Zwei Großkunden haben Bio-Gate im Stich gelassen. Einer liefert Humanpflegeprodukte, der andere Tierpflegeprodukte – beide haben mitgeteilt, ihre Produktportfolios umzugestalten und organisatorische Veränderungen vorzunehmen. Die Folge sind deutlich geringere Bestellmengen im Bereich Derma-Kosmetik und Wundpflege.
Das Geschäft mit Implantatbeschichtungen bleibt von diesen Rückgängen unberührt. Dass es ein Unternehmen mit zwei Sparten unterschiedlich stark trifft, macht die Lage etwas weniger einheitlich als die Prognosekorrektur auf den ersten Blick erscheinen lässt.
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Vorstand nun einen Konzernumsatz zwischen 6,0 und 6,9 Millionen Euro. Die ursprüngliche Prognose vom Mai 2026 hatte noch rund 6,9 bis 7,9 Millionen Euro vorgesehen – was in etwa dem Vorjahresumsatz von 7,4 Millionen Euro entsprochen hätte. Die neue Bandbreite liegt damit am unteren Ende oder deutlich unterhalb der bisherigen Erwartung.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – das EBITDA – soll zwischen minus 0,9 und minus 1,1 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr hatte das EBITDA minus 0,9 Millionen Euro betragen. Dass das Minus trotz geringerer Einnahmen nicht stärker wächst, begründet das Unternehmen mit Kosteneinsparungen, die einen Teil des Umsatzausfalls abfedern. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern – dem EBIT – rechnet das Management mit minus 1,1 bis minus 1,5 Millionen Euro, nach minus 1,1 Millionen Euro im Vorjahr.
Blick auf 2027
Für das Folgejahr zeigt sich der Vorstand zuversichtlich. Mit dem Dermakosmetik-Kunden ist die Einführung eines neuen Medizinprodukts zur Narbenbehandlung geplant, das Bio-Gate selbst entwickelt und herstellt. Der Tierpflegekunde will bestehende Produkte in eine neue Produktlinie überführen. Ob und wann daraus wieder das frühere Bestellvolumen entsteht, lässt die Mitteilung offen.
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