Die kanadische Explorationsgesellschaft Antimony Resources Corp. (CSE: ATMY, OTCQB: ATMYF, FSE: K8J0) hat nach eigenen Angaben erstmals sichtbares Gold im Bohrkern des Antimon-Projekts Bald Hill in New Brunswick dokumentiert. Die Beobachtung stammt aus der sogenannten Central Zone und wurde am 14. August 2026 veröffentlicht.
Das Gold wurde im Bohrloch BHC-26-13 in einer Tiefe von 165,85 Metern festgestellt. Eine Messung mit einem tragbaren Röntgenfluoreszenz-Gerät (portables XRF) ergab an dieser Stelle 285 g/t Gold. Die Angabe 285 ppm Au entspricht dabei 285 Gramm pro Tonne. Das Unternehmen weist im eigenen Bildmaterial ausdrücklich darauf hin, dass ein einzelnes Vorkommen sichtbaren Goldes zwar bedeutsam sei, aber keinen Hinweis auf den durchschnittlichen Analysegehalt der noch nicht ausgewerteten Probenbreite liefere.
Was ein portables XRF leisten kann – und was nicht
Ein portables XRF-Gerät misst Elementgehalte punktuell direkt am Bohrkern und dient in der Exploration als schnelle Vorabprüfung. Es ersetzt keine Laboranalyse. Für Bald Hill gilt: Für die Bohrlöcher der Central Zone liegen noch keine Laborergebnisse vor. Nach Unternehmensangaben tritt das Gold in Pyrit innerhalb eines Quarzgangs auf, der von alteriertem porphyritischem Rhyolith beherbergt wird.
Entdeckt wurde das Vorkommen zunächst von einer Mitarbeiterin der Kernaufnahme, Rosa Toth, anschließend von Seniorgeologe Wazir Khan bestätigt und per XRF verifiziert. Die technischen Inhalte der Mitteilung wurden von Jim Atkinson, MSc., P. Geo., Präsident und CEO des Unternehmens, geprüft und genehmigt; er gilt als qualifizierte Person im Sinne von National Instrument 43-101.
Central Zone erstmals bebohrt
Die Central Zone gehört zu den sogenannten neuen Zonen bei Bald Hill. Sie liegt nach Angaben des Unternehmens rund 150 bis 200 Meter südlich der Main Zone entlang des Streichens und wird als deren Fortsetzung angesehen. Die Zone war bislang nicht durch Bohrungen getestet worden; das laufende Programm ist als vorläufige Prüfung der Mineralisierung unterhalb der in Oberflächengräben beobachteten antimonhaltigen Stibnit-Vernererzung angelegt.
Bohrloch BHC-26-13 liegt nahe dem südlichen Ende der freigelegten Central Zone und soll die südliche Ausdehnung der Mineralisierung prüfen. Ziel war der Bereich unterhalb eines Oberflächengrabens, in dem Stibnit nachgewiesen wurde. Dass Gold bei Bald Hill grundsätzlich vorkommt, war laut Unternehmen bereits aus Analysen der Main Zone bekannt – neu ist die visuelle Identifizierung im Bohrkern.
CEO Atkinson ordnete den Fund in der Mitteilung so ein:
„Wir wissen, dass Bald Hill überwiegend eine Antimon-Lagerstätte ist, doch die Verbindung von Antimon und Gold ist weltweit gut bekannt. Das Vorkommen von Gold in der Lagerstätte Bald Hill könnte das wirtschaftliche Potenzial ergänzen.“
Probenaufbereitung und Qualitätskontrolle
Nach Darstellung des Unternehmens werden die Bohrkerne in einer gesicherten Einrichtung dokumentiert, unter anderem Kernzustand und RQD erfasst, anschließend zur Beprobung markiert und mit einer Diamantsäge geteilt. Eine Hälfte bleibt im Kernkasten, die andere geht verpackt und versiegelt zur Aufbereitung an eine Anlage von Activation Labs in Fredericton und von dort zum Labor in Ancaster, Ontario. Analysiert wird mit Aqua-Regia-ICP-OES für Multielemente und mit Fire Assay AA für Gold. In die Probenserien werden Standards für Antimon und Gold, Kernduplikate, Blindproben und Pulpduplikate eingefügt.
Bald Hill: bislang ein Antimon-Projekt
Das Unternehmen beschreibt Bald Hill als hochgradige Antimon-Lagerstätte im südlichen New Brunswick. Bohrungen hätten in der Main Zone eine Mineralisierung über mehr als 600 Meter Länge und bis in mindestens 350 Meter Tiefe umrissen, die in alle Richtungen offen sei. Die Mächtigkeiten liegen im Mittel bei 4 bis 5 Metern, die Gehalte bei durchschnittlich 3 bis 4 Prozent Antimon.
Der NI-43-101-Bericht vom 2. März 2026, erstellt von John Langton, M.Sc., P. Geo. (JPL GeoServices, Fredericton), nennt für den bebohrten Bereich eine geschätzte potenzielle Menge von etwa 2,7 Millionen Tonnen mit 3 bis 4 Prozent Antimon. Antimony Resources stellt dazu ausdrücklich klar: Diese Angabe ist konzeptioneller Natur, die Exploration reicht nicht aus, um eine Mineralressource zu definieren, und es ist ungewiss, ob weitere Arbeiten zu einer Ressourcenabgrenzung führen.
Zusätzliche Ziele sieht das Unternehmen auf westlich, südlich und östlich hinzugekommenen Claims. Durch Bodenprobennahme seien weitere Zonen etwa drei Kilometer südlich der Main Zone auf dem neu erworbenen Second-Run-Claim umrissen worden. Die Bohrungen in der Central Zone laufen nach Unternehmensangaben weiter; ein Zeitpunkt für die ausstehenden Analyseergebnisse wurde nicht genannt.
Quelle: FinanzNachrichten.de: News
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