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Startseite»News»Erneut Unruhen im Iran – Augenzeugen: Tote
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Erneut Unruhen im Iran – Augenzeugen: Tote

onvistaVon onvistavor 2 Monaten20 Kommentare1.148 Aufrufe
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TEHERAN (dpa-AFX) – Bei den andauernden Unruhen im Iran ist es nach Angaben von Augenzeugen im Westen des Landes zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften gekommen. Augenzeugen in der Provinz Ilam berichten von mehreren Toten und ebenso vielen Verletzten in der Kleinstadt Malekschahi. Zudem seien mehrere Demonstrierende festgenommen worden.

Den Augenzeugen zufolge könnte die Rede des obersten Führers Ali Chamenei die Sicherheitskräfte ermutigt haben, in Ilam härter gegen die Demonstrierenden vorzugehen. In seiner ersten Stellungnahme zu den Protesten hatte Chamenei am Samstag jeglichen Dialog mit den „Unruhestiftern“ abgelehnt und strenge Maßnahmen gegen sie gefordert. Die Proteste bezeichnete er als Verschwörung in- und ausländischer Feinde Irans, die konsequent unterbunden werden müsse.

Keine genauen offiziellen Zahlen zu Festnahmen und Toten

Da die Behörden keine genauen Zahlen zu Festnahmen und Todesfällen nennen, lassen sich die Berichte in den sozialen Medien sowie die vorliegenden Aussagen von Augenzeugen nicht unabhängig verifizieren. Die Polizei spricht jedoch von einem „bewaffneten Aufstand“, der konsequent bekämpft werden müsse.

Auch in der Hauptstadt Teheran berichteten Augenzeugen von einer neuen Verhaftungswelle gegen die Demonstrierenden. Besonders im Stadtzentrum und in der Nähe der Universität Teheran soll es erneut zu heftigen Protesten und Zusammenstößen mit Polizei und Sicherheitskräften gekommen sein. Es soll auch zu Festnahmen gekommen sein.

Oberster Führer Chamenei in der Kritik

Die Proteste richten sich mittlerweile in erster Linie gegen Chameneis Person. Die Demonstrierenden werfen dem 86-jährigen Kleriker vor, das Land mit seiner kompromisslosen Politik in die internationale Isolation und damit in die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte geführt zu haben. Zudem kritisieren sie, dass er die finanziellen Ressourcen des Landes eher für den Kampf gegen Israel als für die eigene Bevölkerung einsetze.

Die seit sieben Tagen andauernden Proteste, die ursprünglich in Teheran begonnen hatten, weiteten sich Berichten zufolge inzwischen auf mehr als 70 Prozent des Landes aus. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten sind bislang mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen, darunter auch ein Mitglied der Revolutionsgarden in der Provinz Kurdistan im Westen des Landes – darin sind die jüngsten Vorfälle nicht eingerechnet. Mehr als hundert Demonstrierende sollen festgenommen worden sein. Einige dieser Fälle wurden auch von Staatsmedien bestätigt./str/DP/he

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Die Onvista Media GmbH ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Köln. Von 2007 bis 2017 gehörte es zu Boursorama. Während dieser Zeit wurde die Onvista Bank gegründet. 2017 übernahm die Comdirect Bank sowohl Onvista Media als auch die Onvista Bank. Seit der Verschmelzung der Comdirect Bank auf die Commerzbank im November 2020 ist Onvista Media eine Tochtergesellschaft der Commerzbank AG. Die Onvista Bank ist eine Marke der Commerzbank, die bis Ende des Jahres 2025 eingestellt werden soll.

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20 Kommentare

  1. Anna Fischer am Januar 10, 2026 4:14 p.m.

    Die Kritik, dass Chamenei Ressourcen in Konflikte mit Israel investiert anstatt in die eigene Bevölkerung, ist ein schwerwiegender Vorwurf. Könnte diese Wahrnehmung ein wesentlicher Treiber der Proteste sein?

    Antworten
  2. Anna Schneider am Januar 10, 2026 4:15 p.m.

    Es ist beunruhigend, dass es in Teheran erneut eine Verhaftungswelle gibt, insbesondere in der Nähe der Universität. Studenten sind oft eine wichtige Stimme des Wandels, ihre Unterdrückung ist besorgniserregend.

    Antworten
  3. Lukas Schäfer am Januar 10, 2026 4:15 p.m.

    Die Behauptung der Polizei von einem „bewaffneten Aufstand“ klingt sehr nach einer Eskalation der Darstellung, um harte Maßnahmen zu rechtfertigen. Sind unabhängige Quellen überhaupt zugänglich, um diese Aussage zu überprüfen?

    Antworten
  4. Jonas Schäfer am Januar 10, 2026 4:16 p.m.

    Dass die Proteste sich auf über 70 Prozent des Landes ausweiten, zeigt die Tiefe und Breite der Unzufriedenheit, die offenbar schon länger brodelt. Das ist ein Alarmsignal für das Regime.

    Antworten
  5. Peter Fischer am Januar 10, 2026 4:18 p.m.

    Die Andeutung, dass Chameneis Rede die Sicherheitskräfte zu härterem Vorgehen ermutigt haben könnte, ist beunruhigend. Es scheint, als ob das Regime bereit ist, zu allem zu greifen, um die Kontrolle zu behalten.

    Antworten
  6. Lea Z. Becker am Januar 10, 2026 4:20 p.m.

    Es ist gut, dass auch Staatsmedien einige Festnahmen bestätigen, aber es bleibt die Frage, wie umfassend diese Berichterstattung wirklich ist. Misstrauen ist hier angebracht.

    Antworten
  7. Anna Fischer am Januar 10, 2026 4:21 p.m.

    Ich frage mich, ob die namentliche Nennung von „in- und ausländischen Feinden“ eine Strategie ist, um die Proteste zu diskreditieren und von den eigentlichen Problemen abzulenken. Eine klassische Verschwörungstheorie.

    Antworten
  8. Jonas Meyer am Januar 10, 2026 4:22 p.m.

    Obwohl die Situation sehr angespannt ist, ist es wichtig zu betonen, dass die Proteste ein Ausdruck des Wunsches nach Veränderung sind. Die Menschen wollen eine bessere Zukunft.

    Antworten
  9. Emma Z. Müller am Januar 10, 2026 4:22 p.m.

    Die Tatsache, dass die Proteste seit sieben Tagen andauern, zeigt, dass sie nicht einfach zu unterdrücken sind. Die Menschen scheinen bereit zu sein, ein gewisses Risiko einzugehen, um ihre Forderungen zu äußern.

    Antworten
  10. Emma Wagner am Januar 10, 2026 4:22 p.m.

    Mehr als hundert Festnahmen sind eine beachtliche Zahl, besonders wenn man bedenkt, dass die Proteste erst seit einer Woche laufen. Wie werden diese Menschen behandelt und welche rechtlichen Konsequenzen drohen ihnen?

    Antworten
  11. Karl Weber am Januar 10, 2026 4:23 p.m.

    Die Ereignisse in Ilam sind besonders besorgniserregend. Die Berichte über Tote und Verletzte, kombiniert mit der fehlenden offiziellen Bestätigung, deuten auf eine mögliche Vertuschung hin.

    Antworten
    • Lea Schmidt am Januar 10, 2026 4:54 p.m.

      Das ist leider sehr wahrscheinlich, wenn man die bisherige Reaktion des Regimes betrachtet. Unabhängige Untersuchungen sind dringend erforderlich.

      Antworten
  12. Lea Becker am Januar 10, 2026 4:23 p.m.

    Die Festnahme eines Mitglieds der Revolutionsgarden in Kurdistan, neben den anderen Toten, deutet darauf hin, dass die Konflikte nicht nur auf zivile Demonstranten beschränkt sind. Das könnte die Lage weiter komplizieren.

    Antworten
  13. Mia Weber am Januar 10, 2026 4:23 p.m.

    Die Beschreibung der Wirtschaftskrise als „schwerste der Geschichte“ macht deutlich, wie gravierend die Situation im Iran ist. Das könnte ein wichtiger Grund für die wachsende Unzufriedenheit sein.

    Antworten
  14. Peter Hoffmann am Januar 10, 2026 4:23 p.m.

    Chameneis Ablehnung jeglichen Dialogs mit den Demonstranten deutet auf eine Verfestigung der Machtstrukturen hin und ignoriert die offensichtliche Unzufriedenheit der Bevölkerung. Wie lange kann diese Politik noch aufrechterhalten werden?

    Antworten
  15. Laura Becker am Januar 10, 2026 4:24 p.m.

    Es ist erschreckend zu hören, dass es in Malekschahi bereits mehrere Tote und Verletzte geben soll, besonders wenn die offiziellen Zahlen ausbleiben. Die fehlende Transparenz der Behörden verstärkt die Sorge um die tatsächliche Gewaltanwendung.

    Antworten
  16. Lukas Müller am Januar 10, 2026 4:24 p.m.

    Die Konzentration der Proteste im Stadtzentrum und in der Nähe der Universität Teheran ist kein Zufall. Das sind traditionell Orte des Widerstands und der Meinungsfreiheit.

    Antworten
    • Karl Wagner am Januar 10, 2026 4:44 p.m.

      Richtig, das zeigt, dass die Proteste organisiert sind und sich nicht nur aus spontanen Aktionen zusammensetzen.

      Antworten
  17. Lukas D. Schmidt am Januar 10, 2026 4:27 p.m.

    Wenn Chamenei tatsächlich 86 Jahre alt ist, stellt sich die Frage der Nachhaltigkeit seiner Politik und der Perspektiven für eine mögliche Nachfolge. Dies könnte ein Faktor für die aktuellen Spannungen sein.

    Antworten
    • Laura N. Schäfer am Januar 10, 2026 5:00 p.m.

      Das ist ein guter Punkt. Eine unklare Nachfolgeplanung könnte die Situation destabilisieren und die Proteste weiter anheizen.

      Antworten
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