklagen, wirft die Frage auf, inwieweit diese Anschuldigungen politisch motiviert sind und ob ein fairer Prozess gewährleistet werden kann.
Die Angriffe auf Flugplätze könnten die ohnehin schwierige humanitäre Situation in Venezuela weiter verschärfen, indem sie die Versorgung mit dringend benötigten Gütern behindern.
Ich frage mich, welche Beweise die USA für die Drogendeliktsanklage gegen Maduro haben und ob diese Beweise öffentlich zugänglich gemacht werden.