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Volkswagen liegt mit seinem Cashflow weit über den Erwartungen der Analysten und des Konzerns selbst. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kurssprung.
Volkswagen hat für das Geschäftsjahr 2025 einen Netto-Cashflow im Automobilbereich von rund sechs Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Damit übertrifft der Konzern sowohl das Vorjahresniveau um eine Milliarde Euro als auch die bisherigen Markterwartungen deutlich. Noch vor Kurzem hatte Volkswagen für das Gesamtjahr einen Netto-Cashflow von lediglich null Milliarden Euro prognostiziert, während Analysten zuletzt mit knapp einer Milliarde Euro gerechnet hatten.
Die positive Entwicklung beim Cashflow führt Volkswagen vor allem auf einen konsequenten Abbau von Lager- und Vorratsbeständen sowie auf geringere Investitionsausgaben zurück. Auch die Nettoliquidität des Konzerns konnte zum Jahresende weiter gesteigert werden: Sie wuchs von 31 auf 34 Milliarden Euro und liegt damit über den zuvor kommunizierten Zielwerten. Die operative Ergebnisprognose (Ebit) von rund 9,3 Milliarden Euro wird von Analysten weiterhin als realistisch eingeschätzt.
Die Börse reagierte prompt auf die verbesserten Finanzkennzahlen: Die VW-Vorzugsaktie legt um mehr als fünf Prozent zu. Zusätzlich sorgte die Rücknahme jüngster US-Zolldrohungen durch Präsident Trump für weiteren Rückenwind.
Technische Analyse der Volkswagen-Aktie von index-radar.de
HotStocks von index-radar.de
Der VW-Konzern hat sich in den vergangenen zwölf Monaten als widerspenstiger Mitspieler im DAX präsentiert: Nach einem furiosen Start ins Jahr 2025 mit satten Kursgewinnen folgte ein abruptes Bremsmanöver im Frühjahr, das die Euphorie jäh einbremste. Trotz wiederholter Richtungswechsel und kräftiger Zwischenspurts pendelte sich der Kurs in einen moderat steigenden Seitwärtstrend ein – die Volatilität blieb hoch, der große Befreiungsschlag jedoch aus.
Aktuell notiert die Aktie komfortabel über ihrer 200-Tage-Linie, die bei 96 Euro verläuft – der Abstand zum gleitenden Durchschnitt ist damit deutlich positiv. Die Linie selbst zeigt einen sanften Aufwärtstrend, was den leicht positiven Grundton der letzten Monate unterstreicht. Das technische Bild bleibt damit stabil, ohne in Euphorie zu verfallen.
Unsere Modelle zeigen eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Aktie in den kommenden vier Wochen zwischen 88 und 122 Euro bewegen wird, wobei der wahrscheinlichste Wert bei rund 105 Euro liegt. Der Prognosekorridor ist weit gefasst, das Chancen-Risiko-Verhältnis bleibt ausgewogen. Überraschungen sind damit keineswegs ausgeschlossen, doch ein abrupter Trendwechsel ist derzeit nicht in Sicht.

HotStocks von index-radar.de
Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen („Prognose-Ränder“) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.
Capped-Bonus-Zertifikat als Investment-Idee von index-radar.de
Renditechance von 22,0 Prozent pro Jahr!
Während Anleger mit der Volkswagen-Aktie – Dividendenzahlungen außen vor gelassen – nur dann Gewinne erzielen, wenn der Kurs steigt, bieten Capped-Bonus-Zertifikate wie die WKN DU6AAV zusätzliche Ertragschancen. Sie ermöglichen attraktive Renditen auch dann, wenn der Kurs seitwärts verläuft oder moderat fällt. Ein weiterer Vorteil: Beim vorgestellten Papier liegt der Einstiegspreis unter dem aktuellen Aktienkurs, was das Risiko verringert.
So funktioniert es
Solange die Volkswagen-Aktie bis zum Bewertungstag (18. Dezember 2026) nicht die festgelegte Barriere bei 85 Euro berührt oder unterschreitet, erhalten Anleger nach dem Ende der Laufzeit den Bonusbetrag von 120 Euro je Zertifikat zurück. Der aktuelle Einstiegskurs liegt bei 100,2 Euro – also unterhalb des Aktienkurses.
Steigt die Volkswagen-Aktie, profitiert in der Regel auch das Zertifikat. Je näher der Kurs an den maximalen Auszahlungsbetrag heranrückt, desto stärker reduziert sich das verbleibende Bonuspotenzial. Anleger können daher – je nach Marktlage – auch vor Laufzeitende Gewinne realisieren.
Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar, sodass ein Verkauf jederzeit möglich ist, zum Beispiel, wenn der Großteil des Bonus bereits erreicht wurde.
Die Gewinnchancen im Überblick
Beim Kauf zu 100,2 Euro ergibt sich bis zur Fälligkeit im Dezember 2026 ein möglicher Gewinn von 19,7 Prozent. Das entspricht einer jährlichen Rendite von rund 22,0 Prozent – auch dann, wenn die Aktie lediglich auf dem aktuellen Niveau bleibt.
Darauf sollten Anleger achten
Wird die um 18,2 Prozent tiefer liegende Barriere von 85 Euro während der Laufzeit berührt oder unterschritten, entfällt der Bonusmechanismus. Das Zertifikat verhält sich dann wie die Volkswagen-Aktie selbst – Gewinne oder Verluste hängen vom tatsächlichen Aktienkurs am Laufzeitende ab. Liegt dieser unter dem heutigen Niveau, müssen Anleger mit Einbußen rechnen.
Von index-radar.de
Das Original zu diesem Beitrag „Volkswagen: Riesige Überraschung beim Cashflow – Renditechance von 22,0 % p.a.“ stammt von Index Radar.
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18 Kommentare
Die Erwähnung saisonaler Trends und des Aktienklimas Deutschland im Vorhersagemodell klingt nach einer fundierten Analyse. Wie stark beeinflussen diese Faktoren die Prognose im Vergleich zu anderen?
Die Erwartungen für 2025 wurden ja komplett übertroffen – von 0 Milliarden Euro auf 6 Milliarden Euro Netto-Cashflow im Automobilbereich! Ist das ein Zeichen für eine nachhaltige Verbesserung der Effizienz oder eher ein einmaliger Effekt durch den Lagerabbau?
Die Rücknahme der US-Zolldrohungen kam zur richtigen Zeit für Volkswagen. Wie abhängig ist der Konzern von den politischen Entscheidungen in den USA?
Ein Kursplus von über fünf Prozent ist beeindruckend, aber wie stabil ist dieser Anstieg wirklich, wenn man bedenkt, dass auch die Rücknahme der US-Zolldrohungen geholfen hat? Die Volatilität in den letzten zwölf Monaten war ja enorm.
Nach dem ‚furiosen Start‘ und dem ‚abrupten Bremsmanöver‘ im Frühjahr, ist es beruhigend zu sehen, dass sich der Kurs stabilisiert hat. Aber die hohe Volatilität macht mir Sorgen.
Ich bin gespannt, ob Volkswagen den positiven Trend fortsetzen kann. Die Konkurrenz im Automobilmarkt ist ja enorm. Wird der Cashflow auch 2026 so hoch sein?
Die Erhöhung der Nettoliquidität auf 34 Milliarden Euro ist positiv, aber wie plant Volkswagen, dieses Kapital einzusetzen? Werden wir größere Investitionen in neue Technologien sehen?
Der Prognosekorridor von 88 bis 122 Euro für die nächsten vier Wochen ist sehr breit gefasst. Das bedeutet, dass es durchaus zu Überraschungen kommen kann, oder?
Die Erwähnung der technischen Analyse durch index-radar.de ist hilfreich. Ich bin kein Experte, aber die Informationen sind verständlich aufbereitet.
Die Prognose von 105 Euro als ‚wahrscheinlichster Wert‘ in den nächsten vier Wochen klingt vernünftig. Ich werde die Entwicklung der Aktie genau beobachten.
Ein Netto-Cashflow von 6 Milliarden Euro ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, wo es nur eine Milliarde mehr waren. Das zeigt, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen.
Die Tatsache, dass die Aktie jetzt komfortabel über der 200-Tage-Linie bei 96 Euro notiert, deutet auf einen positiven Trend hin. Aber ist das genug, um den Seitwärtstrend der letzten Monate wirklich zu durchbrechen?
Der Abbau von Lagerbeständen klingt nach einer kurzfristigen Maßnahme. Wie plant Volkswagen, den Cashflow langfristig zu sichern?
Ich finde es gut, dass Volkswagen seinen Lagerbestand reduziert hat. Das scheint ein wichtiger Faktor für die Verbesserung des Cashflows zu sein. Könnte das ein Modell für andere Autohersteller sein?
Die Tatsache, dass die Nettoliquidität die Zielwerte übertrifft, ist ein gutes Zeichen für die finanzielle Gesundheit des Konzerns. Das gibt Sicherheit für zukünftige Investitionen.
Ich frage mich, ob die Analysten die Auswirkungen der Elektromobilität auf den Cashflow ausreichend berücksichtigt haben. Die Investitionen in diesen Bereich sind ja enorm.
Ein Anstieg um fünf Prozent ist zwar gut, aber reicht das aus, um die Verluste aus dem Frühjahr wieder auszugleichen? Der Kursverlauf war ja alles andere als linear.
Ich bin etwas skeptisch, ob die operative Ergebnisprognose von 9,3 Milliarden Euro realistisch ist, angesichts der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten. Die Prognose scheint recht optimistisch.