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US-Verbraucherpreise im Fokus: Inflation bleibt hartnäckig – trotz schwächerer Wirtschaftsdaten
Die heutigen Verbraucherpreisdaten (CPI) aus den USA stehen im Mittelpunkt des Marktgeschehens. Ökonomen erwarten, dass die Preise im September um 0,4 % gegenüber dem Vormonat gestiegen sind – ein ähnliches Tempo wie im August. Im Jahresvergleich dürfte die Inflation laut Prognosen um 3,1 % zulegen. Die Kerninflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) wird ebenfalls auf einen Anstieg von 0,3 % zum Vormonat und 3,1 % im Jahresvergleich geschätzt.
Der Bericht wird trotz des anhaltenden US-Government-Shutdowns veröffentlicht, da die Daten für die Berechnung der Sozialversicherungsanpassung (COLA) für Millionen Rentnerinnen und Rentner entscheidend sind. Ursprünglich war die Veröffentlichung für den 15. Oktober geplant.
Analysten rechnen damit, dass insbesondere Zölle auf importierte Waren wie Kleidung und Elektronik weiterhin Druck auf die Preise ausüben. Während die Energiepreise leicht angezogen haben, könnten sich die Lebensmittelpreise stabilisiert haben. Einige Warengruppen – etwa Fleisch oder Kaffee – bleiben jedoch teuer, auch aufgrund früherer Ernteausfälle und Handelsbarrieren.
Wirtschaftsexperten wie Sarah House von Wells Fargo warnen, dass sich die Güterinflation aufgrund der Zollweitergabe (Tariff Pass-Through) hartnäckig halten dürfte, während sinkende Mietkosten etwas Entlastung bei den Dienstleistungspreisen bringen könnten.
Trotz der anhaltenden Preissteigerungen dürfte die heutige Veröffentlichung die US-Notenbank (Fed) nicht davon abhalten, bei ihrer nächsten Zinssitzung am 30. Oktober über eine erneute Senkung nachzudenken – insbesondere, wenn sich das Wirtschaftswachstum weiter abkühlt und der Arbeitsmarkt Anzeichen von Schwäche zeigt.
Die Märkte blicken daher gespannt auf die heutigen Zahlen: Ein stärker als erwarteter Anstieg könnte kurzfristig den US-Dollar stützen und den Aktienmarkt belasten, während schwächere Daten die Erwartungen auf eine baldige Zinssenkung durch die Fed verstärken könnten.
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26 Kommentare
Die COLA-Anpassung für Rentner ist ein wichtiger Punkt. Wie hoch wird diese voraussichtlich ausfallen, basierend auf den aktuellen Inflationszahlen?
Ich bin kein Finanzexperte, aber die Situation scheint mir sehr volatil. Sollte man jetzt eher konservativ investieren?
Die Märkte reagieren empfindlich auf diese Zahlen. Ein stärkerer Anstieg als erwartet könnte den Dollar stützen, aber ist das nachhaltig, wenn die Wirtschaft insgesamt schwächelt?
Die Zölle auf importierte Waren scheinen ein zentrales Problem zu sein. Gibt es politische Lösungsansätze, um diese zu reduzieren?
Die Tatsache, dass die Veröffentlichung des Berichts verschoben wurde, wirft Fragen auf. Hatte der Shutdown doch größeren Einfluss auf die Datenerhebung als angegeben?
Die Kerninflation von 3,1% ist ebenfalls hoch. Bedeutet das, dass die Inflation sich breiter in der Wirtschaft festgesetzt hat?
Die Prognose von 0,4% Anstieg im September ist ja fast identisch mit dem August. Gibt es keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Preisdrucks?
Die hohe Verlustquote bei CFD-Handel sollte wirklich mehr Aufmerksamkeit bekommen. Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein, bevor man damit anfängt.
Absolut. Viele unterschätzen die Komplexität und das Risiko von CFDs. Eine gute Risikobewertung ist unerlässlich.
59,66% der Privatanleger verlieren Geld beim Handel mit CFDs – das ist eine erschreckend hohe Zahl. Sollte man nicht viel stärker vor den Risiken warnen?
Sarah House von Wells Fargo spricht von ‚Tariff Pass-Through‘. Könnte man diese Zölle nicht temporär senken, um den Inflationsdruck zu verringern, ohne die langfristige Handelspolitik zu gefährden?
Es ist bemerkenswert, dass die Daten trotz des Shutdowns veröffentlicht werden. Das zeigt, wie wichtig die Inflationszahlen für die Wirtschaft sind.
Die Märkte blicken gespannt auf die Zahlen, das stimmt. Aber wie realistisch ist eine starke Reaktion, wenn die Fed ohnehin ihre eigene Agenda verfolgt?
Die Erwähnung von Handelsbarrieren als Ursache für hohe Lebensmittelpreise ist wichtig. Welche konkreten Barrieren sind hier gemeint?
Die Aussage, dass die Fed eine Zinssenkung in Erwägung zieht, ist überraschend. Welche Indikatoren sprechen für eine solche Entscheidung?
Ich bin skeptisch, ob sinkende Mietkosten wirklich genug sein werden, um den Inflationsdruck auszugleichen. Die Nachfrage nach Wohnraum ist ja weiterhin hoch.
Wenn die Energiepreise nur leicht angezogen haben, wie erklärt sich dann die insgesamt hohe Inflation? Liegt es wirklich nur an den Zöllen und den Lebensmitteln?
Ich frage mich, wie stark die sinkenden Mietkosten tatsächlich die Dienstleistungspreise entlasten werden. Die Wohnungsmärkte sind ja regional sehr unterschiedlich.
Die Tatsache, dass der CPI-Bericht trotz des Government-Shutdowns veröffentlicht wird, weil er für die COLA-Anpassung der Rentner wichtig ist, zeigt, wie kritisch diese Daten sind. Das ist eine wichtige soziale Verantwortung.
Ich bin gespannt, ob die Fed wirklich über eine Zinssenkung nachdenkt, obwohl die Inflation hartnäckig bleibt. Das scheint mir ein riskantes Manöver zu sein.
Es ist positiv zu sehen, dass die Lebensmittelpreise sich stabilisiert haben könnten, aber die anhaltenden hohen Preise für Fleisch und Kaffee, die auf Ernteausfälle zurückzuführen sind, belasten dennoch viele Haushalte.
Die erwartete Inflation von 3,1% im Jahresvergleich ist beunruhigend hoch, besonders wenn man bedenkt, dass bereits im August ein ähnliches Tempo verzeichnet wurde. Wird die Fed diese Entwicklung ignorieren, oder ist eine Zinserhöhung wahrscheinlicher als erwartet?
Ich finde es gut, dass JFD Livestreams anbietet, um die Marktentwicklung zu analysieren. Das hilft, die komplexen Zusammenhänge besser zu verstehen.
Ja, die Livestreams sind wirklich hilfreich, um aktuelle Einschätzungen zu bekommen. Besonders der „US Opening Bell“ ist für mich wichtig.
Die Erwartung eines Anstiegs der Preise für Kleidung und Elektronik aufgrund von Zöllen ist nachvollziehbar. Welche konkreten Produkte sind am stärksten betroffen?
Die Kombination aus steigender Inflation und schwächeren Wirtschaftsdaten ist eine schwierige Situation. Welche anderen Faktoren könnten die Fed bei ihrer Entscheidung beeinflussen?