Listen to the article
In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten. Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Bewohnerinnen und Bewohner im Heim kommen noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Umlagen für Ausbildungskosten hinzu.
boerse.de-Aktien-Ausblick:
Wie es an den Börsen jetzt weitergeht!
Hier gratis anfordern …
Große Unterschiede in den Ländern
Regional gibt es große Unterschiede. Im Ländervergleich am teuersten war die Pflege im ersten Jahr im Heim zum 1. Januar in Bremen mit durchschnittlich 3.637 Euro im Monat und im Saarland mit 3.601 Euro. Am niedrigsten war die monatliche Belastung im ersten Jahr im Heim nun in Sachsen-Anhalt mit 2.720 Euro sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit je 2.903 Euro.
Die Vorstandschefin des Ersatzkassenverbands, Ulrike Elsner, sagte, es brauche eine nachhaltige Finanzierung der Pflege, die auch Pflegebedürftige in Heimen deutlich entlaste. Sie müssten für Investitions- und Ausbildungskosten aufkommen, die Sache des Staates seien. „Wir fordern die Bundesländer auf, diese Kosten endlich zu übernehmen“, sagte Elsner.
´/sam/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
Den vollständigen Artikel hier lesen


13 Kommentare
Ein Anstieg von 137 Euro seit Juli 2023 ist spürbar. Ich befürchte, dass viele Menschen ohne zusätzliche finanzielle Unterstützung von Angehörigen oder staatliche Hilfe kaum noch in ein Pflegeheim einziehen können.
Das ist ein sehr berechtigter Punkt. Die steigenden Kosten könnten dazu führen, dass immer mehr Menschen zuhause gepflegt werden, was die Angehörigen zusätzlich belastet.
Ich bin gespannt, wie die Bundesländer auf die Forderung von Frau Elsner reagieren werden. Eine nachhaltige Finanzierung der Pflege ist dringend erforderlich, um die Qualität der Versorgung sicherzustellen.
Die Tatsache, dass Pflegebedürftige für Investitionskosten der Einrichtungen aufkommen müssen, erscheint mir problematisch. Das sollte wirklich Aufgabe des Staates sein, wie Frau Elsner betont.
Die Auswertung des Verbands der Ersatzkassen zeigt deutlich, dass die Pflegeversicherung nur einen Teil der Kosten deckt. Das ist ein strukturelles Problem, das dringend angegangen werden muss, um eine gerechte Finanzierung zu gewährleisten.
3.245 Euro pro Monat für Pflege im Heim – das ist eine enorme Belastung für viele Familien. Besonders erschreckend finde ich den Anstieg von 261 Euro innerhalb eines Jahres, wie die Daten zeigen.
Ich frage mich, wie sich dieser Kostenanstieg auf die Wahl der Pflegeeinrichtung auswirkt. Werden sich viele Menschen nur noch weniger teure Einrichtungen leisten können, auch wenn diese möglicherweise schlechtere Leistungen bieten?
Ulrike Elsner fordert, dass die Bundesländer für Investitions- und Ausbildungskosten aufkommen, was absolut richtig ist. Es kann nicht sein, dass die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen diese Kosten alleine tragen müssen.
Die Entwicklung der Pflegekosten ist alarmierend. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird die Pflege für viele unbezahlbar. Es braucht dringend politische Lösungen, um das System zu stabilisieren.
Die niedrigeren Kosten in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen sind ein Hoffnungsschimmer, aber es bleibt abzuwarten, ob diese auch eine gleichwertige Pflegequalität gewährleisten. Eine reine Kostenbetrachtung ist hier nicht zielführend.
Es ist wichtig zu verstehen, dass in den 3.245 Euro nicht nur die Pflege selbst enthalten ist, sondern auch Unterkunft, Verpflegung und Investitionen. Diese Aufschlüsselung sollte für mehr Transparenz sorgen.
Die großen regionalen Unterschiede sind beunruhigend; zwischen 2.720 Euro in Sachsen-Anhalt und 3.637 Euro in Bremen zu zahlen, ist eine massive Ungleichheit. Wie erklärt sich dieser Unterschied von fast 900 Euro?
Vermutlich spielen hier unterschiedliche Standards in der Ausstattung der Heime und die Personalkosten eine Rolle, die je nach Bundesland variieren.