Über 55 Jahre lang hat Nüßing seinen Kunden aus Industrie, Handwerk und Kommunen Fenster- und Türbeschläge, Werkzeuge und Sicherheitstechnik geliefert. Den digitalen Vertrieb hat das Familienunternehmen dabei lange auf einer zugekauften Codebasis aufgebaut, die es mit zahlreichen Eigenentwicklungen erweiterte. Nun trennt sich der Fachgroßhändler von diesem Ansatz.
WKN A25421 · ISIN DE000A254211
Chart: XETRA, 3 Monate
Die hohe Individualisierung des bisherigen Systems bietet Nüßing Differenzierungsmerkmale im Wettbewerb. Sie bindet zugleich erhebliche Entwicklungskapazitäten für Betrieb, Wartung und Fehlerbehebung. Künftig sollen diese Ressourcen in neue Funktionen und Services fließen, statt in den laufenden Betrieb der Bestandslösung.
Migration und Eigenentwicklungen
Bestehende Individualfunktionen werden auf die Intershop Commerce Plattform übertragen und dort gezielt weiterentwickelt. Dazu zählt etwa ein branchenspezifischer Fensterbankkonfigurator, mit dem Kunden Produkte passgenau für ihren Einsatz zusammenstellen können. Solche Werkzeuge bleiben erhalten; der Unterschied liegt in der technologischen Basis, auf der sie künftig laufen.
Ein Gewicht bei der Plattformwahl hatte auch die Verbindung zum Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler, dem Nüßing als Mitglied angeschlossen ist. Dessen E-Commerce-Lösung basiert ebenfalls auf der Intershop Commerce Plattform, was Nüßing ein vertrautes Umfeld und branchenspezifische Erfahrung auf Seiten des Anbieters signalisierte.
Mitarbeiterportal als nächster Schritt
Über die reine Migration hinaus plant Nüßing ein Mitarbeiterportal, das Innen- und Außendienst in digitale Bestell- und Beratungsprozesse einbinden soll. Mitarbeiter sollen darüber auf Produkt-, Kunden- und Bestelldaten zugreifen und gemeinsam mit Kunden Bestellungen erfassen können.
Für Intershop ist der Auftrag ein weiterer Schritt in einem Marktsegment, das das Unternehmen bereits mit anderen Kunden aus dem technischen Großhandel bearbeitet. Wie groß das Auftragsvolumen ist und wann die Migration abgeschlossen sein soll, ließ das Unternehmen offen.
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