Die Deutsche Bank hat angekündigt, Wertpapiere zu begeben, die aufsichtsrechtlich als zusätzliches Kernkapital – sogenannte AT1-Instrumente – anerkannt werden. Solche Papiere stärken die regulatorischen Kapitalpuffer, können aber unter bestimmten Bedingungen abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt werden.
WKN 514000 · ISIN DE0005140008
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 21. September 2026
Das trifft Aktionäre zunächst nicht direkt. Für sie ist relevant, dass die Bank ihre Kernkapitalquote und ihre Gesamtkapitalquote mit dieser Transaktion stützen will – zwei Größen, an denen Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen die Widerstandsfähigkeit des Instituts messen.
Die Stückelung der Wertpapiere beträgt 200.000 Euro je Papier; die Emission richtet sich damit an institutionelle Investoren. Ein konkretes Emissionsvolumen nannte die Bank nicht; die Mitteilung spricht von Benchmark-Volumen, was auf einen erheblichen Betrag hindeutet. Die Bank selbst übernimmt die alleinige Konsortialführung bei der Platzierung.
Rechtliche Grundlage ist eine Ermächtigung der Hauptversammlung aus dem Jahr 2025. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. In den USA dürfen die Papiere nicht angeboten werden, da sie nicht nach dem US-amerikanischen Securities Act registriert sind.
Die Aktie der Deutschen Bank schloss am Tag der Mitteilung bei 33,19 Euro und damit 0,4 Prozent über dem Vortag.
Erstmals kündigen kann die Deutsche Bank die neuen Instrumente am 30. Oktober 2033. Was danach gilt – ob und zu welchen Bedingungen die Papiere verlängert werden – ließ die Mitteilung offen.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

