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Unsicherheiten bleiben, neue Chancen erwachsen
Die weltweite Geld- und Fiskalpolitik sorgen für allgemeine Zuversicht. Dabei könnte eine globale
Konjunkturbelebung in vielen Bereichen neue Anlagechancen schaffen. Klar, die Risiken, die schon im vergangenen Jahr den Märkten zu schaffen machten, bleiben. Der Ukraine-Krieg wird nicht von einem
auf den anderen Tag gelöst. Bricht Trump mit Venezuela einen neuen Krisenherd vom Zaun? Es sind viele Unwägbarkeiten, die dieses Jahr beherrschen werden. Und einiges, was heute noch niemand denken
mag, wird auch wieder für Verunsicherung sorgen. Doch bei allem Chaos – daraus ergeben sich auch immer wieder neue Chancen.
Wir sind deshalb auch optimistisch, dass 2026 ein gutes Börsenjahr werden wird. Dabei sind wir bei
unseren Analysen auf einige sehr interessante Titel gestoßen. Neben den allgemeinen Verdächtigen wie die Allianz und die Münchner Rück oder Microsoft sind es
vor allem europäische Titel aus der zweiten Reihe, die wir für unsere Mandate wie den Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen oder den Frankfurter UCITS-ETF – Modern Value
favorisieren.
Alles Europa: 5 Länder – 5 Aktien
Nr.1: Storebrand: Power für die Altersvorsorge in Skandinavien
Beginnen wir in Norwegen. Storebrand gehört in Norwegen und Schweden zu den führenden Anbietern der
betrieblichen Altersvorsorge – einem Markt, der langfristig von der Demografie und dem strukturellen Bedarf nach stabilen Vorsorgelösungen getragen wird. Parallel zählt Storebrand zu den größten
Asset Managern Skandinaviens sowie zu den Top-Anbietern im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft. Diese Kombination sorgt für ein robustes, breit diversifiziertes Geschäftsmodell, das nicht nur
stabil, sondern auch gut planbar ist. Der zentrale Werttreiber liegt aktuell jedoch in der Transformation des Produktportfolios. Kapitalintensive Garantieprodukte – die traditionell hohe
Kapitalbindung erfordern – werden zunehmend in fondsgebundene Vorsorgelösungen überführt. Diese Produkte erzielen höhere Kapitalrenditen, benötigen weniger Eigenkapital und schaffen dadurch
Freiräume. Übrigens: Gegründet 1767, gehört Storebrand zu den ältesten Versicherungskonzernen der Welt.
Nr. 2: SCOR, der sichere Anker
Bleiben wir in der Versicherungsbranche, wechseln aber nach Frankreich zu SCOR. Wenn die Märkte
unruhig werden, rückt eine Anlageklasse regelmäßig in den Fokus: defensive Aktien. Dazu gehören Unternehmen, die selbst in wirtschaftlich schwierigen Phasen stabile Umsätze und Gewinne erzielen –
oft, weil ihr Geschäftsmodell strukturell robust ist. Rückversicherer gehören genau in diese Kategorie. Und somit auch SCOR. Weltweit gibt es nur eine Handvoll führender (Tier-1) Rückversicherer.
SCOR gehört zu ihnen – mit starker Expertise in Schaden- und Lebensrückversicherung. Nach einigen schwierigen Jahren und einem Managementwechsel ist das Unternehmen nun strategisch neu aufgestellt
und hat seine Marktposition gefestigt. Das Geschäftsmodell von SCOR ruht auf zwei gleich starken Säulen: Rückversicherung in der Schaden- und Unfall-Sparte auf der einen, und der Lebens- und
Gesundheits-Sparte auf der anderen Seite. Beide Bereiche tragen heute fast genau zur Hälfte zu den Prämieneinnahmen bei, was eine breite Streuung der Risiken ermöglicht.
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