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NEW YORK (dpa-AFX) – Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Donnerstag gestiegen. Niedriger als erwartet ausgefallene Inflationszahlen stützten die Anleihen. Der Terminkontrakt für zehnjährige Papiere (T-Note-Future) legte um 0,26 Prozent auf 112,80 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen lag bei 4,11 Prozent.
In den USA hat sich die Inflation im November überraschend und merklich abgekühlt. Allerdings gibt es infolge fehlender Datenerhebungen wegen des teilweise Stillstands der Regierungsgeschäfte („Shutdown“) zahlreiche Unsicherheitsfaktoren, eine Gesamtzahl für Oktober gibt es zudem nicht. Zwar liege die Inflation weiterhin über dem Ziel der US-Notenbank Fed, gleichwohl würden die Zinssenkungserwartungen mit Blick auf das kommende Jahr eher noch unterstützt, erklärte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Helaba.
„Mit jeder Veröffentlichung der Konsumentenpreise schwindet der Glaube, dass sich die vielen Erhöhungen der US-Einfuhrzölle überhaupt noch in der Inflationsstatistik nennenswert niederschlagen“, kommentierte Dirk Chlench, Volkswirt bei der LBBW. „Donald Trump wird sich in seiner Weltsicht bestätigt sehen.“ Nachteilig könne die Inflationsüberraschung für den US-Präsidenten nur sein, wenn diese Ausdruck einer Nachfrageschwäche sei./jsl/men
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24 Kommentare
Ich bin gespannt, wie sich die Märkte verhalten werden, wenn die vollständigen Daten für Oktober veröffentlicht werden. Wird es eine Korrektur geben?
Die fehlende Oktober-Gesamtzahl ist ein Problem, aber die Novemberdaten scheinen stark genug zu sein, um eine Trendwende anzudeuten. Oder täusche ich mich?
Der Anstieg der Anleihenkurse ist eine positive Nachricht für Anleiheninvestoren. Allerdings sollte man bedenken, dass steigende Kurse auch zu fallenden Renditen führen.
Die Rendite der zehnjährigen Anleihen bei 4,11 Prozent scheint ein klares Signal für die Markterwartungen zu sein. Glaubt man, dass die Fed tatsächlich im kommenden Jahr Zinssenkungen in Betracht ziehen wird, trotz der Unsicherheiten durch den Shutdown?
Die Erwähnung der T-Note-Future ist wichtig für Anleihenhändler. Ein Anstieg um 0,26 Prozent ist ein deutliches Signal, aber wie interpretieren institutionelle Anleger das?
Die 4,11 Prozent Rendite ist ein guter Ausgangspunkt für langfristige Investitionen in US-Staatsanleihen, aber man sollte die Risiken nicht vergessen. Die Fed-Politik ist hier entscheidend.
Der Anstieg der Anleihenkurse um 0,26 Prozent auf 112,80 Punkte ist bemerkenswert, besonders im Kontext der unerwartet niedrigeren Inflationszahlen im November. Wie nachhaltig ist dieser Effekt, wenn man bedenkt, dass die Inflation immer noch über dem Fed-Ziel liegt?
Die 4,11 Prozent Rendite bei zehnjährigen Anleihen sind im Vergleich zu früheren Jahren relativ niedrig. Ist das ein Zeichen für eine bevorstehende Rezession?
Die Analyse der LBBW, dass die Zölle sich nicht in der Inflation widerspiegeln, ist überraschend. Das wirft Fragen nach der Effektivität dieser Maßnahmen auf.
Ich bin etwas skeptisch, ob die Zinssenkungserwartungen sich tatsächlich bewahrheiten. Die Fed hat in der Vergangenheit oft anders gehandelt als erwartet.
Ich frage mich, ob der Rückgang der Inflation tatsächlich so ‚überraschend‘ war, oder ob die Märkte einfach zu pessimistisch eingestellt waren. Die Basis für Vergleiche ist ja auch wichtig.
Ein Anstieg der Anleihenkurse deutet oft auf eine Flucht in Sicherheit hin. Gibt es andere Faktoren, die diesen Effekt verstärkt haben könnten, abgesehen von der Inflation?
Es ist gut zu sehen, dass die Inflation abkühlt, aber die langfristigen Auswirkungen der Zölle sollten nicht unterschätzt werden. Die Analyse von Umlauf und Chlench bietet hier interessante Perspektiven.
Die Analyse von Helaba und LBBW zeigt unterschiedliche Interpretationen der Inflationsentwicklung. Welche Sichtweise ist realistischer?
Die Tatsache, dass die US-Einfuhrzölle offenbar keine nennenswerte Auswirkung auf die Inflation haben, ist eine interessante Beobachtung. Könnte das ein Argument für eine Lockerung der Handelspolitik sein?
Die Aussage, dass Trump sich bestätigt sehen wird, ist eine interessante psychologische Einschätzung. Wie beeinflusst seine Reaktion die zukünftige Politik?
Die Auswirkungen des Shutdowns auf die Datenerhebung sind besorgniserregend. Wie lange müssen wir mit solchen Verzerrungen rechnen?
Es ist interessant, wie Analyst Ralf Umlauf von der Helaba die Zinssenkungserwartungen bewertet. Die Aussage, dass mit jeder Konsumentenpreisveröffentlichung der Glaube an die Wirksamkeit der Zölle schwindet, ist eine starke These.
Der Kommentar von Dirk Chlench von der LBBW, dass Trump sich in seiner Weltsicht bestätigt sehen wird, ist politisch brisant. Wie stark beeinflussen politische Erwartungen tatsächlich die Finanzmärkte?
Ich finde es bemerkenswert, wie schnell die Märkte auf Inflationsdaten reagieren. Die Reaktion auf die Novemberzahlen war ja sehr prompt.
Die Kombination aus gesunkener Inflation und der Unsicherheit durch den Shutdown macht die Situation sehr komplex. Es ist schwer vorherzusagen, wie sich die Märkte entwickeln werden.
Die Tatsache, dass die Inflation über dem Fed-Ziel liegt, ist ein Warnsignal. Die Fed könnte gezwungen sein, härter durchzugreifen, wenn sich der Trend nicht umkehrt.
Die fehlende Gesamtzahl für Oktober aufgrund des Shutdowns ist ein erheblicher Unsicherheitsfaktor. Wie können Investoren fundierte Entscheidungen treffen, wenn wichtige Daten fehlen?
Ich beobachte die Entwicklung der Anleihenkurse schon länger und dieser Anstieg scheint ein typisches Muster nach enttäuschenden Inflationsdaten zu sein. Bleibt es dabei?