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Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Zinsen erhöht und will Käufe von japanischen Staatsanleihen (JGB) reduzieren.
Wie die BoJ mitteilte, wurde der Zins (Overnight Call Rate Target) auf 0,25 Prozent von der bisherigen Spanne von 0 Prozent bis 0,1 Prozent erhöht. Staatsanleihekäufe sollen pro Quartal um etwa 400 Milliarden Yen verringert werden.
Mit den Maßnahmen fährt die Notenbank ihre Politik der monetären Stimulierung weiter zurück, die sie ein Vierteljahrhundert lang verfolgt hatte. Hintergrund für die Schritte ist vor allem die höhere Inflation in Japan.
DJG/DJN/kla/rio
TOKIO (Dow Jones)
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18 Kommentare
400 Milliarden Yen weniger Anleihekäufe pro Quartal – das ist eine konkrete Zahl, die man im Auge behalten sollte, um die Reaktion des Marktes zu beobachten.
Ich bin mir nicht sicher, ob die BoJ die Auswirkungen auf kleinere Banken und Finanzinstitute ausreichend berücksichtigt hat. Könnten diese Schwierigkeiten bekommen?
Die Entscheidung der BoJ ist ein Signal an die Märkte, dass sie bereit ist, aktiv gegen die Inflation vorzugehen. Das könnte das Vertrauen in die japanische Wirtschaft stärken.
Die Anpassung der Geldpolitik nach einem Vierteljahrhundert ist ein historischer Moment für Japan. Es bleibt abzuwarten, wie sich das langfristig auswirken wird.
Die höhere Inflation in Japan ist der Hauptgrund für diese Entscheidung, aber wie sieht es mit den Auswirkungen auf den Wechselkurs des Yen aus? Wird er dadurch gestärkt?
Wird die Reduzierung der Anleihekäufe zu einer Verknappung am Markt führen und somit die Renditen in die Höhe treiben? Das wäre ein interessanter Nebeneffekt.
Ich frage mich, ob die BoJ bei dieser Zinsanhebung die Risiken für das Wirtschaftswachstum ausreichend berücksichtigt hat. Eine zu schnelle Straffung könnte kontraproduktiv sein.
Ich bin gespannt, ob diese Maßnahmen der BoJ tatsächlich die seit einem Vierteljahrhundert verfolgte Politik der monetären Stimulierung wirklich zurückfahren oder ob es sich nur um eine Anpassung handelt, um den Kurs zu stabilisieren.
Eine Reduzierung der Staatsanleihekäufe um 400 Milliarden Yen pro Quartal klingt nach einer spürbaren Verlangsamung, aber wird das ausreichen, um die Inflation effektiv zu bekämpfen, oder ist das nur ein erster, zögerlicher Schritt?
Es ist bemerkenswert, dass die BoJ nach 25 Jahren ihre Politik ändert. Das zeigt, wie ernst die aktuelle Inflationssituation ist.
Die Erhöhung der Overnight Call Rate auf 0,25 Prozent könnte sich positiv auf die Sparzinsen auswirken, was für viele japanische Bürger eine willkommene Nachricht wäre.
Die Erhöhung des Zinses auf 0,25 Prozent ist ein deutlicher Schritt, nachdem die BoJ so lange bei 0 Prozent geblieben ist – wie sich das auf die Kreditaufnahme für Unternehmen auswirken wird, ist jetzt die große Frage.
Es wäre hilfreich zu wissen, welche spezifischen Inflationsraten die BoJ zu dieser Entscheidung bewogen haben. Waren es vor allem Energiepreise oder auch andere Faktoren?
Ich bin etwas skeptisch, ob 0,25 Prozent Zins tatsächlich ausreichen, um die Inflation einzudämmen, insbesondere wenn man bedenkt, dass die japanische Wirtschaft schon lange mit Deflation zu kämpfen hatte.
Die Verringerung der Staatsanleihekäufe um 400 Milliarden Yen pro Quartal könnte die Finanzierung von Regierungsprojekten erschweren. Wie plant die Regierung das zu kompensieren?
Ich habe gehört, dass einige Analysten eine noch stärkere Zinsanhebung erwartet haben. Ist die BoJ also vorsichtig vorgegangen, um keine Panik auszulösen?
Die Erhöhung des Zinses auf 0,25 Prozent ist ein klares Zeichen dafür, dass die BoJ die Inflation ernst nimmt und bereit ist, Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu kontrollieren.
Das stimmt, aber es ist auch wichtig zu bedenken, dass Japan eine sehr hohe Staatsverschuldung hat. Höhere Zinsen könnten das Problem verschärfen.