Das australische Explorationsunternehmen Yugo Metals Limited (ASX: YUG) hat weitere Analyseergebnisse aus der ersten Diamantkernbohrkampagne im Prospektionsgebiet Erak veröffentlicht. Das Gebiet gehört zum vollständig unternehmenseigenen Projekt Sinjakovo in Bosnien-Herzegowina. Bohrloch ERDD006 durchschnitt 36,1 Meter mit 2,3 g/t Gold ab 51,8 Metern Tiefe, was einer wahren Mächtigkeit von rund 34 Metern entspricht. Innerhalb dieses Abschnitts wurden nach Unternehmensangaben 3 Meter mit 14,5 g/t Gold ab 51,8 Metern gemessen, darunter ein Meter mit 42,5 g/t Gold.
Ein zweiter höhergradiger Bereich in demselben Bohrloch umfasst 1,9 Meter mit 16,0 g/t Gold ab 86 Metern, einschließlich 0,9 Meter mit 26,6 g/t Gold. Die Angabe g/t Au steht für Gramm Gold pro Tonne Gestein und ist die übliche Maßeinheit für Goldgehalte in Bohrkernen.
Vier Bohrlöcher mit Mineralisierung
Neben ERDD006 lieferten drei weitere Bohrlöcher Goldabschnitte. In ERDD007 wurden 22,4 Meter mit 1,1 g/t Gold ab 75 Metern angetroffen, in ERDD008 6,0 Meter mit 1,5 g/t Gold ab 86,6 Metern. Bohrloch ERDD009 ergab 10,4 Meter mit 2,6 g/t Gold ab 74,6 Metern, darin enthalten 1,2 Meter mit 20,9 g/t Gold. Das Bohrloch ERDD005 blieb ohne signifikante Analysewerte, ERDD004 zeigte 24,3 Meter mit 0,7 g/t Gold ab 39,8 Metern.
Für die Abgrenzung der Abschnitte verwendet das Unternehmen zwei Cut-off-Gehalte: 0,1 g/t Gold für die Alterationszone und 0,5 g/t Gold für die Mineralisierung. Maximal zwei aufeinanderfolgende Proben wurden als internes Abfallgestein zugelassen, eine Deckelung von Einzelwerten wurde nicht angewendet.
Insgesamt wurden bei Erak bisher neun Diamantkernbohrlöcher über 1.057 Meter niedergebracht. Die Goldmineralisierung steht laut Yugo Metals im Zusammenhang mit einer hydrothermalen, sogenannten phyllitischen Alterationszone aus Quarz, Serizit und Pyrit. Solche Alterationszonen entstehen, wenn heiße, mineralhaltige Lösungen das Wirtsgestein chemisch umwandeln, und dienen in der Exploration als Leitstruktur für die Suche nach Erzkörpern.
Mineralisierung nach Unternehmensangaben nicht abgegrenzt
Die gemeldeten Abschnitte sind nach Darstellung des Unternehmens in mehrere Richtungen noch offen, das heißt, ihre räumliche Ausdehnung ist bislang nicht durch Bohrungen begrenzt. Die Bohrarbeiten laufen weiter, weitere Bohrlöcher sind geplant, um die Ausdehnung der Goldmineralisierung einzugrenzen.
CEO Petar Tomašević ordnete die Ergebnisse in der Mitteilung wie folgt ein:
„Die Bohrungen im Bereich der Goldentdeckung Erak liefern fantastische Ergebnisse, die das geologische Modell des Unternehmens bestätigen. Die Mineralisierung ist in mehrere Richtungen noch offen.“
Tomašević verwies zudem darauf, dass an der Stelle des bislang besten Schürfgrabenergebnisses noch nicht gebohrt wurde. Dieses Ergebnis von 61 Metern mit 1,5 g/t Gold hatte Yugo Metals bereits in einer Pressemitteilung vom 25. Januar 2023 gemeldet.
Nächste Schritte bis Jahresende
Für die kommenden Monate nennt das Unternehmen vier Arbeitsschritte. Die Bohrungen bei Erak sollen bis zum Jahresende fortgesetzt werden, die noch ausstehenden Analyseergebnisse sollen laufend berichtet werden. Parallel werden Zufahrtswege vorbereitet, um die Bohranlage in den östlichen Teil des Prospektionsgebiets zu verlegen – an jene Stelle, an der das Schürfgrabenergebnis erzielt wurde. Zusätzlich organisiert Yugo Metals vorläufige metallurgische Testarbeiten als Grundlage für künftige technische und wirtschaftliche Studien. Metallurgische Tests klären, mit welchen Verfahren sich das Gold aus dem Gestein gewinnen lässt.
Die Explorationsergebnisse basieren auf Informationen von Mladen Stevanovic, Berater und früherer Direktor des Unternehmens sowie Fellow des AusIMM, der als Competent Person nach dem australischen JORC-Regelwerk auftritt. Die Bohrlochstandorte wurden mit DGPS vermessen, als Koordinatensystem diente Gauss-Krüger Zone 6.
Optionen für das Board vorgesehen
Neben den Bohrergebnissen teilte Yugo Metals das Ergebnis der jährlichen Vergütungsüberprüfung mit. Vorgesehen ist die Gewährung von Aktienoptionen an vier Directors: 10 Millionen Optionen für CEO Petar Tomašević, jeweils 5 Millionen für Non-Executive Chair David Wheeler und Non-Executive Director Cameron Peacock sowie 2,5 Millionen für Craig McNab. Die Gewährung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aktionäre auf der Hauptversammlung.
Es handelt sich um nicht börsennotierte Optionen ohne Ausübungspreis. Sie werden erst unverfallbar, wenn die Aktie innerhalb von drei Jahren ab Ausgabe über 20 Tage einen VWAP von mehr als 0,10 Dollar je Aktie erreicht. Der VWAP ist der volumengewichtete Durchschnittskurs. Die vollständigen Bedingungen sollen in den Unterlagen zur Einberufung der Hauptversammlung enthalten sein.
Yugo Metals hat seinen Sitz in Perth und hält Projekte in Bosnien-Herzegowina. Die in der Mitteilung genannten Konzessionen umfassen Sinjakovo mit 50 Quadratkilometern und einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2026 sowie Jezero mit 31 Quadratkilometern bis zum 4. März 2028. Das Unternehmen ordnet seine Liegenschaften dem metallogenen Gürtel der Tethys zu und sucht dort nach Batterie- und Edelmetallvorkommen.
Quelle: Nachrichten Ticker – Kategorie: Pressemitteilungen – www.wallstreet-online.de
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