Vonovia verwaltet über 528.000 eigene Wohneinheiten – und für fremde Eigentümer bereits rund 75.000 weitere. Dieses Geschäft bekommt nun einen eigenen Namen: Veveus.
WKN A1ML7J · ISIN DE000A1ML7J1
Chart: XETRA, 3 Monate · Kursangabe im Text: Schlusskurs vom 5. Oktober 2026
Unter der neuen Marke richtet sich Vonovia gezielt an institutionelle Investoren und Eigentümer, die Investment-Management, Asset-Management, Property-Management und Facility-Management aus einer Hand beziehen wollen. Bislang waren diese Leistungen intern in verschiedenen Bereichen angesiedelt; die Bündelung unter Veveus soll Schnittstellen reduzieren und den Außenauftritt vereinheitlichen. Die klassische Vermietungsmarke Vonovia bleibt davon getrennt.
Für Aktionäre ist der strategische Hintergrund entscheidend: Vonovia will den Anteil sogenannter Non-Rental-Aktivitäten – Erträge außerhalb des Vermietungsgeschäfts – bis 2028 auf 20 bis 25 Prozent des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ausbauen. Auf den Bereich Value-add, zu dem Veveus beiträgt, entfallen dabei 9 bis 12 Prozent.
Die Erlöse aus diesem Segment wuchsen im ersten Halbjahr 2026 auf 79,2 Millionen Euro – ein Plus von 13,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vorstandschef Luka Mucic sprach davon, Erfahrung, etablierte Prozesse und Skalenvorteile künftig auch externen Kunden zugänglich zu machen.
Die Aktie schloss am Tag der Mitteilung bei 16,90 Euro und legte damit gegenüber dem Vortag rund 0,5 Prozent zu.
Veveus wurde auf der Immobilienmesse Expo Real in München vorgestellt. Offen bleibt, wie schnell der Konzern das externe Mandatsgeschäft ausweiten kann – und ob die Wachstumsziele für 2028 ohne größere neue Mandate erreichbar sind.
Dieser Beitrag ist eine journalistische Einordnung und keine Anlageberatung. Er stellt keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.

