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Die VIB Vermögen AG und ihr Großaktionär, die DIC Real Estate Investments GmbH & Co. KGaA (DIC REI), haben sich am 2. Januar 2026 auf die konkreten Konditionen des angekündigten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages (BGAV) verständigt. Wie aus der Pflichtmitteilung hervorgeht, bietet die DIC REI, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Branicks Group AG, den außenstehenden Anteilseignern einen Tausch ihrer Papiere an. Für jede Aktie der VIB sollen Anleger 4,18 Aktien der Muttergesellschaft Branicks erhalten.
Alternativ zum Aktientausch sieht die Vereinbarung, wie gesetzlich vorgeschrieben, eine jährliche Ausgleichszahlung vor. Diese wurde auf 0,92 EUR brutto je VIB-Aktie festgesetzt. Nach Abzug der derzeitigen Körperschaftsteuer und des Solidaritätszuschlags entspricht dies einem Nettobetrag von 0,77 EUR je Anteilsschein für jedes volle Geschäftsjahr. Diese Konditionen wurden nach Abschluss der Arbeiten eines gemeinsam beauftragten Bewertungsgutachters und mit Zustimmung der Aufsichtsräte beider Gesellschaften fixiert.
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16 Kommentare
Ich überlege, meine VIB Aktien zu tauschen, um auch an der Entwicklung von Branicks zu partizipieren. Könnte man die Auswirkungen des Tauschs auf die Steuerlast kurz erläutern?
Der Aktientausch kann steuerliche Konsequenzen haben, insbesondere hinsichtlich der Abgeltungssteuer. Es ist ratsam, sich hierzu von einem Steuerberater beraten zu lassen.
Als Kleinaktionär bin ich mir unsicher, welche Option die bessere ist – der Aktientausch oder die jährliche Ausgleichszahlung. Gibt es Empfehlungen, wie man hier am besten vorgeht?
Wurde bei der Festlegung der 0,92 EUR Bruttoausgleichszahlung auch die zukünftige Entwicklung der VIB Vermögen AG berücksichtigt, oder handelt es sich lediglich um eine Momentaufnahme?
Die Tatsache, dass die Aufsichtsräte beider Gesellschaften der Vereinbarung zugestimmt haben, deutet auf einen breiten Konsens hin. Gab es hier auch kritische Stimmen?
0,77 EUR netto pro Aktie als jährliche Ausgleichszahlung klingt verlockend, jedoch bleibt abzuwarten, wie sich die Körperschaftssteuer in den kommenden Jahren entwickelt und ob dieser Betrag nachhaltig ist.
Die angebotene Tauschrate von 4,18 Branicks-Aktien pro VIB-Aktie scheint mir recht hoch, angesichts der aktuellen Marktlage – wie wurde dieser Wert genau durch das Bewertungsgutachten untermauert?
Ich habe bereits Branicks-Aktien im Portfolio. Ein erhöhter Aktienbestand durch den Tausch könnte sich positiv auf meine Diversifizierung auswirken, aber das hängt von der weiteren Entwicklung ab.
Eine Bewertung durch ein gemeinsam beauftragtes Gutachten ist positiv, jedoch wäre es interessant zu wissen, welche Methoden zur Anwendung kamen, um ein möglichst objektives Ergebnis zu erzielen.
Der Abschluss der Vereinbarung ist für den 2. Januar 2026 datiert – eine relativ ferne Zukunft. Gibt es einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung des BGAV bis dahin?
Ich bin gespannt, wie viele Aktionäre sich tatsächlich für den Aktientausch entscheiden werden, da dies die Aktionärsstruktur von Branicks erheblich verändern könnte. Wird es hierzu eine Prognose geben?
Die Pflichtmitteilung erwähnt keine Details zur zukünftigen strategischen Ausrichtung von VIB unter dem Dach von Branicks. Das wäre ein wichtiger Punkt für viele Investoren.
Branicks Group AG, als hundertprozentige Tochter der DIC REI, scheint eine sehr klare Strategie zu verfolgen. Ist dies ein typischer Schritt, um die Kontrolle über VIB Vermögen zu festigen?
Mich wundert, dass die Ankündigung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags so lange zurückliegt und die konkreten Konditionen erst jetzt festgelegt wurden. Was hat die Verzögerung verursacht?
Die Verzögerung könnte an der Komplexität der Bewertung und den Verhandlungen über die genauen Konditionen gelegen haben. Solche Prozesse dauern oft länger als erwartet.
Es ist gut, dass neben dem Aktientausch auch eine finanzielle Alternative in Form der jährlichen Ausgleichszahlung angeboten wird. Das gibt den Aktionären mehr Flexibilität.