Im ersten Halbjahr 2026 erzielte die Baader Bank ein Ergebnis vor Steuern von 22,4 Millionen Euro. Jetzt passt der Vorstand die Jahresprognose nach oben an: Das Vorsteuerergebnis für das Gesamtjahr soll diesen Halbjahreswert spürbar übertreffen. Das bleibt jedoch ein Teilerfolg. Das Ergebnis vor Steuern wird 2026 deutlich unter dem des Vorjahres 2025 liegen – diese Einschätzung hat der Vorstand nicht geändert.
WKN 508810 · ISIN DE0005088108
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 31. August 2026
Die Anhebung betrifft allein die Erwartung für die zweite Jahreshälfte, die sich nach aktueller Marktlage günstiger entwickelt als zunächst angenommen.
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern soll im Gesamtjahr unter dem Halbjahreswert von 13,1 Prozent bleiben. Die Bank erwartet mehr Ergebnis in absoluten Zahlen. Die Profitabilität bezogen auf das eingesetzte Kapital soll dabei nachlassen. Eine Begründung für dieses Verhältnis nennt die Mitteilung nicht.
Die neue Prognose gilt für die Baader Bank AG als Einzelgesellschaft und für den Baader Bank Konzern gleichermaßen. Der Vorstand verweist auf schwer kalkulierbare externe Einflussfaktoren, die verlässliche Prognosen grundsätzlich einschränken.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 6,66 Euro und lag damit rund 0,3 Prozent unter dem Vortagesschluss.
Ob die zweite Jahreshälfte tatsächlich so stark ausfällt wie erhofft, hängt an der weiteren Marktentwicklung – einem Faktor, den das Unternehmen selbst als unberechenbar beschreibt.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

