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- Westwing Group SE – WKN: A2N4H0 – ISIN: DE000A2N4H07 – Kurs: 14,250 € (XETRA)
Das vierte Quartal brachte die Wende. Westwing meldete am Freitagabend für das vierte Quartal 2025 ein GMV-Wachstum von 9 % auf 163 Mio. EUR und hob im Zuge dessen die Prognose für das bereinigte EBITDA im Gesamtjahr deutlich an. Statt bislang 25 Mio. bis 35 Mio. EUR erwartet der Onlinehändler nun 42 Mio. bis 45 Mio. EUR. Das entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 9 bis 10 % und liegt klar über den bisherigen Markterwartungen.
Solides Gesamtjahr trotz verhaltenem Marktumfeld
Auf Jahressicht zeigt sich ein differenziertes Bild. Das Bruttowarenvolumen stieg 2025 um 2 % auf 507 Mio. EUR, während der Umsatz mit rund 449 Mio. EUR am oberen Ende der Prognosespanne von 425 Mio. bis 455 Mio. EUR erwartet wird. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem moderaten Plus von 1 %. Angesichts eines weiterhin herausfordernden Konsumumfelds wertet das Management insbesondere die Dynamik zum Jahresende als Signal für eine operative Trendwende.
Treiber des starken Schlussquartals waren laut Unternehmen ein erfolgreiches Black-Week-Geschäft sowie eine hohe Nachfrage im Weihnachtsgeschäft. Das vierte Quartal erwies sich zudem als deutlich profitabler als ursprünglich angenommen und gab damit den Ausschlag für die angehobene Jahresprognose.
Ein zentraler Faktor für die verbesserte Profitabilität ist der weiter steigende Anteil der Westwing Collection. Im Gesamtjahr erhöhte sich der Eigenmarkenanteil um 8 Prozentpunkte auf 63 % des GMV, ein neues Allzeithoch. Bereits im vierten Quartal lag der Anteil bei 61 %. Die stärkere Kontrolle über Design, Einkauf und Preisgestaltung zahlt sich zunehmend aus und stabilisiert die Bruttomargen.
CEO Andreas Hoerning sieht das Unternehmen damit am Übergang in eine neue Phase. „Wir haben die zweite Phase unseres dreistufigen Plans zur Wertsteigerung erfolgreich abgeschlossen und mit hoher Geschwindigkeit die Wachstumshebel der dritten Phase in Gang gesetzt“, erklärte Hoerning. Das starke Schlussquartal sei ein sichtbarer Beleg dafür.
Auch bilanziell hat sich Westwing weiter verbessert. Der Netto-Cashflow belief sich 2025 auf 25 Mio. EUR. Die Netto-Cash-Position stieg damit auf 94 Mio. EUR nach 69 Mio. EUR Ende 2024. Maßgeblich dazu beigetragen hat der positive operative Cashflow, der dem Unternehmen zusätzlichen finanziellen Spielraum für Investitionen und strategische Initiativen verschafft.
Den vollständigen Geschäftsbericht inklusive Ausblick für 2026 will Westwing am 26. März vorlegen. Nach dem starken vierten Quartal dürfte der Markt dabei insbesondere darauf achten, ob sich das GMV-Wachstum beschleunigen lässt und ob die erreichte Profitabilität nachhaltig ist.
Fazit: Chapeau, das Management von Westwing hat in einem schwachen Konsumumfeld eindrucksvoll geliefert. Unser Hotstock hat sich fast verdoppelt. Wollt ihr mehr solcher „heißen“ Titel in chatttechnisch aussichtsreicher Position präsentiert bekommen? Dann abonniert unbedingt stock3 Plus! Die Rally der Aktie ist beeindruckend und Kursziele um 20 EUR erscheinen jetzt nicht mehr vermessen. Weitere aktuelle Hotstocks findet ihr auch hier.
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| Jahr | 2025e* | 2026e* | 2027e* |
| Umsatz in Mio. EUR | 450,00 | 480,00 | 520,00 |
| Ergebnis je Aktie in EUR | 0,70 | 0,92 | 1,26 |
| KGV | 20 | 15 | 11 |
| Dividende je Aktie in EUR | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite | 0,00% | 0,00% | 0,00% |
|
*e = erwartet, Berechnungen basieren bei |

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23 Kommentare
Die Fokussierung auf die Westwing Collection scheint sich auszuzahlen, da sie die Bruttomargen stabilisiert. Ist das ein Modell, das auch andere Unternehmen in Betracht ziehen sollten?
Die Erwähnung des ‚dreistufigen Plans zur Wertsteigerung‘ weckt mein Interesse. Was genau beinhaltet dieser Plan und welche Ziele wurden bereits erreicht?
Die Tatsache, dass der Umsatz mit rund 449 Mio. EUR am oberen Ende der Prognosespanne lag, zeigt, dass das Management seine Ziele gut im Blick hat.
Das GMV-Wachstum von 9% im vierten Quartal ist zwar positiv, aber im Vergleich zum Vorjahr verlangsamt sich das Wachstum insgesamt – wie wird das Unternehmen dieses Problem angehen?
Die Erhöhung der EBITDA-Prognose auf 42 bis 45 Millionen Euro ist bemerkenswert, besonders wenn man bedenkt, dass der Umsatz nur um 1% gestiegen ist – das deutet auf deutliche Effizienzsteigerungen hin.
Die Aussage von CEO Andreas Hoerning, dass die zweite Phase des Plans abgeschlossen sei, klingt optimistisch, aber der Geschäftsbericht am 26. März wird zeigen, ob diese ‚Wachstumshebel‘ tatsächlich greifen.
Die Betonung des Black-Week-Geschäfts und der Weihnachtsnachfrage ist verständlich, aber wie sieht die Strategie aus, um auch in den weniger saisonalen Monaten das Wachstum anzukurbeln?
Die angehobene EBITDA-Prognose ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Westwing auf dem richtigen Weg ist, seine Profitabilität zu verbessern.
Die hohe Nachfrage im Weihnachtsgeschäft ist nicht überraschend, aber wie hat Westwing sichergestellt, dass die Lieferketten nicht überlastet waren und die Kunden zufrieden waren?
Die Prognose für 2026 wird entscheidend sein. Beobachter werden genau prüfen, ob das GMV-Wachstum tatsächlich an Fahrt aufnimmt, wie das Management hofft.
Ein Netto-Cashflow von 25 Millionen Euro und eine Netto-Cash-Position von 94 Millionen Euro sind sehr solide Zahlen, die Westwing finanziellen Spielraum für zukünftige Investitionen geben.
Ein GMV von 163 Millionen Euro im vierten Quartal ist ein starkes Ergebnis, aber wie hoch waren die Marketingkosten, um dieses Ergebnis zu erzielen? Das ist ein wichtiger Faktor für die Profitabilität.
Ich bin etwas skeptisch, ob die operative Trendwende wirklich nachhaltig ist, angesichts des ‚verhaltenen Marktumfelds‘, das im Artikel erwähnt wird. Die nächsten Quartale werden es zeigen.
Die Verdopplung des Kurses ist natürlich erfreulich für Investoren, aber ist diese Entwicklung realistisch, wenn man bedenkt, dass das GMV-Wachstum nur bei 2% im Gesamtjahr lag?
Der Anstieg der Netto-Cash-Position von 69 Mio. EUR auf 94 Mio. EUR ist ein positives Signal für die finanzielle Stabilität des Unternehmens.
Die Erhöhung des Eigenmarkenanteils um 8 Prozentpunkte auf 63% ist beeindruckend. Könnte dieser Trend dazu führen, dass Westwing unabhängiger von externen Lieferanten wird?
Die Verdopplung des Kurses ist eine beeindruckende Leistung, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist und ob Westwing seine Position im Markt weiter festigen kann.
Absolut. Die Frage ist, ob die gestiegene Profitabilität auch ohne die starken saisonalen Effekte gehalten werden kann.
Die angekündigte Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts am 26. März ist ein wichtiger Termin für alle Investoren und Beobachter. Ich bin gespannt auf die Details.
Ich frage mich, wie sich die steigende Konkurrenz im Online-Handel auf die zukünftige Entwicklung von Westwing auswirken wird, trotz der aktuellen positiven Zahlen.
Ein GMV-Wachstum von 2% im Jahresverlauf ist zwar moderat, aber angesichts des herausfordernden Konsumumfelds durchaus akzeptabel. Wichtig ist, dass das Wachstum im vierten Quartal deutlich stärker war.
Ich bin gespannt, ob der Anteil der Westwing Collection von 63% am GMV nachhaltig ist oder ob das ein einmaliger Effekt war, der durch gezielte Aktionen im vierten Quartal erreicht wurde.
Ich finde es gut, dass Westwing die Kontrolle über Design und Einkauf verstärkt hat, um die Bruttomargen zu stabilisieren. Das ist ein wichtiger Schritt, um langfristig profitabel zu sein.