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Der Schwerpunkt in der Technischen Analyse liegt darin, aus den Kursnotierungen und deren Trend Anhaltspunkte für die weitere Kursentwicklung abzuleiten. Häufig kann es jedoch auch aufschlussreich sein, darauf zu achten, wo sich die Notierungen im Trendverlauf nicht aufgehalten haben. Diese Konstellation wird als Kurslücke (englisch: Gap) bezeichnet.
Kurslücken können nur in den Chart-Darstellungsformen Balkenchart und Kerzenchart ersichtlich werden. Es sind Bereiche, in denen kein Handel stattgefunden hat, weil die Kurse diese Preisniveaus übersprungen haben. In der betrachteten Periodeneinstellung (Tag, Woche, Stunde etc.) darf die Lücke nicht wieder im Verlauf der Ausbildung des Balkens bzw. der Kerze gefüllt werden, da es sich sonst nur um eine sogenannte Eröffnungslücke handelt, die lediglich für den Intraday-Handel eine gewisse Relevanz besitzt. Ebenfalls keine Lücke im engeren Sinn ist das sogenannte Common Gap. Es entsteht innerhalb einer Seitwärtsbewegung und in der Regel bei geringem Handelsvolumen. Allgemein lässt sich sagen, dass Kurslücken im Aufwärtstrend ein Zeichen von Stärke und im Abwärtstrend ein Zeichen von Schwäche sind. Der komplette Bereich der Lücke fungiert dann als Unterstützungszone bzw. Widerstandszone, vor allem jedoch die untere Begrenzung (im Aufwärtstrend) bzw. obere Begrenzung (im Abwärtstrend) der Lücke. Je höher das Handelsvolumen bei der Entstehung der Lücke, desto größer die Relevanz. Je nachdem, wo die Lücke auftaucht, lassen sich drei relevante Arten von Kurslücken unterscheiden.
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17 Kommentare
Ich bin gespannt, ob es Tools gibt, die automatisch Kurslücken in Charts erkennen und analysieren. Das würde die Arbeit des Traders erheblich erleichtern.
Ich habe schon oft beobachtet, dass Kurse nach einer Kurslücke schnell wieder in die Lücke zurückkehren. Wie kann man sich als Trader vor Fehlsignalen durch solche ‚Common Gaps‘ schützen, die ja laut Artikel weniger relevant sind?
Die Betonung der Bedeutung des Handelsvolumens bei der Entstehung der Lücke ist ein wichtiger Hinweis. Wo findet man zuverlässige Daten zum Handelsvolumen für die technische Analyse?
Die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von Kurslücken ist sehr nützlich. Könnte man diese Typen auch in Kombination betrachten, um ein umfassenderes Bild der Marktsituation zu erhalten?
Die Beschreibung der Kurslücke als Unterstützungs- oder Widerstandszone ist klar verständlich. Wäre es sinnvoll, diese Zonen mit anderen technischen Indikatoren, wie z.B. Fibonacci-Retracements, zu kombinieren, um die Genauigkeit zu erhöhen?
Ich habe in der Vergangenheit einige Trades basierend auf Kurslücken durchgeführt, aber die Ergebnisse waren gemischt. Gibt es vielleicht bestimmte Marktbedingungen, unter denen Kurslücken besonders zuverlässig funktionieren?
Der Artikel erklärt gut, dass Kurslücken nur in Balken- und Kerzencharts sichtbar sind – das ist ein wichtiger Punkt, da viele Anfänger vielleicht nur Liniendiagramme betrachten. Wie genau beeinflusst das Handelsvolumen bei der Entstehung der Lücke die Wahrscheinlichkeit, dass sie später geschlossen wird?
Die Erklärung, dass die untere Begrenzung einer Aufwärtslücke als Unterstützung fungiert, macht Sinn. Kann man diese Unterstützung auch quantifizieren, z.B. durch die Berechnung eines gleitenden Durchschnitts innerhalb der Lücke?
Ich finde es wichtig, dass der Artikel betont, dass Kurslücken nicht in allen Charttypen sichtbar sind. Das könnte für Anfänger eine Stolperfalle sein, wenn sie nur Liniendiagramme verwenden.
Der Artikel konzentriert sich auf die Identifizierung von Kurslücken. Wäre es möglich, eine Strategie zu entwickeln, die speziell darauf abzielt, von der Schließung einer Kurslücke zu profitieren?
Es ist gut zu wissen, dass das Handelsvolumen bei der Entstehung der Lücke entscheidend für ihre Relevanz ist. Gibt es eine bestimmte Volumen-Schwelle, ab der man eine Kurslücke als besonders aussagekräftig betrachten sollte?
Die Aussage, dass eine Kurslücke ein Zeichen von Stärke oder Schwäche sein kann, hängt ja stark vom Kontext ab. Wie beurteilt man die Stärke oder Schwäche im Verhältnis zu anderen Indikatoren und Mustern?
Mich wundert, dass im Artikel nicht auf die psychologische Komponente von Kurslücken eingegangen wird – die Angst, etwas zu verpassen (FOMO) oder die Panik, Verluste zu realisieren, können ja auch eine Rolle spielen. Glauben Sie, dass diese Faktoren die Kursentwicklung nach einer Lücke beeinflussen können?
Ich verstehe, dass ‚Common Gaps‘ innerhalb einer Seitwärtsbewegung entstehen und weniger wichtig sind. Aber wie unterscheidet man diese zuverlässig von einer echten Kurslücke, wenn man nur einen kurzen Zeitraum betrachtet?
Ich finde die Unterscheidung zwischen Eröffnungslücken und ‚echten‘ Kurslücken sehr hilfreich, besonders im Hinblick auf die Relevanz für den Intraday-Handel. Gibt es vielleicht noch spezifische Volatilitätsindikatoren, die man zusätzlich zur Kurslücke betrachten sollte?
Die Erklärung, dass die Lücke selbst als Zone fungiert, ist ein interessanter Ansatz. Wie weit erstreckt sich diese Zone typischerweise und wie kann man ihre Grenzen definieren?
Die Aussage, dass Kurslücken in Aufwärtstrends Stärke signalisieren und in Abwärtstrends Schwäche, erscheint logisch, aber ist das empirisch belegt? Gibt es Studien, die diese Korrelation bestätigen?