Der Schwerpunkt in der Technischen Analyse liegt darin, aus den Kursnotierungen und deren Trend Anhaltspunkte für die weitere Kursentwicklung abzuleiten. Häufig kann es jedoch auch aufschlussreich sein, darauf zu achten, wo sich die Notierungen im Trendverlauf nicht aufgehalten haben. Diese Konstellation wird als Kurslücke (englisch: Gap) bezeichnet.
Kurslücken können nur in den Chart-Darstellungsformen Balkenchart und Kerzenchart ersichtlich werden. Es sind Bereiche, in denen kein Handel stattgefunden hat, weil die Kurse diese Preisniveaus übersprungen haben. In der betrachteten Periodeneinstellung (Tag, Woche, Stunde etc.) darf die Lücke nicht wieder im Verlauf der Ausbildung des Balkens bzw. der Kerze gefüllt werden, da es sich sonst nur um eine sogenannte Eröffnungslücke handelt, die lediglich für den Intraday-Handel eine gewisse Relevanz besitzt. Ebenfalls keine Lücke im engeren Sinn ist das sogenannte Common Gap. Es entsteht innerhalb einer Seitwärtsbewegung und in der Regel bei geringem Handelsvolumen. Allgemein lässt sich sagen, dass Kurslücken im Aufwärtstrend ein Zeichen von Stärke und im Abwärtstrend ein Zeichen von Schwäche sind. Der komplette Bereich der Lücke fungiert dann als Unterstützungszone bzw. Widerstandszone, vor allem jedoch die untere Begrenzung (im Aufwärtstrend) bzw. obere Begrenzung (im Abwärtstrend) der Lücke. Je höher das Handelsvolumen bei der Entstehung der Lücke, desto größer die Relevanz. Je nachdem, wo die Lücke auftaucht, lassen sich drei relevante Arten von Kurslücken unterscheiden.
Den vollständigen Artikel hier lesen

